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	<title>Tyrbedarf &#187; Politik</title>
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		<title>Trojaner? Is nich! Punkt.</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 01:28:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Wirbel um den vom CCC entdeckten und analysierten Staatstrojaner ist etwas abgelauft, nachdem in der letzten Woche ein kurze Anh&#246;rung vor dem Bundestag stattfand. Bei der Dimension des Themas hatte ich eigentlich erwartet, das die ARD in ihren Talk-Shows nur noch zu diesem Thema plaudern w&#252;rde, komischerweise ist das Thema Mainstream-Medien (bis auf ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wirbel um den vom CCC entdeckten und <a href="https://www.faz.net/dynamic/download/fas/FAS_09_10_2011_S41_S47_Staatstrojaner.pdf" target="_blank">analysierten Staatstrojaner</a> ist etwas abgelauft, nachdem in der letzten Woche ein kurze Anh&#246;rung vor dem Bundestag stattfand. Bei der Dimension des Themas hatte ich eigentlich erwartet, das die ARD in ihren Talk-Shows nur noch zu diesem Thema plaudern w&#252;rde, komischerweise ist das Thema Mainstream-Medien (bis auf ein paar l&#246;bliche Ausnahmen) v&#246;llig vorbeigerauscht.<br />
Heute abe ich das dumpfe Gef&#252;hl, dass das Thema zu schnell wieder verschwindet. Und vorallem, dass die Nachlese und die politischen Konsquenzen aus dem Skandal in die v&#246;llig falsche Richtung gehen. Die Justizministerin denkt jetzt &#252;ber sch&#228;rfere Gesetze zum Schutze der <a class="previewlink" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Staatstrojaner-Justizministerin-denkt-ueber-strengere-Gesetze-nach-1365371.html" target="_blank">Privatsph&#228;re der B&#252;rger</a> nach und ich stehe daneben und denke mir: &#8220;Ach Schnarre, das Gesetz gibt es schon, nennt sich Grundgesetz und du solltest dem Schm&#246;ker mal wieder zur Geltung verhelfen.&#8221;</p>
<p>Das Bundesverfassungsgericht hat im Zuge der Verhandlungen um die songenannte Online-Durchsuchung 2008 festgestellt, dass die Quellen-TK&#220; nur unter strengen Auflagen erfolgen darf. Dazu muss durch &#8220;technische Vorkehrungen und rechtliche Vorgaben&#8221; sichergestellt werden, dass lediglich Daten aus einer laufenden Telekommunikation ausgeleitet werden. Als Juristin interessiert sich die Justizministerin offenbar nur f&#252;r die rechtlichen Vorgaben, nicht jedoch f&#252;r die technischen Aspkete des Ganzen. Was schade ist, denn schaute man auf die technischen Fragen der Quellen-TK&#220; und wie deren verfassungskonforme Umseztung technisch nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts aussehen k&#246;nnte, dann w&#228;re die Diskussion um diese Art der &#220;berwachung sehr schnell wieder beendet. Denn faktisch hat das Gericht die Quellen-TK&#220;, ohne es zu wissen oder gar zu wollen, verobten. Die Law-and-Order-Fraktion im Deutschen Bundestag k&#246;nnte ihre Klamotten umgehend wieder einpacken und wie gewohnt in der zweiten oder dritten Reihe platznehmen. Aber alles der Reihe nach.</p>
<p>Ein &#8220;sicherstellen&#8221;, im Sinne von Beweisen, dass ein Programm das (und nur das) macht, was der Autor der Software beabsichtigt hat, ist im Rahmen der Softwareentwicklung nicht m&#246;glich. <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Alan_Turing" target="_blank">Turing</a> hat der Informatik mit dem <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Halteproblem" target="_blank">Halteproblem</a> n&#228;mlich ein ziemliches Ei ins Nest gelegt. Eigentlich hat er nur gezeigt, das es kein Programm (keine Maschine) geben kann, die eine andere Maschine (ein anderes Programm) dahingehend analysieren kann, ob es terminiert oder nicht. Was hier in einen Satz passt, in Wirklichkeit aber etliches an Gerhinschmalz erfordert, um es nachzuvollziehen (von selbst erdenken ganz zu schweigen), hat geh&#246;rige Konsequenzen. F&#252;r Softwareentwickler hei&#223;t es, dass es keine Software geben kann, mit der ich &#252;berpr&#252;fen k&#246;nnte, ob ein gegebenes Programm fehlerfrei ist (von dem Problem abgesehen, dass man noch beweisen m&#252;sste, dass die Verifikationssoftware fehlerfrei ist. Siehe auch: <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Henne-Ei-Problem" target="_blank">Henne-Ei-Problem</a>). Ein automatisches Beweisen ist jedenfalls nicht m&#246;glich. Es l&#228;sst sich kein Algorithmus formulieren, der dies f&#252;r ein beliebiges Programm leisten k&#246;nnte.</p>
<p>Es w&#228;re denkbar diesen Beweis dann h&#228;ndisch und eben nicht automatisch zu versuchen, doch was w&#228;re damit gewonnen? W&#252;rde man versuchen die Richtigkeit eines Programms mit Hilfe von (sagen wir einfach) der Pr&#228;dikatenlogik zu zeigen, st&#252;nde man vor dem Problem, dass man nach Vollendung des Beweises beweisen m&#252;sste, das der Beweis, den man soeben erbracht hat auch korrekt ist. An der Stelle hakt es sich nat&#252;rlich aus, denn der Vorgang w&#252;rde sich umgehend wiederholen, sobald man den Beweis f&#252;r den Beweis erbracht hat (abermals: Henne-Ei-Problem). Bei einem Beweis mit beispielsweise der Aussagenlogik w&#252;rde man im Grunde nur die Programmiersprache wechseln. Man wechselt von einer formalen Sprache in die n&#228;chste. Und derjenige der in ihr formuliert macht Fehler.</p>
<p>Zugegeben, dass sind erstmal &#8220;nur&#8221; theoretische Probleme, dennoch hat dieser Umstand immense Tragweite: Lie&#223;e sich das Problem der Programmverifikation abschlie&#223;end und zufriedenstellen l&#246;sen, dann w&#228;ren schlagartig alle Programme auf dem Weltmarkt fehlerfei. In der Realit&#228;t sieht es aber so aus, dass jedes neu installierte Programm als allererstes nach einer Internetverbindung schreit, um Aktualisierungen vom Hersteller herunter zu laden.<br />
