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	<title>Tyrbedarf &#187; Soziales</title>
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		<title>Sch&#228;ublisch &#8211; Deutsch</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 06:43:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es passiert mir recht selten, das ich etwas wirklich lesenswertes in der &#8220;Zeit&#8221; finde (dem Hamburger Magazin wohlgemerkt), doch diesmal muss ich einfach einen Link setzen. In diesem Artikel sp&#252;ren die Redakteure dem Neusprech der amtierenden Politikerriege nach und f&#246;rdern Interessantes zu Tage. Die sprachliche Verharmlosung von massiven Eingriffen in die Privatssp&#228;hre und B&#252;rgerrechten klingt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es passiert mir recht selten, das ich etwas wirklich lesenswertes in der &#8220;Zeit&#8221; finde (dem Hamburger Magazin wohlgemerkt), doch diesmal muss ich einfach einen Link setzen. <a class="previewlink" href="http://www.zeit.de/online/2009/04/neusprech-schaeuble-lexikon?page=all">In diesem Artikel </a>sp&#252;ren die Redakteure dem Neusprech der amtierenden Politikerriege nach und f&#246;rdern Interessantes zu Tage. Die sprachliche Verharmlosung von massiven Eingriffen in die Privatssp&#228;hre und B&#252;rgerrechten klingt pl&#246;tzlich richtig hip, wenn ein paar PR-Strategen dabei waren. Durchaus lesenswert.</p>
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		<title>Otto-Katalog 2.0</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 12:04:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unter Politikjournalisten war das Wortspiel mit dem Druckerzeugnis eines gro&#223;en deutschen Versandth&#228;ndlers und den Vorstellungen des Bundesinnenminister a.D. Otto Schily ja immer sehr beliebt. Geschmunzelt hat man gern und die Ideen des ehemaligen &#8220;Gr&#252;nen&#8221;-Mitglieds gern als spinnerte Angst eines alten Mannes vor einem neuen, un&#252;bersichtlichen Medium abgetan. Das Lachen sollte einem vergehen, wenn man liest, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter Politikjournalisten war das Wortspiel mit dem Druckerzeugnis eines gro&#223;en deutschen Versandth&#228;ndlers und den Vorstellungen des Bundesinnenminister a.D. Otto Schily ja immer sehr beliebt. Geschmunzelt hat man gern und die Ideen des ehemaligen &#8220;Gr&#252;nen&#8221;-Mitglieds gern als spinnerte Angst eines alten Mannes vor einem neuen, un&#252;bersichtlichen Medium abgetan. Das Lachen sollte einem vergehen, wenn man liest, das auch der aktuelle Innenminister Sch&#228;uble in genau das selbe Horn st&#246;&#223;t wie sein Vorg&#228;nger und nicht nur das, er kommt weit radikaler daher und erweitert &#8220;seinen&#8221; Katalog um Ma&#223;nahmen, die zu denken sich der alte Innenminister nicht einmal im Traum getraut h&#228;tte. <a class="previewlink" href="http://www.heise.de" target="_blank">Heise-Online</a> hat eine <a class="previewlink" href="http://www.heise.de/ct/hintergrund/meldung/95584">Aufstellung aller Artikel</a> ins Netz gestellt, die bisher in deren Redaktion zu diesem Thema verfasst worden sind. Allein die Masse macht schon schummerig und mittlerweile verstehe ich auch wieder ein bi&#223;chen besser, wie man in einer Demokratie unliebsame Gesetze durchdr&#252;ckt. Es ist mehr als nur eine perfide Salamitaktik n&#246;tig, die sich in diesem Fall zwei Amtsinhaber &#252;ber mehrere Amtsperioden geteilt haben (wobei beide auch noch aus verschiedenen politischen Lagern kamen), nein, man kann auch einfach die &#214;ffentlichkeit mit der schieren Masse an Vorhaben erschlagen, so da&#223; keine ausreichende Bearbeitungskapazit&#228;ten vorhanden sind, um alle V&#246;rschl&#228;ge geb&#252;hrend zu er&#246;rtern und dem Vorschlagenden links und rechts um die Ohren zu hauen. Und wenn man mal richtig Arschloch sein will, dann peitscht man seine Vorhaben binnen k&#252;rzester Zeit durch Bundestag