Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.

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Firefox 3.5 und DNS-Sperren

June 30, 2009 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Nochmal Internetsperren. Heute lese ich bei Golem über Neuerungen beim Firefox 3.5:

Auch das Rendern von Seiten erledigt Firefox 3.5 schneller. Dafür sorgt unter anderem “spekulatives Parsen”, das die neue Version der verwendeten Gecko-Engine unterstützt. Zudem unterstützt Firefox 3.5 DNS-Prefetching, das heißt, der Browser kann die DNS-Abfragen für Links in einer Seite schon vorab ausführen. Klickt der Nutzer dann auf einen Link, kann direkt der entsprechende Server angesteuert werden, da dessen IP-Adresse bereits bekannt ist.

In Verbindung mit der geplanten Weitergabe aller Zugriffe auf gesperrte Seiten kann einem da schon mulmig werden. Versehentlich, sogar unbemerkte Zugriffe, sind damit nicht nur wahrscheinlich, nein, man kann sie auch als den Regelfall ansehen.

via Firefox 3.5 – die Neuerungen im Detail – Golem.de.

Aus dem Nähkästchen

June 24, 2009 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Der Abgeordnete Tauß, der letzten Samstag aus der Verräterpartei in die Piratenpartei gewechselt ist (mir fällt gerade auf, das mir Fefes-Blog schon auf´s Hirnschlägt: Ich meinte natürlich die SPD. Bin aber gerade so schön im Schreibfluß, das ich einfach mal nicht korrigiere…), plaudert darüber, wie es sein kann, das die Abgeordneten der SPD geschlossen für das Internetzensur-Instrument gestimmt haben. Im Wesentlichen macht er Unkenntnis und mangelndes Interesse aus. Viele der Abgeordneten flüchten sich in den Gedanken: Immerhin wir haben überhaupt etwas unternommen. Was ich über dieses “immerhin” denke, habe ich gestern schon geschrieben. Immerhin ruft man aus, wenn man Pralinen möchte und Schokolade bekommt, den Mount Everest will aber sich mit den Kasseler Bergen zufrieden gibt. Jedenfalls ist das keine Kategorie, wenn es um Menschenleben geht.

Seine ehemalige Partei gibt ordentlich kontra. Hossa, da bin ich ja mal richtig beeindruckt. Sie können Twitter bedienen.

Ich will derweil mal schauen, ob Phönix vielleicht doch irgendwo den Streams zur gerade laufenden Sendung bereithält.

Piraten im Fernsehen

June 23, 2009 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Nachdem letzte Woche Donnerstag das “Zugangserschwernisgesetz” durch den Bundestag geprügelt wurde, mußte ich mir schon die Augen reiben. Kaum zwei Stunden, nachdem das Gesetz verabschiedet wurde, stand schon der Abgeordnete Strobl auf dem Plan und sinnierte über die Ausweitung der Sperren. Im Vorfeld des Gesetzgebungsverfahrens hiess es noch, es sei ein singuläres Gesetz. Die Tinte des Bundestagspräsidenten auf dem Abstimmungsergebnis ist noch gar nicht trocken, der Bundespräsident hatte noch nicht mal Gelegenheit sich zu äußern, die Bundesdruckerei hatte noch nicht mal eine Vorlage um das Gesetz zu veröffentlichen, schon sind alle Beteuerungen makulatur, die dem Gesetz seinen Schrecken nehmen sollten. Die Halbwertzeit von Politikeräußerungen werden auch immer kürzer. Früher sagte man noch, was interessiert mich mein Geschwätz von Gesetern, heute heißt es wohl: “Was kümmert mich die Abstimmung von vor zwei Stunden?” – Und da wundert sich noch jemand, das einige verschnupft auf die Gesetzgebungsinitiativen der Bundesregierung reagieren, wenn es die Innere Sicherheit betrifft. Wer so dreist lügt und betrügt darf sich echt nicht wundern.

Bemerkenswert fand ich die Diskussion mit dem Vorsitzenden der Piratenpartei Deutschland Dirk Hillbrecht und dem Herrn Scholz auf Phönix. Es stimmt: Die Piraten wurden vorgeführt. Auch hier habe ich mir die Augen reiben müssen, ob des eklatanten Mangels an rhetorischen Könnens seitens Hilbrechts.