In der Anh&#246;rung vor dem Bundestag letzte Woche hat ein findiger SPD-Abgeordneter (dessen Name ich leider wieder vergessen habe) s&#252;ffisant angemerkt, dass das BKA scheinbar &#252;ber Mittel zur Programmverifikation verf&#252;ge, die die Inforamtik noch nicht kennen w&#252;rde. Er frage sich, ob die Bundesregierung plane dieses Wissen mit der Welt zu teilen. Sie k&#246;nnte es gebrauchen, denn faktisch ist alle Software ein Bannanenprodukt: Reift beim Kunden. Mit der Einschr&#228;nkung: Wird selten wirklich genie&#223;bar.</p>
<p>Es bleibt also festzuhalten: Es ist nicht m&#246;glich sicherzustellen, das Software genau das und nur das macht, was sie machen soll. Selbst wenn man Zugriff auf die Quelltexte h&#228;tte, die in aller Regel wesentlich leichter zu &#252;berblicken und zu bewerten sind, als die Assembler-Quellen, die der CCC vorgelegt hat, bliebe noch immer das Problem der Komplexit&#228;t. Zum einen die Komplexit&#228;t des Quellcodes selbst. Schon die Masse von Quelltexten kann &#252;berfordern und auch relativ &#8220;funktionsarme&#8221; Programm k&#246;nnen schnell den Umfang einer &#8220;Mittelerde Saga&#8221; oder eines George R. R. Martin-Romans annehmen kann. Solche Werke soweit zu &#8220;lektorieren&#8221;, dass sie komplett fehlerfrei sind, ist ein erheblicher Aufwand und will dennoch so gut wie nie gelingen.<br />
Zum anderen w&#228;re das das Problem der Umgebung, in die das Programm eingebettet wird. Software, also auch ein etwaiger Trojaner, arbeitet nicht in einem luftleeren Raum. Sie interagieren laufend und h&#228;ufig mit dem Betriebssystem und anderer Software auf einem Rechner. Selbst, wenn man einen Trojaner unter Laborbedingungen zur Ausf&#252;hrung bringt und dann durch probieren ein gewisses Ma&#223; an Sicherheit gewinnt, das das Programm korrekt arbeitet (arbeiten m&#252;sste), verfliegt diese Gewissheit sehr schnell, wenn man ihn in die &#8220;freie Wildbahn&#8221; entl&#228;sst. Niemand kann vorhersehen, welche Software auf einem System installiert ist oder noch installiert werden wird. Niemand wei&#223;, welches Update das Betriebssystem selbst morgen bekommen wird und wie sich das auf bereits installierte Programme auswirkt. Was ist mit neu verbauter Hardware, oder neuen Ger&#228;ten die nur gelegentlich angeschlossen werden? Es ist nicht m&#246;glich alle diese Variabeln auszul&#246;sen und &#8220;sicherzustellen&#8221; das eine Software korrekt arbeitet und keine Fehler enth&#228;lt. Softwaresysteme sind hoch dynamisch. Schon das Hochfahren eines Rechners ist mit vielen Ver&#228;nderungen auf den Datenbest&#228;nden verbunden, von neuen Programmen oder ver&#228;nderten Programmversionen ganz zu schweigen. Alle diese Eventualit&#228;ten im Blick zu behalten ist schlicht nicht m&#246;glich.</p>
<p>Insofern ist es zutreffend die Idee einer Pr&#252;finstanz f&#252;r &#220;berwachungssoftware, die letzte Woche aufkam und wohl insbesondere von der SPD favorisiert wird, als Feigenblatt zu bezeichnen. Salopp gesagt ist das einzige, was ein Analytiker mit Sicherheit &#252;ber ein vorgelegtes Programm sagen kann: Ja, du bist ein Softwaresystem. Genau wie der Richtervorbehalt w&#228;re das nur Diazepam f&#252;r die irritierte &#214;ffentlichkeit; l&#246;st aber exakt kein Problem. Da es nicht m&#246;glich ist, sich Gewissheit &#252;ber die Funktion eines Programms zu verschaffen, was soll dann eine Pr&#252;finstanz? Uns nochmal best&#228;tigen, das es nicht geht?</p>
<p>Die L&#246;sung muss lauten, auf den Einsatz von &#220;berwachungssoftware generell zu verzichten und stattdessen auf die Anbieter von VoiP-Diensten zu zu gehen und diese dazu zu bringen, eine Kommunikations&#252;berwachung zu erm&#246;glichen (bei herk&#246;mmlichen Telekommunikationsdienstleistern geht es ja auch). Zumindest bei Skype hei&#223;t es, dass diese Firma sich nicht verweigern w&#252;rde. Das h&#228;tte den Vorteil, das man &#8220;nur&#8221; in ein Grundrecht eingreifen muss und nicht auch noch die Integrit&#228;t von IT-Systemen verletzt und ggf. sogar die Unverletzlichkeit der Wohnung beschneidet (wenn Beamte in anderer Leute Wohnungen eindringen, um dort einen Trojaner zu installieren). Obwohl ich generell skeptisch bleibe, was &#220;berwachungsma&#223;nahmen angeht. Wenn man gelegentlich <a class="previewlink" href="http://www.freitag.de/politik/1142-bitte-recht-freundlich" target="_blank">solche</a> Artikel liest, kann man kaum der Meinung sein, dass Richter und Staatsanw&#228;lte mit den M&#246;glichkeiten der &#220;berwachung (selbst solche, die es schon gibt), tats&#228;chlich verantwortungsvoll umgehen.</p>
<p>In diesem Sinne: Trojaner? Is nich. Geht woanders spielen.</p>
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		<title>Kauderwelsch</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 22:47:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Volker Kauder ist je mittlerweile ein beliebtes Ziel, wenn man jemanden sucht, auf den man seinen Zorn &#252;ber die schlechte Netzpolitik der Konservativen projezieren kann. Mit seinem Interview in der S&#252;ddeutschen hat er neulich aber mehr als nur einen Vogel abgeschossen. Er bewei&#223;t einmal mehr, wie wenig er tats&#228;chlich von den Themen versteht, f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Volker Kauder ist je mittlerweile ein beliebtes Ziel, wenn man jemanden sucht, auf den man seinen Zorn &#252;ber die schlechte Netzpolitik der Konservativen projezieren kann. Mit seinem <a class="previewlink" href="http://www.sueddeutsche.de/digital/siegfried-kauder-zum-urheberrecht-im-internet-meine-blasmusik-interessiert-das-nicht-1.1169431" target="_blank">Interview in der S&#252;ddeutschen</a> hat er neulich aber mehr als nur einen Vogel abgeschossen. Er bewei&#223;t einmal mehr, wie wenig er tats&#228;chlich von den Themen versteht, f&#252;r die er sich so leidschaftlich einsetzt. Er hat ja schon gezeigt, dass er es mit dem Urheberrecht selbst nicht so genau nimmt, wenn es die eigene Webpr&#228;senz betrifft. Vermutlich ist dieser Umstand in Unwissenheit begr&#252;ndet. Ich hoffe es zumindest, sonst m&#252;sste ich annehmen der Mann sei zu dumm f&#252;r das Urheberrecht.<br />
