Sep 27 2010

Lexicon Omega Studio und Midi

Was mein neues Lexicon Soundinterface an Hardware mitbringt, das läßt sie an Software-Architektur vermissen. Zwar ist das Aufnehmen von Audio nicht so das Problem, da das Teil einen Ausgang mitbringt, über den man direkt das aufgenommene Signal hört bevor es zum Rechner geschickt wird, das Timing bei Midi-Aufnahmen ist allerdings unter aller Kanone. Mag sein, das dies ein wenig mit der verwendeten Aufnahmeumgebung zu tun hat, da ich mich aber an mein gutes, altes Sonar gewöhnt habe, suche ich den Fehler natürlich als erstes bei der neuen Hardware. Und es war nicht zu machen. Auch bei extrem geringer Latenz (was bei diesem Teil als Größe der Aufnahmebuffer ausgedrückt wird) schwimmt das Timing, wie Nieselregen auf der Straße nach langer Trockenzeit.

Das Timing meiner alten E-MU-Karte war dagegen um einiges besser. Also lag der Gedanke nahe, für Midi-Aufnahmen weiterhin das Teil zu benutzen. Prinzipiel erlauben moderne Sequencer das Umschalten der verwendeten Treiber, wenn mehr als eine Soundkarte auf dem Rechner installiert ist. Was Softwaremäßig noch ganz einfach geregelt werden kann, wird im Hinblick auf die Abhöre aber ein echtes Problem. Man kann die Treiber nämlich nicht mischen. Also ein Karte für Midi und ein für Audio zu verwenden. Es ist zwar möglich einfach den Midi-Eingang der alten Karte zu nutzen, die Stärke dieser ist aber nur die Timing-Kontrolle, der Audio-Klang der neuen Karte ist um einiges besser. Dafür braucht man jedoch die Audio-Treiber. Schaltet man jetzt alles auf die alte Karte zurück, so wird auch das Audio-Signal über diese Karte wieder gegeben und man muß auch umgehend die Abhöre an die Ausgänge der alten Karte anschließen. Das ist natürlich immer ein ziemlich nervtötender Akt, da muß es andere Lösungen geben.

Versuche einfache die Ausgänge der alten Karte in zwei der Eingänge vom Lexicon zu schicken, gelangen zwar, jedoch ging das mit einem impertinentem Brummen einher, was auf Dauer doch genervt hätte. Lösung war schließlich, den Digital-Ausgang (SPDIF) mit dem Digital-Eingang der neuen zu verbinden. Das klappt zwar, aber mal ehrlich…das muß doch einfacher gehen. Die Karte hat 180 € gekostet und die Sequencer-Software nochmal das dreifache…


Sep 26 2010

MKV-Files und Windows 7

Heute bin ich auf etwas gestoßen, was nach meinem Dafürhalten ein echter Bug in Windows 7 ist. Bei Bild- und Video-Dateien ist es bei modernen Betriebssystemen ja üblich eine kleine Vorschau im Datei-Explorer anzuzeigen. Bei der Vorschau von .mkv-Dateien im Windows-Explorer scheint es Probleme zu geben. Die Vorschau wird nicht angezeigt. Das wäre nicht das Problem. Windows scheint aber im Hintergrund eine solche Vorschau erstellen zu wollen und greift dazu auf diese Dateien zu. Will man jetzt diese Files verschieben oder löschen, so bekommt man die Meldung, das die Datei bereits geöffnet sei und zwar vom Windows-Explorer. Jetzt steht man natürlich etwas doof da. Um den Dateizugriff zu beenden muß man das Programm beenden, welches den Zugriff verursacht. Dummerweise ist der Explorer bei den meisten Leute die einzige Möglichkeit, die Dateien auf der Festplatte zu verwalten. Zumindest, die Einzige die sie kennen. Wie schafft man es, den Explorer zu beenden und die Dateien dennoch zu löschen?

Ich konnte das Problem lösen, idem ich zunächst den Explorer beendet habe. Ja, das geht. Auch wenn der Explorer Windowsmäßig omnipräsent ist, ist der Explorer nicht gleich Windows. Das System beendet sich nicht, nur weil der Explorer beendet wird. Um den Explorer zu beenden einfach “strg-alt-ent” gleichzeitig drücken und den Task-Manager öffnen (Bei Windows 7 ganz am Ende der Liste). Im Taskmanager unter Prozesse den Eintrag “explorer” ausfindig machen, markieren und auf “Prozess beenden”-klicken. Wie können wir nun die Dateien kopieren und löschen? Mit Hilfe der Konsole. Um das Konsolen-Fenster zu öffnen geht man im Taskmanager auf “Datei” und wählt den ersten Menüpunkt “Neuer Task (Ausführen)” und gibt im darauffolgenden Dialog “cmd” ein. Es öffnet sich ein Fenster mit einem schwarzen Hintergrund. Hier kann man per Tastatur-Kommandos Änderungen am Datei-System vornehmen (und noch eine ganze Menge mehr aber alles zu seiner Zeit). Die wichtigsten Kommandos sind folgende:

1. dir – zeigt den aktuellen Verzeichnisinhalt.
2. ren – damit lässt sich eine Datei oder ein Verzeichniss um benennen.
3. cd – wechselt in ein anderes Verzeichnis (“..” – Wechselt in das übergeordnete Verzeichnis).
4. del – löscht eine Datei.
5. copy – kopiert eine Datei von A nach B.
6. help – zeigt eine Übersicht aller verfügbaren Kommandos an.

Ausgabe von "dir /?"

Ausgabe von "dir /?"

Jedes dieser Kommandos kann mit dem Parameter “/?” aufgerufen werden, dann erscheint eine Hilfe zum jeweiligen Befehl. “dir /?” erzeugt zum Beispiel die nebenstehende Ausgabe. Und jetzt heißt es frickeln. So lange die Verzeichnisse wechseln, bis man in dem Verzeichnis ist, in dem die Datei lagert und dann entweder umbennen, kopieren oder löschen. Mit dem entsprechenden Befehl. Zum Beispiel “ren a.txt b.txt”. Die Datei “a.txt” wird zu “b.txt”.
Oder eben “del a.txt”, bzw. “copy a.txt b”. Kopiert “a.txt” nach b, wenn b ein Verzeichnis ist.

Anschließend kann man wieder den Taskmanager hervorholen und mit “Datei”-> “Neuer Task” den Windows-Explorer wieder starten. Dazu einfach “explorer” als auszuführenden Task angeben. Der Explorer sollte  umgehend starten und die Änderungen am Dateisystem sichbar werden.

Beim Googeln habe ich gesehen, das das Problem wohl schon zu Vista-Zeiten aufgetreten sein soll. Da allerdings im Zusammenhang mit DivX-Installationen.

Hmm…wenn ich so die Installierten Programme bei mir durchgehe…DivX ist hier ja auch installiert. Vielleicht ist diesmal nicht Windows schuld, sondern dieses Codec-Geraffel?

Gleichgültig, ihr wisst euch ja jetzt zu helfen.


Apr 17 2009

Game Booster

Der “Game Booster” (wie “Advanced System Care” ebenfalls aus dem Hause IOBit) ist ein nettes, kleines, kostenloses Tool, was auch für Computermusiker interessant sein kann. Prinzipiell ist es ein Hilfsmittel, das vor dem Starten eines Spiels alle überflüssigen Dienste und Prozesse stoppen kann, die bei Windows im Hintergrund laufen und Arbeitsspeicher sowie Prozessorleistung belegen. Dadurch soll der Spielfluß verbessert werden. Wenn man das Programm startet, bekommt man eine Auswahl an Prozessen, die das Programm beenden wird. Diese wählt man aus (oder behält die vorgegebene Auswahl bei) und wechselt dann in den “Gaming Mode”. Das Programm stoppt daraufhin die Prozesse und läßt sich anschließend minimieren. Will man normal weiterarbeiten, verläßt man den “Gaming Mode” wieder und das Programm reakiviert die vorher beendeten Prozesse.

Da Spiele ganz ähnliche Anforderung wie Multimedia Anwendungen haben, kann man das Tool auch prima als “Music Booster” mißbrauchen, und betrachtet den “Gaming Mode” einfach als “Composing Mode”, in den man wechselt, bevor man den Sequenzer startet. Das Tool ist kostenfrei und durchaus einen Test wert.


Apr 16 2009

Fragementierte Festplatten – Smart Defrag

Wer anspruchsvolle Anwendungen auf seinem Rechner laufen läßt (und Computermusiker gehören dazu, wie alle, die sich mit Multimedia beschäftigen), braucht ein gut gewartetes System. Heute werfen wir mal einen Blick auf die Festplatten, denn diese müssen bei multimedia Software gehörige Datenmengen in kurzer Zeit, zuverlässig an den Cache-Speicher weiter reichen. Ein hoher Datendurchsatz ist dabei unerläßlich. Der größte Teil dieser Geschwindigkeit ist dabei von der verwendeten Hardware ab, welche Busarchitektur zugrunde liegt, welche Festplatten letztlich verwendet werden etc. Diese Größen lassen sich also nur durch den Austausch von Hardware beeinflussen. Ein Problem haben allerdings alle Systeme gemein und es ist eines, dessen Einfluß auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit auch der Anwender minimieren kann. Die Frage, nach welchen Schema die Daten letztendlich auf der Festplatte gespeichert werden.