Der Moderator fragt, warum Löschen keine Zensur sein soll, Stoppschilder aufstellen allerdings schon. Und der Gute verliert den Faden; versucht zu argumentieren. Das Argument der Gesetzesgegner war aber doch, das es keiner weiteren Gesetze bedarf, da die Bestehenden ausreichen, was der AK-Zensur unter Beweis gestellt hat. Um es im Informatikerjargon zu sagen: Das Gesetz ist redundant. Dafür aber immerhin unwirksam. Weiterhin bleibt es ein Einstieg in die Zensur. Eine Kontrolle der Listen soll nicht stattfinden. Polizisten sind Richter und Henker in einer Instanz. Aufweichung der im Grundgesetz festgeschriebenen Gewaltenteilung. Intranzparenz. Das haben wir doch wochenlang rauf und runter gebetet. Hillbrecht! Man!

Weiterhin versucht der Moderator das Gesezt als wichtiges Symbol zu verkaufen und der Gute springt ihm noch immer nicht an die Gurgel. Richtige Antwort wäre gewesen: I leave symbols to the symbol-minded! Im Grunde entlarvt sich hier die gesamte Diskussion. Die Regierung will nur symbolisch gegen Verbrechen vorgehen. Wie zynisch kann man sein! Ermittlungen? Fehlanzeige. Täter zur Rechenschaft ziehen, weitere Verbrechen verhindern? Medial nicht erwünscht. “Immerhin” ist der Ausruf, wenn man Pralinen will aber nur für Schokolade zu zahlen bereit ist. Wenn man auf den Mount Everest will aber sich mit den Kasseler Bergen begnügt. Immerhin ist keine Kategorie, wenn es um Menschleben geht. Hanebüchen zynisch, sonst nichts.

Im weiteren Verlauf weist Scholz auf die Internationalität von Verbrechen hin und will uns das Gesetz als einziges Mittel verkaufen, um auch gegen Illegales im Ausland vorzugehen. Richtiger Einwand: Nennen sie mir ein Land der Welt, in dem Kinderpornographie oder Mord nicht strafbar wäre. Scholz überlegt kurz, ihm fällt nichts ein und schwupps ist er wieder bei Terroristen. Fuck, here we go again! Waren wir uns nicht einig, das das Gesetz nicht ausgeweitet werden würde? Und außerdem: Wo zur Hölle kommen jetzt schon wieder diese Terroristen her? Seit doch ehrlich: Die versteckt ihr im Küchenschrank, um sie bei passender Gelegenheit herauszuholen, ihnen eine Abreibung zu verpassen und sie dann wieder ins Schränkchen zurück zu stellen, oder? Wollt ihr Verbrechen oder Terrorismus bekämpfen? Oder wird schon die gesamte Gesetzgebung in Deutschland auf den Kampf gegen den Terrorismus ausgerichtet? Wollt ihr den totalen Anti-Terror-Kampf?

Und was zum Geier soll der Einwand mit dem Mordaufruf? Machen wir mal den Analogieschluß: Würde der Aufruf nicht über das Internet, sondern über Satelittenfernsehen verbreitet werden. Wenn also ein Sender wie Al Jazeera zum Beispiel, bei Berichten über Demonstrationen gegen Mohammed Karrikaturen, rein aus versehen natürlich, Demonstranten zu Wort kommen lassen, die den Tot des dänischen Verlegers fordern, der für die Veröffentlichung dieser Werke verantwortlich zeichnet, – das soll es ja schon gegeben haben. -  was würde die Regierung dann machen? Einen Störsender installieren? Den Betreiber verklagen? Diplomaten ausschicken? Den Satelliten abschießen? Der arabischen Welt den Krieg erklären? Ich wette, sie haben nichts unternommen. Selbst wenn: Alles, was die Regierungen in diesem Fall unternommen haben mag, hätte man auch 1:1 auf das Internet anwenden können. Polizeischutz für den Bedrohten zum Beispiel. Doch der Gute sitzt daneben und bekommt kein Wort heraus. Mehr als enttäuschend.

Schwach war auch die Diskussion um das Urheberrecht. Nach diesem Teil wird die Piratenpartei in der öffentlichen Wahrnehmung bis auf weiteres als die Raubkopiererlobby gebrandmarkt sein. Die Diskussion dominieren zwei alternde Herren, die nur grob in Sachen Urheberrechtsgesetz bescheid wissen. Sie tun die Diskussion kurz als “Enteignung” ab und Hellbricht sitzt abermals daneben (er läßt sich von Scholz übrigens wie ein kleiner Schuljunge behandeln, den der Alte einfach noch ein wenig erziehen muss) und kann nur mit Mühe über die verschiedenen Aspekte der Urheberschaft aufklären. Die Trennung nach Namensrechten und Verwertungsrechten ist ihm scheinbar noch nicht so recht aufgegangen. Geschenkt. Viel schlimmer ist versäumt zu haben, das die Diskussion sich um die Privatekopie dreht. Der Einsatz von Werken in Funk- und Fernsehen, allgemein im gewerblichen Bereich (DJs, Messen, Gaststätten etc.) nicht tangiert sein soll. Der Hinweis darauf, das es die GEMA-Abgabe unlängst auch auf Audio-Kasetten gibt, das der Künstler auch heute nicht frei über die Verwendung seiner Werke verfügen kann (jede Gaststätte darf Musik öffenltich aufführen, wenn sie die GEMA-Abgaben gezahlt hat), der schlichte Hinweis: Vielleicht wäre ja die Kulturflat was für sie…ich habe es mir ab dort nicht mehr weiter angeschaut. Es wurde unerträglich.