So f&#228;llt zum Beispiel der Satz: &#8220;Bislang wird das [Begehen von Urheberrechtsverletzungen. Anm. d. V.] als Straftat behandelt und besch&#228;ftigt Staatsanw&#228;lte.&#8221; Es stimmt, Urheberrechtsverletzungen besch&#228;ftigen Staatsanw&#228;lte. Jedoch nur dann, wenn ein Rechteinhaber bei Internetprovidern Verbindungsdaten abfragen m&#246;chte, um eine Urheberrechtsverletzung aufzukl&#228;ren. Wobei sich jedoch alle Juristen einig sind, dass Urheberrechtsverletzungen Vergehen sind und keine Straftaten. Bei Vergehen werden Staatsanw&#228;lte in der Regel nicht von sich aus aktiv. Bei Vergehen gilt der Satz: Wo kein Kl&#228;ger da kein Richter. Es muss normalerweise erst jemand die Urheberrechtsverletzung geltend machen. Aber wem erz&#228;hle ich das, der Kauder sitzt ja im Rechtsausschu&#223; des Deutschen Bundestages.</p>
<p>Spannend finde ich auch die tollen Analogien, die Herr Kauder da entwirft. Zum Thema &#8220;Internet kappen&#8221; entwirft er eine aus dem Stra&#223;enverkehr. Wer sich im Autoverkehr nicht benehme, dem werde der F&#252;hrerschein abgenommen, so Kauder. Deshalb ist es legitim, dem Anschlu&#223;inhaber das Internet zu kappen, wenn &#252;ber einen Anschlu&#223; Vergehen begangen werden. Irgendwie wirft er da die Erlaubnis ein Fahrzeug zu f&#252;hren mit dem Eigentum an einem Fahrzeug durcheinander.<br />
Es stimmt sicher, dass die Fahrerlaubnis einem renitenten Fahrer abgenommen werden kann. Jedoch habe ich noch nie geh&#246;rt, dass man sich an den Halter h&#228;lt und diesem das Auto wegnimmt, wenn jemand anderes mit dem eigenen Auto Unfug getrieben hat. Die Analogie hinkt auch noch an anderer Stelle: Welches Internet wird denn gekappt? Das normale DSL (&#252;ber das Telefonnetz). Was ist mit UMTS oder LTE? Was ist mit Internetzug&#228;ngen in Cafes und Bibliotheken? Selbst wenn man also dem Familienvater das Internet kappt, weil der Sohnemann Unfug verzappft hat, kann das S&#246;hnchen also weiterhin einfach in ein anderes Vehikel benutzer, um weiterhin Bl&#246;dsinn zu machen.</p>
<p>Toll finde ich auch den Satz: &#8220;Mir geht es darum, junge freischaffende K&#252;nstler zu unterst&#252;tzen.&#8221; Oh sch&#246;n! Also ich als &#8220;freischaffender K&#252;nstler&#8221; kann ihnen versichern: Mir bringt dieses Anliegen rein gar nichts. Meiner einer verdient kein Geld durch den Vertrieb von Musik. Wenn her Kauder mich dennoch unterst&#252;tzen m&#246;chte: <a class="previewlink" href="http://www.jamendo.com/de/artist/tyr_%28Jamendo%29/promote" target="_blank">Ich nehme Spenden per Jamendo entgegen</a>. Vielen Dank!</p>
<p>Oh und nat&#252;rlich solche Klopfer: &#8220;Was mich auch sehr st&#246;rt ist, dass es m&#246;glich ist, im Internet anonym zu publizieren. Das muss aufh&#246;ren. Das geht nicht.&#8221; Ja, das geht nun wirklich nicht. Einfach anonym irgendwo was ver&#246;ffentlichen. Das ist ja fast so wie, einen Leserbrief unter Pseudonym abschicken oder diese Interviews im Fernsehen mit unkenntlich gemachten Gespr&#228;chspartnern. Kann ja wohl nicht angehen, dass sich &#220;berbringer unbequemer Nachrichten einfach mal in Sicherheit wiegen k&#246;nnen. Das grenzt ja schon fast an Demokratie!</p>
<p>Normalerweise w&#252;rde ich mich ja &#252;ber Journalisten aufregen, die ein Interview f&#252;hren, ohne den Interviewten mal so richtig auf den Zahn f&#252;hlen und ihn einfach seine Talking Points abarbeiten lassen. In diesem Fall bin ich der S&#252;ddeutschen aber dankbar, dass die dem Mann einfach mal nicht zu sehr widersprochen haben. Das Geblubber eines Kauder entlarvt sich so viel schneller. Also: Vielen Dank an die S&#252;ddeutsche, habe selten so gelacht.</p>
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		<title>Uhlenspiegel</title>
		<link>http://www.tyrbedarf.de/2011-10-10/nachhilfe-aus-politischen-krisen-kapital-schlagen</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 11:53:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das halbe deutsche-sprachige Internet verf&#228;llt in h&#228;misches Gel&#228;chter (mir geht´s genauso), nachdem der CCC am Samstag die Ergebnisse seiner Analyse eines St&#252;cks Software bekannt gibt, die aller Wahrscheinlichkeit nach f&#252;r die sogenannte Quellen-TK&#220; eingesetzt wurde und derma&#223;en delitantisch Programmiert wurde, dass sich sogar bei einem halb-fertigen Informatiker wie mir die Fu&#223;n&#228;gel hochstellen. Bisher ist nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das halbe deutsche-sprachige Internet verf&#228;llt in h&#228;misches Gel&#228;chter (mir geht´s genauso), nachdem der <a class="previewlink" href="http://www.ccc.de/de/updates/2011/staatstrojaner" target="_blank">CCC am Samstag</a> die Ergebnisse seiner Analyse eines St&#252;cks Software bekannt gibt, die aller Wahrscheinlichkeit nach f&#252;r die sogenannte Quellen-TK&#220; eingesetzt wurde und derma&#223;en delitantisch Programmiert wurde, dass sich sogar bei einem halb-fertigen Informatiker wie mir die Fu&#223;n&#228;gel hochstellen. Bisher ist nicht gesichert, dass es sich um Software von &#246;ffentlicher Seite handelt. Der CCC gibt sich jedoch <a href="https://blog.fefe.de/?ts=b06f05af" target="_blank">sicher</a> und bisher hatten wir kaum Anlass an deren Integrit&#228;t und Gewissenhaftigkeit zu zweifeln.<br />
Die technischen und rechtlichen Aspekte will ich hier gar nicht gro&#223; beleuchten. Die Ergebnisse des CCC k&#246;nnen in <a class="previewlink" href="http://www.ccc.de/system/uploads/76/original/staatstrojaner-report23.pdf" target="_blank">Reinform</a> (Achtung, PDF) nachgeleseen werden, die <a class="previewlink" href="http://www.lawblog.de/?p=20420" target="_blank">rechtliche</a> und <a class="previewlink" href="http://www.faz.net/aktuell/politik/staatstrojaner-code-ist-gesetz-11486546.html" target="_blank">gesamtgesellschaftliche</a> Relevanz sind an anderer Stelle von weitaus f&#228;higerem Personal als mir beleuchtet worden.<br />