und Bundesrat und das in einer Zeit, wo die &#214;ffentlichkeit mit den Ausw&#252;chsen eines fehlgeleiteten Finanzmarktes besch&#228;ftigt ist und sich der Otto-Normal-B&#252;rger mehr um seine finanzielle, denn um seine freiheitlich-demokratische Zukunft sorgt. Okay, es ist sicher nur Zufall, das diese beiden Ereignisse aufeinander treffen aber jemand, der fest davon &#252;berzeugt ist, das mehr Kontrolle und Einfluss seitens des Staates &#252;ber und auf B&#252;rger und Presse etwas Gutes seien, der wird nicht einfach so auf diese Chance verzichten und sich den Zeitpunkt seiner Gesetzesinitiative durch irgendwelche moralische Erw&#228;gungen madig machen lassen. Das nennt man wohl Machtinstinkt.</p>
<p>Die Bundesregierung (allen voran unserer lieber Wolfi) scheint der Meinung zu sein, das das neue BKA-Gesetz, welches das Bundeskriminalamt in eine Mischung aus Bundespolizei und Geheimdienst umwandlen soll, schon <a class="previewlink" href="http://netzpolitik.org/2008/bka-gesetz-soll-naechste-woche-durch-den-bundestag-gepeitscht-werden/" target="_blank">n&#228;chste Woche Mittwoch</a> zur Abstimmung reif ist. Ab dann soll es (so der Bundesrat dann auch noch mitspielt) die Online-Durchsuchung durch das BKA geben, nat&#252;rlich nur auf Zeit, zum Ausprobieren so zu sagen, f&#252;r schlappe 12 (in Worten: zw&#246;lf) Jahre (nicht zu verwechseln mit Monaten). Sicher, die L&#228;nder haben hier noch ein gewichtiges W&#246;rtchen mitzureden und auch, wenn es nicht wahrscheinlich ist, das dieses Gesetz in der Form zur Anwendung kommt, wie es vorgeschlagen werden wird: Mich erstaunt schon, das jemand tats&#228;chlich die Eier hat, vor die deutsche &#214;ffentlichkeit zu treten (respektive zu rollen), einen solchen Mumpitz zu &#228;u&#223;ern, Steuergelder aufzuwenden, damit in seinem Ministerium ein entsprechender Gesetzentwurf erarbeitet wird, anschlie&#223;end mit diesem Murks ein vermutlich gleich zwei Bundesparlamente zu behelligen und das alles, ohne rot zu werden. Entschuldigt, wenn ich mich nicht mehr ganz &#8220;political correct&#8221; &#228;u&#223;ern kann aber politisch Korrekt geht es hierzulande mittlerweile ohnehin nicht mehr zu. In diesem Sinne: Wer hat diesem Herrn eigentlich diesen Unfug eingefl&#252;stert und woher nimmt er diese einf&#228;ltige Zuversicht, das er glaubt, er k&#246;nne mit diesem Schwachsinn auch noch das Bundesverfassungsgericht &#252;berzeugen?</p>
<p>Ich f&#252;r mich kann mir schon erkl&#228;ren, woher dieses diffuse Angst unseres Innenminister vor Anschl&#228;gen kommt (ein Blick in die Biographie ist da durchaus erhellend), ich frage mich nur: Wer hat diesen Bock eigentlich zum G&#228;rtner gemacht und warum bleibt der Schuster nicht einfach bei seinen Leisten (for whatever that means).</p>
<p>G&#246;nnerhaft, wie ich bin will auch nochmal auf die <a class="previewlink" href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/component/option,com_frontpage/Itemid,1/lang,de/" target="_blank">Seite des AK-Vorratsdatenspeicherung</a> hinweisen und insbesondere deren <a class="previewlink" href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Plakate" target="_blank">Plakate</a>.</p>
<p>via <a class="previewlink" href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2008/11/06/links-zwei-neun-sieben/" target="_blank">lawblog</a></p>
<p>weitere Mitteilungen dazu:</p>
<ul>
<li><a class="previewlink" href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/neue-klage-gegen-onlinedurchsuchung/" target="_blank"> Klage gegen das neue BKA-Gesetz</a></li>
</ul>
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		<title>Zitat des Tages XV</title>
		<link>http://www.tyrbedarf.de/2008-08-28/zitat-des-tages-xv</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 11:09:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Reaktion auf diesen Artikel unter lawblog.de, kam ich am Ende doch wieder auf eines meiner Lieblingszitate von Tucholsky.