Gut, man darf wohl nicht zuviel erwarten. Die Piratenpartei ist verdammt jung. Gemessen an der Qualität der Diskussionen im Netz war der Ausflug in Fernsehlandschaft aber wirklich verheerrend.

Nun denn. Ich werde mich wieder auf die Seite legen und morgen wieder an meine Bücher verschwinden. Bis die Tage.

Von Verräterpartei und Schwarzer Pest

June 16, 2009 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Da kann ich nicht mehr viel zu sagen:

Sail ho!

June 12, 2009 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Für Menschen, die sowohl politisch interessiert, als auch ein wenig netzaffin sind, ist diese Woche relativ viel passiert. Zum eine ist da die Europawahl gewesen, bei der die Piratenpartei aus dem Stand 0,9 % der Stimmen einfangen konnte. Im Vorfeld der Wahl habe ich gelesen, das ursprünglich nur 0,5 % angepeilt waren. Insofern ein netter Erfolg. Es würde mich nicht wundern, wenn genau dieser Erfolg jetzt die Basis der SPD dazu nötigt, auf dem Sonderparteitag am Sonntag einen Antrag einzubringen, der sich mit der Thematik “Netzsperren” befaßt und die Fraktion im Bundestag zur Ablehnung bewegen soll. Da haben die Piraten schon ihre erste Kaperfahrt gemacht, bevor sie überhaupt die ersten Untiefen des politischen Betriebs umschifft und in die Häfen der politischen Institutionen eingelaufen sind. Auf alle Fälle spannend zu sehen, was da gerade passiert.

Amüsiert hat mich auch der Vorstoß von Dieter Wiefelspütz. Ich weiß nicht, ob es einfach nur ein Testballon war, den er dort hat steigen lassen (“…Natürlich werden wir mittel- und längerfristig auch über andere kriminelle Vorgänge reden…”), einfach um mal zu sehen, wie weit die Regierung noch gehen kann. Wie die Stimmung im Land ist, ob die Salamitaktik greift. Den Sextanten kallibrieren, wenn man so will. Vielleicht war es wirklich nur eine unbedachte Äußerung, vielleicht ist er tatsächlich nur falsch verstanden worden. Ist auch egal. Die Reaktionen waren in jedem Falle angemessen und von Seiten der BZ als auch von Wiefelspütz selbst wurde im Eiltempo zurückgerudert. Jetzt weiß er, wo am Himmel der Nordstern ist. Schon erstaunlich, wie schnell Paddelboote sein können, wenn sich jemand in die Riemen hängt. Da werden selbst die Piraten getaunt haben; so schnell konnten die nichtmal ihre scharzen Segel hissen, wie der Dieter wieder zurück an Land war.  A propos “schwarz”. Die CU (das “D” können wir getrost streichen bei dieser Partei) diskutiert fleißig weiter, was man mit der Zensurinfrastruktur noch so alles anstellen kann. Was soll ich sagen? Landratten.

Die große Fregatte “DNS-Sperre” hatte sich schon sehr früh als nutzloses Beiboot entpuppt, das die Netzgemeinde im Grunde schon recht früh zielsicher versenkt hatte. Allerdings nur online. Langsam gelingt es aber den ersten Trieren der Piraten auch auf`s offene mehr zu Rudern, selbst die Bundesregierung scheint nicht so recht zu glauben, was die Bundesfamilienministerin den ganzen Tag so von sich gibt. Sie haben keine Erkenntnis von gar nichts. Im Prinzip bleibt es also nur eine Frage der Zeit, bis der Rest des großen Vergnügunsschiffchens in Berlin beidreht und die Segel einholt. Thomas Knüwert fühlt sich nach der Meldung sogar soweit bestätigt zu sagen:“Uschi hat gelogen.” Sicher nicht falsch, aber auch nicht so neu. Politiker neigen nicht unbedingt dazu ehrlich oder gar sachdienlich zu argumentieren, wenn es um die Durchsetzung von Partikularinteressen geht. Da denkt der Knüwer noch wie ein echter Leichtmatrose und Binnenkapitän und langsam sollte auch dem letzten klar geworden sein, welche Akteure hier wirklich die Bezeichnung Pirat verdienen. Kaperfahrten zu Lasten der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, im Fahrwasser abscheulicher Verbrechen, unter der Flagge der Gerechten sind zwar medienwirksam aber nicht sehr beute-trächtig.