Spannend finde ich jedoch die Reaktionen in den etablierten Parteien. So keilt der Abgeordnete <a class="previewlink" href="http://www.presseportal.de/pm/7846/2126771/uhl-erforderliche-rechtsgrundlagen-fuer-alle-sicherheitsbehoerden-schaffen" target="_blank">Hans-Peter Uhl</a> pl&#246;tzlich gegen die liberale Justizministerin, da diese sich verweigert hatte eine &#8220;spezialgesetzliche Rechtsgrundlage f&#252;r die Quellen-TK&#220;&#8221; zu schaffen und damit die Ermittlungsbeh&#246;rden zu dieser &#8220;Verzweiflungstat&#8221; quase getrieben hat. Man fragt sich jetzt: Hat der Mann gar nicht begriffen, wovon wir hier reden? Doch, doch, er wei&#223; es ganz genau. Nach der Katastrophe ist er jedoch schon damit besch&#228;ftigt, selbige f&#252;r sich zu nutzen. Jetzt, wo die Online-Durchsuchung wieder auf die Tagesordnung kommt, m&#246;chte er jetzt dar&#252;ber reden, diese auf eine gesetzliche Grundlage zu stellen. Sprich: Die Umtriebe einiger Beh&#246;rden jetzt im Nachhinein legalisieren, damit sie in Zukunft nicht mehr zur &#8220;Notwehr&#8221; greifen m&#252;ssen, wenn sie in schwierige Ermittlungen verstrickt werden. Ich bin gespannt, welche Schweineherde dieses Woche quickend durchs Dorf getrieben wird. Die Talkshowthemen d&#252;rften klar sein: &#8220;Brauchen wir mehr &#220;berwachung?&#8221; Ich sauf ein Weizen, wenn die PR-Profis aus dem konservativen Lager diesen Spin nicht hinbek&#228;men. Der CCC kritisiert das Grundgesetz widrige Vorgehen einiger Bundes- oder Landesbeh&#246;rden und am Ende des Tages reden wir dar&#252;ber, warum gerade das legitim war. Die implizite Forderung ist st&#228;rkere Kontrolle und ein engeres Korsett f&#252;r Ermittlungsbeh&#246;rden, die Diskussion wird sich aber um mehr Rechte f&#252;r selbige drehen.</p>
<p>Dabei finde ich jetzt schon v&#246;llig absurd, dass man nach der Aktion mit dieser Spionagesoftware heute mit Fug und Recht die Forderung aufstellen kann: Die Krimial&#228;mter m&#252;ssen jetzt vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Die Agieren da offenkundig gegen die Entscheidungen aus Karlsruhe; andere Organisationen werden f&#252;r wesentlich weniger auf´s Korn genommen.</p>
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		<title>Qualit&#228;tsjournalismus und so</title>
		<link>http://www.tyrbedarf.de/2011-10-04/qualitaetsjournalismus-und-so</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 18:24:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer in der letzten Woche politisch aufgewacht ist und versuchte, sich &#252;ber die aktuelle Europapolitik in Berlin zu informieren, der bekam zwar eine Menge zu lesen, schlauer geworden sein d&#252;rfte er aber nicht. Wir erinnern uns: Der Bundestag hat &#252;ber die Ausweitung des Rettungsschrims f&#252;r krieselnde Euro-Staaten beraten, dabei soll es wohl in Berlin zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer in der letzten Woche politisch aufgewacht ist und versuchte, sich &#252;ber die aktuelle Europapolitik in Berlin zu informieren, der bekam zwar eine Menge zu lesen, schlauer geworden sein d&#252;rfte er aber nicht. Wir erinnern uns: Der Bundestag hat &#252;ber die Ausweitung des Rettungsschrims f&#252;r krieselnde Euro-Staaten beraten, dabei soll es wohl in Berlin zu Auseinandersetzungen zwischen Bundestagsabgeordneten gekommen sein. Einigen Abgeordneten aus der Regierngskoalition sind die garantierten Summen wohl zu gro&#223; geworden und haben aus &#8220;Gewissensgr&#252;nden&#8221; der Kanzlerin die Gefolgschaft verweigert. Das ist grob gesprochen alles, was in der letzten Woche an Informationen &#252;ber die Euro-Krise bekannt wurde. In deutschen Medien wirkte die gesamte Euro-Krise lediglich wie eine Regierungskrise; und all die wichtigen Fragen und Probleme f&#252;r die Zukunft Europas und des Euroraumes reduziert auf ein paar Auseinandersetzungen einer handvoll Akteuere in Berlin, die verschiedener Meinung sind. Mal ehrlich: Streit im Parlament? Abgeordnete, die &#252;ber die Zunkunft des Landes und Europas streiten? Das ist eine Neuigkeit? Eine Woche lang? Ich bin bestimmt ein hoffnungsloser Romantiker, wenn ich die These vertrete: Ist das nicht deren Job?</p>
<p>W&#228;hrend wir dieser Tage eindringlich &#252;ber das F&#252;r und Wider einer europ&#228;ischen Wirtschaftsregierung sprechen sollten, die Auswirkungen von Staatspleiten besprechen und den Sinn und Unsinn von Euro-Bonds diskutieren m&#252;ssten, wir dar&#252;ber streiten sollten, wie sinnvoll <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Austerit%C3%A4t" target="_blank">Austerit&#228;tspolitik</a> ist und ob Griechenland nicht vielleicht anders aus der Krise kommen k&#246;nnte, reden wir &#252;ber das <a class="previewlink" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,789501,00.html" target="_blank">Ger&#252;lpse eines Kanzleramtsminister</a>s, der der Meinung zu sein scheint, niemand au&#223;er ihm d&#252;rfte eine Meinung haben. Besonders dann nicht, wenn jener auch noch so unversch&#228;mt ist, von seinem Recht gebrauch zu machen, diese &#246;ffentlich und offensiv zu vertreten. Das soll eine Nachricht sein? Von der demokratischen Gesinnung dieses Herrn einmal abgesehen.</p>
<p>Wir werden von Problemen erschlagen, die an Bedeutung und Folgenschwere kaum zu bemessen sind, doch am Ende des Tages diskutieren wir, ob Herr Str&#246;bele auch ein Sonderrederecht im Parlament bekommen sollte, da er schon seit zehn Jahren versucht seinen Standpunkt zum Afghanistankrieg darzulegen und von seiner Partei ausgebremst wird. Die anderen Abweichler durften ja auch. Man k&#246;nnte das Kopfsch&#252;ttelnd zur Kenntnis nehmen und als spinnerte Ausw&#252;ches des Politikbetriebes abtun; nur irgendwie werde ich das Gef&#252;hl nicht los, dass die anstehenden Probleme zu massiv sind, als dass man sich an den Stammtisch verkriechen k&#246;nnte, um mal wieder &#252;ber &#8220;die da oben&#8221; zu l&#228;stern.</p>