Beim Schreiben von Daten auf die Festplatte (ich gehe hier mal von Windows aus, denke aber, das andere Betriebssysteme nicht viel anders ticken) geht der Rechner nämlich auserordentlich primitiv vor. Um eine geeignete Stelle für die Daten zu finden, wird einfach die Festplatte vom Anfang an (physikalisch gesehen: von der Mitte bis zum Rand der Magnetscheibe) durchsucht und an der erstbesten Stelle, die vom Betriebssystem als “frei” markiert wurde, werden die Daten abgelegt. Das funktioniert recht gut, solange die Platte leer ist. Die Daten werden alle hintereinander weg auf dem Datenträger platziert und finden zusammenhängend Platz. Probleme treten auf, wenn später Informationen wieder gelöscht werden und diese nicht jene sind, die auch als letztes gespeichert wurden (was eher die Ausnahme ist). Dann entstehen Lücken zwischen den Blöchen der gespeicherten Daten. Damit nicht haufenweise Plattenspeicher verschwendet wird oder für das Schreiben der Daten ein komplizierter Algorithmus implementieren werden muß, der für jede Information ein passendes Plätzchen berechnet, schreibt das System einfach Teile der Daten in diese Lücken, wenn es bei einem Speichervorgang an eine solche Stelle gerät. Die Lücken werden aufgefüllt und ein Vermerk gemacht, das die Informationen nicht vollständig sind, damit auch die übrigen Teile der Datei ausgelesen werden. Man kann sich vorstellen, das durch dieses Verfahren bald ein gewaltiges Chaos auf dem Datenträger befindet. Die Information liegen nur noch gestückelt vor. Das ist für den Rechner kein Problem, die verwendeten Daten lassen sich sicher rekonstruieren. Dadurch aber, das die Daten (physikalisch) nicht mehr zusammenhängend auf der Festplatte zum Liegen kommen, verlangsamt sich das auslesen. Denn der Schreib/Lesekopf (bzw. die Köpfe) müssen für jedes Fragment einer Information ihre Position über der Magnetplatte verändern. Die Köpfe sind zwar fix, bei ausreichend großen Datenmengen verlangsamt sich die Arbeit der Festplatten aber dennoch spürbar. Große Datenmengen sind aber gerade unser Geschäft. Was kann man dagegen tun?

Ganz einfach: Man schreibt die Daten wieder so auf die Platte, das Daten, die zusammen gehören auch nahe beieinander stehen. Windows bringt von Haus aus schon ein Tool mit, welches die Festplatte defragmentieren kann. Dummerweise muss man dran denken, es hin und wieder auszuführen, sonst bringt das beste Wartungstool nichts. Daneben bleibt der Rechner schnell mal einige Stunden ungenutzt, während er das Programm ausführt. Das Windows-Tool duldet es nämlich nicht, das auf die Festplatte zugegriffen wird, während es seine Arbeit verrichtet. Das schreckt schonmal davon ab, das Programm durchlaufen zu lassen. Besser sind da Tools, die im Hintergrund laufen und immer dann, wenn gerade keiner am Rechner arbeitet oder die Auslastung des Systems es zuläßt, ein paar Dateien wieder an seinen richtigen Platz rückt. Ein (kostenpflichtiges) Tool ist “Magical Defrag” aus dem Hause Ashampoo. Es hat bei mir einige Zeit seine Runden gedreht, mittlerweile bin ich aber auf die Firma IOBit aufmerksam geworden, die ein ähnliches Programm anbietet. Wie alle Produkte aus deren Haus ist auch die Nutzung dieser Software für den Privatanwender kostenlos. Hir ist der Download:

Defragment Disk | Smart Defrag | Free Disk Defragmenter Download.

Das Tool unterstützt auch die sofortige Defragmentierung. Allerdings treten dabei die selben Phänomene auf, wie auch bei dem Windows-Tool. Die automatische Defragmentierung erscheint mir da sinnvoller. Man kann festlegen, ab welcher Ressourcen Belegung das Tool seine Arbeit einstellt und nach wievielen Minuten Inaktivität es seinen Dienst beginnt. Idiotensicher. Einfach mal antesten.


Apr 15 2009

Advanced SystemCare Free

Ein gut gewartetes System ist sicher für jeden Anwender wichtig. Für Leute, die mit ihrem Computer auch noch Musik machen wollen, ist es fast doppelt bedeutend, da moderne Musikanwendungen den Rechner in vielerlei Hinsicht stark fordern. Arbeitsspeicher wird für zügige Berechnungen benötigt, eine flotte Festplatte für die Versorgung des Arbeitsspeichers und zum Wiedergeben und Speichern der aufgenommenen Daten. Daneben nervt es auch, wenn der Rechner eine halbe Eweigkeit braucht um herauf oder wieder herunter zu fahren.