Die Generation C64 schlägt zurück – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt

June 02, 2009 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Spiegel-Online bricht eine Lanze für die Unterzeichner der Anti-Zensur-Petition:

Streit um Internet-Filter: Die Generation C64 schlägt zurück – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt.

Mit einem Satz bin ich nicht so ganz einverstanden:

Dass die Unterzeichner der Petition gegen das Filtergesetz es wagen, Vernunft und Bürgerrechte sogar unter dem Risiko, als Päderastenfreunde gebrandmarkt zu werden, zu verteidigen, ist eine Entwicklung, die es eigentlich zu feiern gälte.

Hier braucht es keinen Konjunktiv, dieser Umstand ist in der Tat zelebrierungswürdig. Da hat den Autor wohl der eigene Mut verlassen, ob der Eindeutigkeit der eigenen Aussagen. Immerhin schließt er den Absatz mit:

Das passt besser zum 60. Geburtstag des Grundgesetzes als jede Sonntagsrede.

Stimmt.

“Stecker aus der Wand gezogen” : netzpolitik.org

May 30, 2009 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Autsch!

“Stecker aus der Wand gezogen” : netzpolitik.org.

Um im Bild der Ministerin zu bleiben. Das Telefon bleibt weiterhin nutzbar, man kann Nummern wählen und Anrufe entgegen nehmen, lediglich die Kurzwahltasten werden manipuliert und rufen in Zukunft einen Anschluß beim BKA.

Um nochmal daraufhin zu weisen: Domainnamen haben für die Kommunikation im Internet keinen besonderen Stellenwert. Die einzelnen Rechner erkennen sich anhand der IP-Adressen. Domainnamen sind für die menschlichen Anwender und dienen ausschließlich der Usability, damit man sich diese IP-Adressen nicht merken muss. Demgemäß haben auch DNS-Server (ausgeschrieben Domain Name Server, Programme also, die aus Domainnamen wieder IP-Aderessen machen) keine wichtige Funktion innerhalb der Internet-Infrastruktur. Das Netz würde auch komplett ohne sie funktionieren, nur wäre es nicht mehr so kompfortabel. Die Manipulation dieser Server als “Sperre” zu bezeichnen ist, gelinde gesagt, irreführend.

Anhörung zu Netz-Sperren im Bundestag: netzpolitik.org

May 29, 2009 Von: admin Kategorie: Allgemein 1 Kommentar →

Ich wußte doch, das ich mich in Zunkuft strafbar machen würde, wenn ich auf der Arbeit Leuten helfe wieder wie gewohnt im Internet zu surfen.

Achja, und obwohl das BKA keine personenbezogenen Daten der STOPP-Server will, weil das zu viel Arbeit verursachen würde, bezeichnete er die Umgehung der Sperrmassnahmen als “deutlich Verdacht verschaffendes Element”.

aus Anhörung zu Netz-Sperren im Bundestag: netzpolitik.org.

Wenn mich demnächst mal wieder ein Kunde anruft, der nur über IP-Adressen Internetseiten aufrufen kann, dann muss ich ihn daraufhinweisen, das die Manipulation der DNS-Einstellungen wohl keinen guten Eindruck hinterlassen wird, wenn mal irgendwie der eigene Rechner beschlagnahmt werden sollte. Auch dann nicht, wenn wir stets die DNS-Server unserer Firma eintragen.

Herr, lass es Hirn regnen! Nur ein kleines bißchen.



Bundeswehr und Piraten: SPD gegen Verfassungsänderung

May 11, 2009 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Es schoß mir ja gestern schon durchs Hirn, als ich las, das Schäuble eine Verfassungsänderung fordere. Mal wieder. Im Ernst: Unter einer Änderung der Verfassung macht es der Innenminister nicht mehr, oder? Der rollt doch Montagsmorgens in die Kabinettssitzug und fragt: “Habt ihr noch eine Verfassungsänderung für mich? Na, dann hab ich auch keinen Bock…” Ich weiß gar nicht, wie viele Ministerämter der Gute schon bekleidet hat. Er hat jedoch jedes mal einen Eid auf die Verfassung geschworen, als er antrat. Warum macht man das, wenn man eigentlich davon überzeugt ist, der Schmöker müßte komplett umgeschrieben werden?