<p>Es ist doch bezeichnend: Als normalsterblicher B&#252;rger stellte man sich letzte Woche die Frage: Quo vadis, Europa? Und bekam &#8220;<a class="previewlink" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,789100,00.html" target="_self">Gesch&#228;ftsordnung des Deutschen Bundestages</a>&#8221; als Antwort. Wer die Redebeitr&#228;ge nicht Live verfolgen konnte und auf die Mithilfe von Journalisten angewiesen war, hatte einen riesen Haufen von Fragezeichen auf der Stirn und keinen der zumindest eine Andeutung von Antworten parat h&#228;tte. Was macht dieser EFSF &#252;berhaupt? Welchen Umfang hat er? Jetzt 211 Milliarden? Oder jetzt 211 Milliarden mehr? Wer bekommt B&#252;rgschaften und zu welchen Konditionen? Und wo wir gerade bei Griechenland sind: Wie stark ist das Land eigentlich verschuldet? Ich las mal 300 Milliarden, stimmt das? Wie wirkt sich die Sparpolitik auf den Staatshaushalt aus?  Wo kommt das Staatseinkommen her und wo geht es hin? Und bei allem: Was ist eigentlich die Ursache der Krise? Wie wollen wir verhindern, dass sich solcherlei in Zukunft wiederholt? Was treiben Finanzmarkakteure in dem Ganzen und die Banken selbst? Alle inhaltlichen Fragen scheinen vor der (durchaus verlockenden) Aussicht eines Zusammenbruchs der konservativen Koaltion zu verblassen. Ich stelle mal die gewagte These auf, dass in einem demokratisch verfassten Staat das Ende einer Regierungskoalition mitnichten ein Problem ist. Das Gegenteil ist der Fall (Stichwort: Triviale Erkenntnisse der Demokratietheorie).</p>
<p>Alles schaut auf die Akteure und deren R&#228;nkespiele, niemand auf die Probleme. Sicher: Streit l&#228;sst sich den Menschen besser vermitteln als komplexe volkswirtsschaftliche und politische Zusammenh&#228;nge. Einfaches Weltbild: Hier jene daf&#252;r, dort jene dagegen. Und immer feste druff. Hahnenk&#228;mpfe sind anschaulicher als Vorlesungen; aber sind sie auch &#8220;lehrreich&#8221;? Der politische Diskurs verkommt zu einem albernen &#8220;<a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Panem_et_circenses" target="_blank">Brot und Spiele</a>&#8221; f&#252;r jene, die noch irgendwie an Politik interessiert sind, von der Flut an nutzlosen Informationen aber (vermutlich) v&#246;llig erschlagen werden. Um die Menschen bei der Stange zu halten fl&#252;chten sich Medienleute in Streit. Streit erzeugt Aufmerksamkeit. Dennoch taugen Arenak&#228;mpfe nicht das Verst&#228;ndnis f&#252;r komplexe Zusammenh&#228;nge zu st&#228;rken. Das erfordert nachdenken, kritische Berichterstattung und trockene Zahlenspiele. Das macht keinen Spass und ist gewiss keine Abendunterhaltung. Aber da wird der B&#252;rger wohl durch m&#252;ssen. Er wird es ertragen, es geht hier um sein Geld.</p>
<p>Den Vogel hat diese Woche sicherlich das <a class="previewlink" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/1453486/Europa---einfach-unbezahlbar?" target="_blank">ZDF abgeschossen</a>. Titel: Europa &#8211; einfach unbezahlbar. Suggeriert bei mir eine Sendung zum Thema Europa, dennoch Inhalt: parteienpolitisches Gez&#228;nk.<br />
Schon die Besetzung: Nichts gegen den Herrn Spreng, ich lese sein Blog ja regelm&#228;&#223;ig, aber mir wird er als Politikberater vorgestellt, jemand also der anderen hilft ihre Inhalte dem B&#252;rger zu vermitteln. Bei der Diskussion &#252;ber ein so wichtiges Thema h&#228;tte ich jedoch gern jemanden geh&#246;rt, der sich vorwiegend mit den Inhalten selbst besch&#228;ftigt und nicht blo&#223; damit, anderer Leute Inhalte darzustellen.<br />
Aber auch inhaltlich keine Freude: Auf dem anderen Ende des Tisches sitzt ein Gr&#252;ner, der zwar sichtlich bem&#252;ht scheint mal &#252;ber Europa zu reden, einen neuen Rahmen und vielleicht sogar eine Transaktionssteuer. Wie ein Insolvenzrecht f&#252;r Staaten aussehen k&#246;nnte. Das Thema der Redaktion war aber offenbar Koalitionskrach wegen des Euros, nicht Wege aus der Euro-Krise. Insofern waren die zarten Versuche auch schnell wieder abgew&#252;rgt.<br />
Dazwischen sitzt eine junge Unternehmerin, deren einziges inhaltliches Argument die Bedeutung von Verantwortung und Haftung ist, die schlechte Haushaltsf&#252;hrung sanktionieren und damit die Haushaltsdiziplin verbessern soll. Jetzt mal ungeachtet des Umstandes, dass den Griechen ein wenig mehr Solidit&#228;t in Sachen Steuern (vielmehr Steuern zahlen) durchaus gut tun k&#246;nnte und die Gefahr von Totalverlusten vielleicht sogar gar zu riskante Finanzspekulationen eind&#228;mmen k&#246;nnte. Wenn mittelst&#228;ndische Unterhnehmer pl&#246;tzlich betriebswirtschaftliche Erkenntnisse auf Volkswirtschaften &#252;bertragen, dann warte ich nur noch darauf, dass gleich die sprichw&#246;rtliche schw&#228;bische Hausfrau um die Ecke kommt und mir erkl&#228;rt, wie die Staatskunst eigentlich funktioniert. Wenn es zutr&#228;fe, dass die Annahme der Unternehmerin allgemeing&#252;ltigkeit bes&#228;&#223;e, wie hat es der spanische K&#246;nig Philip II. geschafft in <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Staatsbankrott#1557.2C_1575.2C_1596_Spanien" target="_blank">vier Jahrzehnten drei Staatspleiten</a> hinzulegen? Mindestens ab der zweiten Pleite h&#228;tte er doch etwas disziplinierter sein m&#252;ssen und h&#228;tte vorallem niemanden mehr finden d&#252;rfen, der ihm noch Geld leiht. Oder macht auch hier nur &#220;bung den Meister? Zugegeben lange her aber so ehern wirkt das Prinzip auf mich nicht.<br />
Ich h&#228;tte an der Stelle vor allem mal ein paar gute Journalisten gebrauchen k&#246;nnen, die kurz Recherchieren, wieviele von den griechischen Anleihen mit welchem Abschlag seit Beginn der Krise bereits den Besitzer gewechselt haben. Es w&#228;re mal interessant zu erfahren, wieviel Anleger bereits haben abschreiben m&#252;ssen, und ob die Summe denn ausreicht die gute Frau in Sachen &#8220;Gl&#228;ubigerbeteilung&#8221; etwas milder zu stimmen. Und wo man den Anleihen gerade hinterher Recherchiert: Wo ist die Mehrzahl dieser Dinger am Ende noch gelandet? Wie hie&#223; das Institut noch? Und wer zahlt f&#252;r dessen Verluste?<br />