Advanced Systemcare kann hier ganz gute Dienste leisten. Es enthält verschiedene Module, mit denen man den Rechner nach Spyware absuchen und diese dann entfernen lassen kann. Es räumt in der Registry auf und kann einem helfen, die Autostartsequenz von Windows von unnötigem Rotz zu befreien, damit man wieder ein einigermaßen schlankes uns schlagfertiges System bekommt. Für die private Nutzung ist der Spaß kostenlos und aus meiner Sicht durchaus empfehlenswert.

PC Repair with Advanced SystemCare Free | System Care, Windows Care, Free Download.


Dez 22 2007

OpenSong

Mir ist heute ein Programm in die Hände gefallen, von der Art ich schon lange eines Suche. Wenn ich mich gelegentlich zurückziehe und die ein oder andere Nummer nur mit Gitarre und Gesang schmettere, dann habe ich gern ein Leadsheet der entsprechenden Nummer vor mir liegen. Also nur den Text mit passend darüber geschriebenen Akkordsymbolen. Diese zu erstellen war bisher immer etwas mühselig, wenn man dafür lediglich Word oder OpenOffice bemühte. Auch beim Schreiben von Songs finde ich es immer wieder angenehm, den Text mit Akkordsymbolen in gedruckter Form vor mir zu sehen, wenn ich Arrangiere oder einfach etwas übe und an einer Nummer herumfeile. Gefunden hatte ich bisher nie ein Programm, welches dabei behilflich sein kann, zum Selbstschreiben fehlte mir bisher Know-How, Zeit und Nerven.
Jedenfalls bin ich heute auf OpenSong aufmerksam geworden. Dieses kleine Freeware Tool gehört wohl auf jeden Musikrechner. Das Programm unterstütz einen sehr zuverlässig, beim Erstellen dieser Leadsheets. Dabei wird einfach beim Eingeben der Daten vor jeder Textzeile ein Leerzeichen gelassen und vor jeder Zeile mit Akkordsymbolen ein Punkt gesetzt. Strukturiert werden kann das Ganze dann mit Hilfe von ‘Sections’, diese werden in eckige Klammern gesetzt und beim Ausdruck dann passend hervorgehoben. Sind die Daten erst einmal eingegeben, dann kann man die entsprechenden Songs relativ einfach transponieren. Eigentlich ist das Programm wohl gedacht, um einen Teleprompter zu ersetzen, denn ausgegeben werden können die Texte dann auch (allerdings ohne Akkordsymbole) in einer Art Slideshow (ein zweiter Monitor wird dabei unterstützt), bei der man sich dann durch drücken einer Taste durch den Text wühlen kann. Vielleicht etwas für die älteren Semester, wenn das Gedächtnis nicht mehr so will, wie man selbst meint

Ich habe mal das Erstellen eines Leadsheets an einem meiner Songs durchexerziert. Ich habe lieber ein eigenes Stück genommen, um hier keinen Stress mit Urheberrechtsverletzungen zu bekommen. Hier ist das Ergebnis und für meine Begriffe schon recht ordentlich.


Jan 23 2007

Spamihilator

Endlich weiß ich, wieso die Internetgemeinde auf die Bezeichnung “Phishing” für eMails gekommen ist, mit denen nach Bankdaten und TAN-Nummern im Netz gefischt wird. Es hat nichts mit dem Vorgehen der Ganoven zu tun, die damit Konten leerräumen wollen, sondern einzige und allein mit dem Umstand, das diese Phishing mails immer die sind, die mein Spamprogramm als allererstes aus dem Maileingang fischt (Brüller!).

Scherz beiseite. Ich freue mich gerade wieder, das ich den Spamihilator installiert habe und kann ihn nur wärmstens weiterempfehlen.

Spamihilator ist ein kostenloses Programm von Michael Krämer, das dabei hilft die Spamflut zu beseitigen. Das Programm fungiert als Mailserver auf dem localen Rechner und stellt die Einstellungen der benutzten eMailprogramme so um, das sie beim Abrufen von Nachrichten auf Spamihilator zugreifen. Dieser holt dann die Mails aus dem Internet und checkt, ob sie überhaupt lesenswert ist. Dabei tritt ein lernender Filter in Kraft, der schon nach kurzer Einarbeitung sehr sauber arbeitet. Der Filter lernt, indem man hin und wieder mal in den sogenannten Trainingsbereich geht und die Nachrichten anhand der Betreffzeile und des Absenders nach Spam und nicht Spam sortiert und markiert.

Tja, mir wollte heute einfach nichts besseres einfallen, als über das Thema Spam zu schreiben…