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Deutscher Meister

Juli 08, 2009 Von: admin Kategorie: Allgemein 1 Kommentar →

Ich saß neulich vor dem Rechner, war noch mit den Unterlagen für das Studium beschäftigt und ließ nebenbei den Stream der Tagesschau laufen. Gegen Ende (es gab nicht viel bemerkenswertes) hörte ich den Sprecher so etwas sagen wie:

Oldenburg ist deutscher Meister

Als Bürger dieser tollen Stadt, hat man erstmal ein riesiges Fragezeichen auf der Stirn. Deutscher Meister? Worin? Boßeln? Biersaufen auf Schützenfesten? Provinziellem Spießbürgertum? Nein, Oldenburg ist deutscher Meister im Basketball. Gut, das die Baskets ein Bundesligaverein sind wußte ich ja. Das sie offenkundig auch noch ziemlich gut sind, war mir neu. In jedem Fall war ich sehr irritiert das kleine verschlafene Nest  in der Tagesschau wieder zu finden.

Ach und: Herzlichen Glückwunsch.

Und, waren Sie wählen?

Januar 30, 2008 Von: admin Kategorie: Gesellschaft, Krams, Politik 2 Kommentare →

Der ein oder andere weiß vielleicht, das ich bei der letzten Landtagswahl in Niedersachsen (das war übrigens letzten Sonntag, für den Fall, das ihr es nicht mitbekommen habt) als Wahlhelfer in meiner alten Gemeinde Bad Zwischenahn tätig war. Zwischendurch ist es ja interessant zu sehen, wie die Sache so vor Ort abläuft. Alles in allem hatten wir in unserem Wahllokal eine relativ (sagen wir einfach mal) brauchbare Wahlbeteiligung, sie muss so bei um die 65% gelegen haben, allerdings stehen die Gemeinden scheinbar in regem Kontakt zueinander, so dass man auch erfährt, was 20 Kilometer weiter in Oldenburg so passiert. Gegen 14 Uhr meldet jemand, die Beteiligung in Oldenburg wäre gerade erst bei 30% angelangt. Hossa! Gut, die Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen ist generell nicht so hoch und dieses mal wurde die Wahl in Niedersachsen auch sehr von der Wahl in Hessen überlagert. Also aus medialer Sicht, die Medien haben der Wahl in Hessen weit mehr bundespolitische Bedeutung beigemessen, als der in niedersachsen. Was nachvollziehbar ist, allerdings auch dazu führt, das viele nicht wissen, was sie im Wahllokal in Niedersachsen wollen, wenn sich offenkundig niemand für die Wahl interessiert. So wirkt es ja, wenn jegliche Berichterstattung über Landtagswahlen (und so war es die letzten Wochen) von Wiesbaden aus geführt wird. Jetzt weiß jeder, was der Koch für Pläne hat und vorallem, wer er ist. Die Frage nach der Funktion von Christian Wulf und seiner Parteienzugehörigkeit scheinen viele allerdings noch nicht so recht beantworten können. Dabei gilt er vielen in der CDU schon als Kandidat für das Kanzleramt. Demgmäß wird die geringe Wahlbeteiligung erklärbar. Leider habe ich kein Rezept in der Hand, wie man diesem Aufmerksamkeitsgefälle entgehen kann.
Lustig fand ich hingegen die Erklärungen für die schlechte Wahlbeteiligung in den Medien selbst. So erklärten dies einige Politologen mit den schlechten Wetter am Wahlsonntag. Ich glaube es hackt! Gut mag sein, das die Wahlbeteiligung deshalb so niedrig war aber mir kommt das trotzdem vor, wie eine billige Ausrede. Ich kann mir regelrecht vorstellen, wie empirische Forschung zu solchen Ergebnissen kommt. Da geht ein Meinungsforscher los und entwirft einen Fragebogen für Leute, die am Sonntag nicht zur Wahlgegangen sind. Da finden sich dann einige Fragen, unter anderem “Wenn Sie am Sonntag nicht zur Wahl gegangen sind, warum nicht?” und um die Menschen nicht zu überfordern, werden ein paar Antwortenmöglichkeiten gegeben Wie “Ich gehe grundsätzlich nicht wählen!”, “Ich glaube nicht, das ich durch die Wahl irgendetwas verändern kann!” oder “Bei Regen gehe ich nie aus dem Haus!”. Ein riesen Arschvoll Menschen wird sich für die letztere Alternative entscheiden, weil sie glauben sich opportun verhalten zu müssen, wenn irgendein Institut anruft (das klingt ja schon mal hochoffziell) und sie nach ihren Wahlgewohnheiten befragt. Das sie generell kein Interesse an der Demokratie haben wollen sie also nicht sagen, also sagen sie lieber:”Gestern war mir einfach nicht nach Wählen, nächstes Mal bestimmt wieder.”