Statt ein paar Fakten pr&#228;sentiert man dem Zuschauer einen kleinen Film &#252;ber den netten Herrn R&#246;sler. Ich habe bis jetzt noch nicht ganz verstanden, wo der pl&#246;tzlich herkam, in jedem Fall hat dieser Einspieler eine aufkeimende Diskussion &#252;ber neue europ&#228;ische Finanzpolitik umgehend wieder abgew&#252;rgt.<br />
Daneben noch ein bayrischer Steuerberater, der pl&#246;tzlich beschlossen hat, keine Steuern mehr zu zahlen, bis die Bundesregierung auf seine Meinung zur Euro-Krise einschwenkt. Inhaltlich v&#246;llig irrelevant aber es passte wohl gerade in die grasierende Erz&#228;hlung vom garstigen Wutb&#252;rger, der der Politik mal jetzt aus Prinzip auf die F&#252;&#223;e tritt. Nein, verstehen muss er die Probleme niemand, er soll nur w&#252;ten, der Wutb&#252;rger. L&#228;&#223;t sich medial besser verwerten.</p>
<p>Ach, was rege ich mich auf.</p>
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		<title>Neulich in der Post</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 12:06:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Als einigerma&#223;en politisch interessierter und bisweilen sogar engagierter Mensch ist man ja auch Mitglied in der ein oder anderen politischen Bewegung. Ich f&#252;r meinen Teil bin seit ein paar Jahren zahlendes Mitglied der gr&#252;nen Partei. Wie die meisten Gruppierungen, verf&#252;gen auch die Gr&#252;nen &#252;ber eine kleine Hauspostille, in der &#252;ber die aktuellen Themen schreiben und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als einigerma&#223;en politisch interessierter und bisweilen sogar engagierter Mensch ist man ja auch Mitglied in der ein oder anderen politischen Bewegung. Ich f&#252;r meinen Teil bin seit ein paar Jahren zahlendes Mitglied der gr&#252;nen Partei. Wie die meisten Gruppierungen, verf&#252;gen auch die Gr&#252;nen &#252;ber eine kleine Hauspostille, in der &#252;ber die aktuellen Themen schreiben und Mitglieder &#252;ber dies uns das informieren. Bei den gr&#252;nen ist es der &#8220;Schr&#228;gstrich&#8221;.</p>
<p>Neuerdings (oder mit ist es neulich zuerst aufgefallen) finden sich auch Werbeprospekte als Beilagen zu dieser Zeitschrift. Nat&#252;rlich nur zu Umwelt relevanten Themen und vermutlich sogar auch recyceltem Papier. Dieses mal waren zwei Prospekte von Investment-Fonds dabei, die in Umweltprojekte investieren und mit guten Renditen locken. Ein Windenergie-Fonds und das Andasol-Projekt im S&#252;den-Spaniens. Bemerkenswert, wie sich die Mitgliederstruktur der Partei ver&#228;ndert zu haben scheint, wenn Investment-Fonds jetzt gezielt an die Mitglieder der gr&#252;nen Partei herantreten. Nat&#252;rlich wird man dort am Ehesten auf Resonanz sto&#223;en, allerdings mutet der Finanzdienstleisterjargon im gr&#252;nen Umfeld doch schon sehr gew&#246;hnungsbed&#252;rftig an. Oder kann mir jemand ad hoc sagen, was direkte und indirekte Kommanditbeteiligungen sind? Put-Options? Anyone? Bemerkenswert auch, das die Beteiligungssummen mindestens 5000 € betragen. Wer mehr will, mu&#223; in Tausenderschritten staffeln. Wenn das mal nicht nach Partei der Besserverdienenden klingt.</p>
<p>Nat&#252;rlich wird die Energiewende zu mehr erneuerbaren Energien nicht ohne immensen Kapitaleinsatz von statten gehen und es ist auch nicht verwerflich, wenn jemand darin eine Chance sieht seine Rente etwas aufzubessern. Aber macht man deshalb gleich offensiv Werbung daf&#252;r in einer Mitgliederzeitung. Ich meine, das Andasol-Projekt wirbt offensiv mit dem Namen RWE, um das solide Finanzierungskonzept hervorzuheben. Also gerade die Firma, die Greanpeace immer wieder an den Pranger stellt f&#252;r ihre eigent&#252;mliche Green-Washing-Kampangen. Und das in einer Ausgabe der Zeitung, in der auch ein Artikel &#252;ber Green-Washing innerhalb der Autoindustrie zu finden ist.</p>
<p>Was ich mich als erste Frage ist:  Weswegen finde ich nur Material &#252;ber geschlossene Fondsgesellschaften? Gessellschaften, die Beteiligungssummen von einem drittel Jahresgehalt erfordern, bevor man sie &#252;berhaupt erst in Erw&#228;gung ziehen kann? Es gibt doch noch andere Formen von Beteiligungsm&#246;glichkeiten. Meines Wissens gibt es eine ganze Reihe von lokalen Projekten, die rund um das Thema &#8220;Erneuerbare Energien&#8221; enstanden sind und vorzugsweise als Genossenschaften organisiert werden. Das w&#252;rde mich viel eher interessieren und dar&#252;ber Informationen zu sammeln ist weitaus schwieriger. Meistens sind sie von der Gr&#246;&#223;e her meist so klein, das sie weit unterhalb des Aufmerksamkeitsradars der etablierten Medien bleiben. Da k&#246;nnte so eine Mitgliederzeitung doch eigentlich mal in die Bresche springen.</p>
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		<title>Kurz notiert</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 22:05:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Koordinatorin f&#252;r Online-Medien beim Verlagshaus DuMont wundert sich, das Firmen wie Apple massiv Einflu&#223; auf die im App-Store angebotenen Anwendungen nimmt. F&#252;r eine Boulevardzeitung hatte DuMont eine iPhone-Anwendung mit Bildern der &#8220;Seite-1-M&#228;dchen&#8221; entwickelt, die Apple zur&#252;ckgewiesen habe – &#8220;eine merkw&#252;rdige Erfahrung&#8221;, dass der technische Dienstleister dem Content-Anbieter Vorschriften mache. Da w&#252;rde ich sagen: Gew&#246;hnt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Koordinatorin f&#252;r Online-Medien beim Verlagshaus DuMont wundert sich, das Firmen wie Apple massiv Einflu&#223; auf die im App-Store angebotenen <a class="previewlink" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Geschaeftsmodell-Internet-Mehr-Mut-zum-Experiment-859692.html" target="_blank">Anwendungen nimmt</a>.</p>