Das wirklich Bemerkenswerte ist eigentlich, das bei dieser “Ausschreibung” bereits die Leistungen vom Arbeitsamt mit einkalkuliert sind und dieser Arbeitgeber (ob soziale Einrichtung oder nicht @15) bereits eine Rechnung im Hinterkopf hat, wieviel dem Arbeitnehmer am Ende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Reaktion auf <a class="previewlink" href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2008/08/28/arbeiten-gehen-durfen/" target="_self">diesen Artikel</a> unter lawblog.de, kam ich am Ende doch wieder auf eines meiner Lieblingszitate von Tucholsky.</p>
<p>Das wirklich Bemerkenswerte ist eigentlich, das bei dieser “Ausschreibung” bereits die Leistungen vom Arbeitsamt mit einkalkuliert sind und dieser Arbeitgeber (ob soziale Einrichtung oder nicht @15) bereits eine Rechnung im Hinterkopf hat, wieviel dem Arbeitnehmer am Ende wohl bleiben wird. Im Prinzip versucht hier jemand f&#252;r sein Unternehmen Unterst&#252;tzung vom Staat zu erheischen, indem er mit Leistungen rechnet, die eigentlich mal als Hilfe f&#252;r sozial Schw&#228;chere gedacht waren. So verkommt das Arbeitslosengeld zu einer Subvention f&#252;r Unternehmer; und ich als jemand, der verpflichtet ist, laufend f&#252;r dieses Geld aufzukommen, darf es wohl zu recht als himmelschreiende Zweckentfremdung meiner Mittel betrachten, wenn sich Unternehmer indirekt daran bereichern.</p>
<p>Auch, wenn es vielleicht richtig ist, das Arbeit mehr als reiner Broterwerb ist; soziale Kontakte und Bindungen am Arbeitsplatz bef&#246;rdert werden und vielleicht auch ins Privatleben &#252;berstrahlen, die Aussicht auf Festanstellungen steigt und sich sicher auch das Gef&#252;hl des “Gebrauchtwerdens” einstellt, wenn man Spa&#223; an seiner Arbeit hat; es bleibt plumpe Ausbeutung. Der Arbeitgeber kann sich doch auch einfach dar&#252;ber freuen, das er viele Angestellte hat, dem Gemeinwesen etwas Gutes tut und das wohlige Gef&#252;hl genie&#223;en, einer armen Seele eine Chance zu geben. Wozu braucht er dann noch das Geld, welches er durch billige Arbeitskr&#228;fte einspart? Sprich: Warum ist es immer das Sal&#228;r des Arbeitnehmers, welches zur Disposition steht? Beide Parteien versuchen Geld zu verdienen, warum wird das Anliegen des Arbeitnehmers generell geringer eingesch&#228;tzt?</p>
<p>Ich bin ja gewiss keine Linke Socke, sondern ein vehementer Bef&#252;hrworter des Leistungsprinzips. Leistung hei&#223;t aber auch: Wer Leistung erbringt hat daf&#252;r ad&#228;quat bezahlt zu werden. Wenn ich diese “Hauptsache Arbeit”-Mentalit&#228;t aus dem b&#252;rgerlich-christlichen Lager so h&#246;re kotze ich gern auch mal im Strahl. Wenn sich dann auch noch diese komischen, selbsternannten Liberalen dazwischen dr&#228;ngeln und von Angebot und Nachfrage Faseln ist meine Sehnsucht nach einem Mindestlohn auch schon komplett. Von wegen der Arbeitsmarkt ist ein Markt wie jeder andere! Was passiert denn eigentlich, wenn mal eines der Waren aus dem Angebot schadhaft oder mangelhaft ist? Ist das ein Garantiefall? Geht das Produkt zur&#252;ck zum Absender? Wird nachgebessert? Die Ware “Arbeit” ist (gelinde gesagt) ausgesprochen eng mit den Menschen verkn&#252;pft, die sie anbieten, wie kommt man da eigentlich auf diesen einf&#228;ltigen Gedanken, den Arbeitsmarkt wie jeden anderen Markt auch zu behandeln? Nein, nein, auf dem Arbeitsmarkt gelten andere Regeln (davon bin ich zumindest &#252;berzeugt) und bisher hat noch keine politische Str&#246;mung in Deutschland passende Werkzeuge gefunden, diesem Umstand gerecht zu werden.</p>
<p>Zum Gl&#252;ck bin ich nicht der Erste, dem es so geht und wir nicht die erste Generation, die derlei Ph&#228;nomene beobachtet. Das kannte schon Tucholsky, guckst Du:</p>
<blockquote><p>“Eine der schauerlichsten Folgen der Arbeitslosigkeit ist wohl die, dass Arbeit als Gnade vergeben wird. Es ist wie im Kriege: wer die Butter hat, wird frech.” &#8211; “… zu d&#252;rfen”, in: “Die Weltb&#252;hne”, 14. Oktober 1930, S. 597</p></blockquote>
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