Seit ewig und drei Tagen ist Schäuble davon überzeugt, die Bundeswehr bräuchte mehr Rechte. Gerade im Inneren, deshalb ist die Bundeswehr ja auch sein Metier. Die des Bundesinnenministers und nicht die Baustelle von Minister Jung, dem Verteidigungsminister. Diese Woche begründet er seine Forderung damit, das der Einsatz der GSG9 in Somalia gescheitert sei, weil die Bundesrepublik nicht über die nötigen Mittel verfügt, um den Plan der Einsatzkräfte auch logistisch zu bewältigen. Das es diese Mittel auch bei der Bundeswehr nicht gibt und auch die Soldaten bei der NATO oder den USA hätten um Unterstützung bitten müssen, braucht man eigentlich nicht dazu zu sagen. Immerhin: Die SPD scheint sich zu sträuben. Obwohl es klingt nicht beruhigend, wenn Wiefelspütz sagt:

„Es wird mit der SPD definitiv in dieser Wahlperiode keine Verfassungsänderung geben.“

Das klingt nach energischem Widerspruch und Zustimmung zugleich. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

Bundeswehr und Piraten: SPD gegen Verfassungsänderung – Inland – Politik – FAZ.NET.

Langsam kommen auch die Etablierten

May 07, 2009 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Der “Chaos Computer Club” spricht schon lange über die Thematik, heise/c´t haben ihre Artikel schon vor Wochen abgeliefert, jetzt kommen auch die etablierten Medien. Spiegel Online hat gestern einen Artikel zum Thema DNS-Sperren Online gestellt. Dem Artikel merkt man auch an, warum sich die “etablierten” Medien nicht so recht heran trauen an das Thema. Sie scheinen sich die thechnischen Fragestellungen auch erst aneignen zu müssen. So spricht der Autor von Proxy-Einstellungen, die man vornehmen müsse, um die DNS-Sperre zu umgehen. Ginge auch irgendwie, ist aber viel zu kompliziert. Die Verwendung der IP-Adresse, anstelle der Domainnamen reicht, völlig aus. Dennoch verlinke ich den Artikel mal:

Internet-Sperren: Politik, Populismus und Kinderporno – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt.

Im Blog des Handelsblattes hat Thomas Knüwer seine Gedanken dargelegt und kommt zu dem Kernsatz “Und sie mögen es überhaupt nicht, für dumm verkauft zu werden.” In der Tat habe ich manchmal das Gefühl, dies sei der Hauptgrund für die ganze Aufregung. Denn eines ist klar: Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind derart ineffektiv, sie sind nichtmal geeignet, den vielbeschworenen Schaden an der Meinungsfreiheit zu erzeugen. Kommt die Regelung, wie debatiert, nutzen wir in Zukunft einfach nicht mehr die DNS-Server unserer Provider und alle wäre wieder beim Alten. Erst, wenn das Ändern der automatisch zugewiesenen DNS-Server verboten wäre, gäbe es ein Problem. Ja, ihr habt recht, bei dem Mangel an Rechtstaatlichkeit, die die große Koalition bisher an den Tag gelegt hat, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein solches Gesetz kommt.

Im Übrigen ist es unübersehbar, das die Politik in Deutschland in alte Muster verfällt. Sie scheint durch die Bank weg zu glauben, wenn sich jetzt Widerstände regen, müßte man sie nur lauthals hinweg schwadronieren, im Zweifel mit etwas Schmutz werfen und ansonsten die Berlin-Journalisten hier und da mal an einen Gefallen erinnern. Das der Widerspruch fachlich begründet ist und sich Computersysteme in der Regel nicht davon beeindrucken lassen, ob man ihnen gut zuredet, sie anbrüllt, beleidigt oder unter Druck setzt, scheint sich nicht so recht herumgesprochen zu haben. Die bekommen von ihren Beratern gesagt, die Maßnahme bringt nichts und sie nehmen das einfach als Äußerung einer Interessengruppe wahr, über die man dann eben verhandeln muss. So läuft es leider nicht. Technische Systeme haben die dumme Angewohnheit entweder zu funktionieren oder eben nicht. Gleichgülitig, ob es wünschenswert wäre, das sie zumindest ein wenig funktionieren oder ob es sogar moralisch und ethisch geboten ist, das sie es tun. Sie sind entweder sauber implementiert oder fehlerhaft. Wer sich jetzt denkt: “Das ist aber ganz schön binär gedacht!”, der ist schon nahe dran, an der Funktionsweise von Computern.

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