<blockquote><p>F&#252;r eine Boulevardzeitung hatte DuMont eine iPhone-Anwendung mit Bildern der &#8220;Seite-1-M&#228;dchen&#8221; entwickelt, die Apple zur&#252;ckgewiesen habe – &#8220;eine merkw&#252;rdige Erfahrung&#8221;, dass der technische Dienstleister dem Content-Anbieter Vorschriften mache.</p></blockquote>
<p>Da w&#252;rde ich sagen: Gew&#246;hnt euch dran. Und Apple ist sicher nicht der einzige &#8220;technische Dienstleister&#8221; der das macht oder machen m&#246;chte. Man denke nur an die Debatten rund um das Thema <a class="previewlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netzneutralit%C3%A4t" target="_blank">Netzneutralit&#228;t </a>und seine Hintergr&#252;nde.</p>
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		<title>Was im Inland nicht gelingt&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 23:24:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8230;l&#246;st man auf EU-Ebene. Die Justiz- und Innenminister der EU verhandeln mit den USA dar&#252;ber, den amerikanischen Ermittlungsbeh&#246;rden in Zukunft Zugriff auf Finanztransaktionen innerhalb der EU zu gew&#228;hren. Es geht dabei um den Datenbestand der Genossenschaft SWIFT, zu deren Bestand auch alle Standard&#252;berweisungen innerhalb der EU z&#228;hlen. Da wollen sich einige US-Vertreter eine Standleitung in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;l&#246;st man auf EU-Ebene. <a class="previewlink" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,660597,00.html">Die Justiz- und Innenminister der EU verhandeln mit den USA dar&#252;ber, den amerikanischen Ermittlungsbeh&#246;rden in Zukunft Zugriff auf Finanztransaktionen innerhalb der EU zu gew&#228;hren</a>. Es geht dabei um den Datenbestand der Genossenschaft SWIFT, zu deren Bestand auch alle Standard&#252;berweisungen innerhalb der EU z&#228;hlen. Da wollen sich einige US-Vertreter eine Standleitung in die Rechenzentren in der Schweiz legen lassen und sich in Zukunft also jede &#220;berweisung schicken lassen, die irgendwie verd&#228;chtig sein k&#246;nnte. Mal abgesehen davon, das &#220;berweisungen immer eine ganze Menge privater Daten enthalten, kommen noch Informationen wie Ausweisnummer und Adresse des Urhebers hinzu (ggf noch weitere nicht n&#228;her ausgef&#252;hrte private Informationen). Am Besten finde ich den Hinweis, das auch EU-Beh&#246;rden die durch Amerikaner abgesch&#246;pften Daten zur Verf&#252;gung gestellt werden soll. Da besorgen sich also &#8220;Inlandsgeheimdienste&#8221; (soetwas gibt es in der Bundesrepublik aus zwei guten Gr&#252;nden nicht. Ich sag mal: 33-45 und 45-89) Daten &#252;ber ihre Mitb&#252;rger von hinten durch den Keller &#252;ber Bande durch´s Auge. Was den Ermittlungsbeh&#246;rden hier nur unter Vorbehalt m&#246;glich ist und von der Verfassung stark eingeschr&#228;nkt wird, soll ausl&#228;ndischen Beh&#246;rden dann erm&#246;glicht werden. Diese schicken ihre Erkenntnisse als Geste der guten Zusammenarbeit gleich wieder zur&#252;ck &#252;ber den gro&#223;en Teich, damit die Kollegen in &#220;bersee auch was davon haben.</p>
<p>Da habe ich direkt Lust den ein oder anderen EU-Minister an der Kravatte zu packen und kr&#228;ftig durchzusch&#252;tteln. Und wenn der ein oder andere dabei rein zuf&#228;llig ein wenig stranguliert w&#252;rde, n&#228;hme ich das billigend in Kauf.</p>
<p>Karlsruhe wir kommen!</p>
<p>via <a target="_blank" class="previewlink" href="http://blog.fefe.de/">FeFe</a></p>
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		<title>&#8230;oder doch nicht auf die Stra&#223;e</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 10:42:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Neulich war ich noch hellauf begeistert von der Rede Schmicklers bei den Mitternachtsspitzen, heute kommt die Antwort aus D&#228;nemark. Im Zuge des UN-Klimagipfels will die d&#228;nische Regierung das Demonstrationsrecht massiv beschneiden. So sollen Demonstranten des blo&#223;en Verdachts von ordnungswidrigen Verhalten in Vorbeugehaft genommen werden k&#246;nnen, die Bu&#223;gelder f&#252;r Handlungen gegen die &#8220;&#246;ffentlich Ordnung&#8221; werden verf&#252;nffacht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich war ich noch hellauf begeistert von der Rede Schmicklers bei den Mitternachtsspitzen, heute kommt die <a class="previewlink" href="http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/klima-demos-unerwuenscht/" target="_blank">Antwort </a>aus D&#228;nemark. Im Zuge des UN-Klimagipfels will die d&#228;nische Regierung das Demonstrationsrecht massiv beschneiden. So sollen Demonstranten des blo&#223;en Verdachts von ordnungswidrigen Verhalten in Vorbeugehaft genommen werden k&#246;nnen, die Bu&#223;gelder f&#252;r Handlungen gegen die &#8220;&#246;ffentlich Ordnung&#8221; werden verf&#252;nffacht und Stra&#223;enblockaden werden mit 40 Tagen ohne Bew&#228;hrung geahndet. Wenn ich mittlerweile das Wort &#8220;&#246;ffentliche Ordnung&#8221; h&#246;re, klappen sich bei mir die Fu&#223;n&#228;gel hoch. Sowohl in D&#228;nemark als auch bei uns ist die &#8220;&#246;ffentliche Ordnung&#8221; pikobello sauber, das ist so ordentlich hier, das ist schon steril.</p>
<p>Aber gut, D&#228;nemark ist eine Monarchie, das kann das Staatsoberhaupt wohl noch immer machen, was es will.</p>
<p>Ich mu&#223; das einfach mal festhalten, ich kram diesen Artikel wieder heraus, wenn die ersten Politiker in Deutschland soetwas fest auf Bundesebene etablieren wollen und dabei auf das Beispiel D&#228;nemark verweisen. Das wird passieren, zwei, drei Monate nur&#8230;</p>
<p>via <a target="_blank" class="previewlink" href="http://blog.fefe.de/">FeFe</a></p>
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		<title>Zum Thema &#8220;&#252;berparteilich&#8221;</title>
		<link>http://www.tyrbedarf.de/2009-09-07/zum-thema-ueberparteilich</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 19:21:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu keiner Zeit merkt man dem oldenburger K&#228;seblatt die Parteilichkeit besser an, als in Wahlkampfzeiten. Wenn das keine Lobeshymne auf die amtierende Kanzlerin ist, dann m&#246;chte ich nicht wissen, wie es klingt, wenn der Redakteur tats&#228;chlich einmal Partei ergreift.  Damit nicht genug, gl&#228;nzt der Artikel mit der gleichen Inhaltsleere, die auch den Wahlkampf der CDU dominiert. Klar, wo nichts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu keiner Zeit merkt man dem oldenburger K&#228;seblatt die Parteilichkeit besser an, als in Wahlkampfzeiten. Wenn <a class="previewlink" href="http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_stadt_oldenburg_artikel.php?id=2098207&amp;" target="_blank">das</a> keine Lobeshymne auf die amtierende Kanzlerin ist, dann m&#246;chte ich nicht wissen, wie es klingt, wenn der Redakteur tats&#228;chlich einmal Partei ergreift.  Damit nicht genug, gl&#228;nzt der Artikel mit der gleichen Inhaltsleere, die auch den Wahlkampf der CDU dominiert. Klar, wo nichts ist sollte man auch nichts hineindeuteln. Aber ist das Totschweigen der politischen Gegenposition tats&#228;chlich schon &#8220;die hohe Kunst des Wahlkampfes&#8221;, die sie da wie ihr Vor-Vorg&#228;nger perfekt beherrscht? Da haut jemand ein paar Worth&#252;lsen raus, weil er dazu verdonnert wurde einen Artikel zu schreiben.  Wie sie ihre Reden h&#228;lt, wen sie erw&#228;hnt und wen nicht, ob sie Kopfgesteuert ist, wann sie l&#228;chelt oder dergleichen, sagt jedenfalls nichts &#252;ber die politischen Inhalte aus, f&#252;r die die Frau k&#228;mpft. Alles ohne Relevanz. Also nur ein kurzer Bericht &#252;ber den Wahlkampfauftritt in Oldenburg. Dumm nur, das nicht mal das gelingen wollte. Der Bericht ist n&#228;mlich unvollst&#228;ndig.</p>
<p>Die Stadt hat die alte Kohlk&#246;nigin (Kohlk&#246;nig in Oldenburg zu werden ist nicht sehr schwer, da gilt das Prinzip: jeder muss mal ran und ist eigentlich keine Ehre, sondern die Pflicht zur Vorbereitung des n&#228;chsten Treffens im n&#228;chsten Jahr) n&#228;mlich nicht ann&#228;hernd so nett begr&#252;&#223;te, wie die lokal Zeitung uns glauben machen will. Je nach Quelle war wohl eher das Gegenteil der Fall, manche sagen sogar, sie wurde mit <a class="previewlink" href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-09/eier-merkel-rede" target="_blank">Eiern</a> <a class="previewlink" href="http://netplosiv.org/20094806/leute/promis/oldenburg-angela-merkel-mit-eiern-beworfen" target="_blank">beworfen</a>. Dar&#252;ber schweigt sich dieser Bericht komplett aus, obwohl das tats&#228;chlich mal eine Meldung wert gewesen w&#228;re. Oder haben sich CDU-Anh&#228;nger schon daran gew&#246;hnt laufend mit Eiern beworfen zu werden? Dem Vor-Vorg&#228;nger ist das ja auch schon ein ums andere Mal passiert&#8230;</p>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 08:44:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das man bei der schwarzen Pest nicht von einer demokratischen Partei zu reden braucht, ist in diesem Wahlkampf ja schon h&#228;ufiger zu Tage getreten, das der R&#252;digers sich aber pl&#246;tzlich als knallharter Rassist herausstellt war mir neu. Es geht offenbar um die Schlie&#223;ung der Nokia-Werke in Bochum und deren Verlagerung nach Rum&#228;nien. Da Rum&#228;nien im Augenblick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das man bei der schwarzen Pest nicht von einer demokratischen Partei zu reden braucht, ist in diesem Wahlkampf ja schon h&#228;ufiger zu Tage getreten, das der R&#252;digers sich aber pl&#246;tzlich als <a class="previewlink" href="http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/politik/201/486615/text/" target="_blank">knallharter Rassist</a> herausstellt war mir neu. Es geht offenbar um die Schlie&#223;ung der Nokia-Werke in Bochum und deren Verlagerung nach Rum&#228;nien. Da Rum&#228;nien im Augenblick mehr Staatsbeihilfen f&#252;r Industriearbeitspl&#228;tze zahlt als Deutschland, ist f&#252;r J&#252;rgi R&#252;tt klar:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die kriegen die Produktion in Rum&#228;nien nicht in den Griff. (&#8230;) In Rum&#228;nien kommen die Arbeiter nicht wie unsere Arbeitnehmer hier in Nordrhein-Westfalen morgens um sieben Uhr und bleiben solange wie der Betrieb ist. Und wenn’s sein muss, machen sie auch noch &#220;berstunden. Die kommen, wann sie wollen und gehen, wann sie wollen und deshalb kriegen sie auch die Handys nicht mehr zusammengebaut.&#8221;</p></blockquote>
<p style="text-align: left;">Die sind alle faul und unzuverl&#228;ssig! Stellt sich nur die Frage, woher er das wei&#223;. Der besch&#228;ftigt bestimmt ein paar Rum&#228;nen f&#252;r die Gartenarbeit. Die S&#252;ddeutsche schreibt weiter dazu:</p>
<blockquote><p>Er habe sich mit seinen &#196;u&#223;erungen vor die nordrhein-westf&#228;lischen Arbeitnehmer gestellt, deren Leistungen weltweit anerkannt seien. Sie h&#228;tten durch falsche Entscheidungen von Konzernzentralen ihren Arbeitsplatz verloren.</p></blockquote>
<p>Salopp formuliert kann ich nur sage: &#8220;Das kann er also auch nicht!&#8221; Wenn es tats&#228;chlich seine Absicht gewesen sein sollte, sich vor die Arbeiter in Bochum zu stellen, h&#228;tte er das tun k&#246;nnen, indem er w&#228;hrend der Rede das sagt, was er erst hinterher zu Protokoll gibt.  Oder ist das nicht griffig genug? Nicht Wahlkampf tauglich? Reicht die n&#252;chterne Feststellung, die Leute in Bochum haben sich nichts vorzuwerfen nicht aus, um seine Solidarit&#228;t zu erkl&#228;ren? Wohl nicht in Wahlkampfzeiten. N&#228;chste Woche schlagen NPD und DVU in den Medien auf und hetzen gegen Rum&#228;nen mit dem Verweis, der Landesvater macht es ja auch.</p>
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