. Allerdings frage ich mich ernsthaft, wie irgendein Politologe solche Ergebnisse unreflektiert über den Äther schickt, wenn er nach der geringen Wahlbeteilung gefragt wird. Eigentlich sollte er die Ergebnisse wenigstens relativieren können und sagen: “Bei schlechtem Wetter gehen wohl die weniger an Politik interessierten Wähler seltener zur Wahl.” Was nicht heißt, das die Wahlbeiteilung niedriger war, weil das Wetter schlecht war, genauso könnte man nämlich auch postulieren: “Wenn was gutes in der Glotze läuft, dann gehen eher weniger Menschen zur Wahl.” und einen entsprechenden Fragenkatalog entwerfen, ein Call-Center beauftragen diesen bei den Wählern abzufragen und kann (bei entsprechender Wahl der Antwortmöglichkeiten, siehe oben), garantiert empirisch beweisen, das die Aussage stimmt. Die Wahlbeteiligung ist garantiert nicht des schlechten Wetters wegen so niedrig gewesen, sondern weil die Nicht-Wähler nicht an Politik interessiert sind.
Allerdings muss man da dann wieder ermitteln woran es liegt, dass die Nicht-Wähler kein Interesse an der Wahl, bzw. Politik hatten. Unter Umständen muss man dann die Politiker selbst in die Pflicht nehmen, das diese vielleicht nicht zu abgehoben regieren dürfen und die Bürger mehr einbinden müssten etc. Dann läuft man als Institut allerdings Gefahr, keine Aufträge mehr aus der Politik zu erhalten. Denn, die Kunden der Meinungsforschungsinstitute kommen überwiegend aus der Politik (und eher seltener aus der Ecke der Medien) in Form von Parteien und Politikern. Damit schließt sich der Kreis: Das Wetter war also nur schuld an der schlechten Wahlbeteiligung, weil die Politik in Deutschland nicht kritisiert werden möchte und lieber den Herr Gott für die geringe Wahlbeteilung verantwortlich macht, als selbst Fehler einzugestehen. Gut, ich polemisiere hier natürlich. Das ist mein gutes Recht und ein brauchbares Stilmittel. Wer den Zusammenhang zwischen Wetter und der Politik als Elfenbeinturm als absurd abqualifiziert, hat sicher recht, allerdings komme ich beim Lesen von Meldungen, wie:”Das Wetter ist schlecht, also gehen weniger Menschen zur Wahl.” nicht umhin genau diese ebenfalls als absurd zu deklarieren. Wenn die Wahlbeteiligung schlecht ist, dann habe die Leute einfach keinen Bock auf Politik. Nicht mehr, und nicht weniger.
Was mir während meiner Arbeit als Wahlhelfer aufgefallen ist, ist das überwiegend Ältere und junge Familien im Wahllokal aufschlagen. Warum ist bei diesen Menschen die Neigung zu wählen höher, als bei dem Rest der Welt? Bei den Älteren kann ich es schnell erklären. Vielen sind die Erfahrungen während oder kurz nach dem II. Weltkrieg sicher noch in Erinnerung. Für diese war die Demokratie ein Neuanfang nach den Wirren des Krieges, wobei der Neuanfang auch prima hingehauen hat, wenn man an die Wirtschaftswunderzeit der sechziger Jahre denkt. So scheint die Demokratie für viele Ältere (sicher nicht alle), auch wenn sie von außen aufgezwungen wurde, immer noch eng mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland verknüpft zu sein. Deshalb erfährt sie in dieser Altersschicht vermutlich mehr Zuspruch.
Bei den jungen Familien? Bin ich überfragt. Vielleicht sind junge Eltern generell mehr an Politik interessiert, weil sie sich ein soziales Geflecht um sicher herum wünschen (warum zeugt man sonst Kinder, von den Pannen einmal abgesehen) oder soziale Geflechte um sich herum eher wahrnehmen und versuchen es mit zu gestalten. Wobei man an meinen Erklärungsversuchen merkt, das sie so abstrakt sind, das ich selbst keine Ahnung habe, was junge Eltern so zahlreich zur Wahl getrieben hat. Vielleicht zelebrieren sie auch einfach nur einen kleinen Sonntagsspaziergang mit den Kindern und suchen sich als Ziel das Wahllokal. Getreu dem Motto:”Mal wieder raus und frische Luft, ist immer gut, was mit den Kindern unternehmen sowieso und wenn man dann noch kurz Wählen geht haben sogar alle was davon.” Oder sie wollen einfach nur gute Vorbilder für ihre Kinder sein, diesen “Verdacht” hatte ich auch zwei bis drei mal. Jetzt kommen die Soziologen unter euch. Aufgrund der Vorüberlegungen im letzten Absatz könnte man bezüglich der Wahlbeteiligung junger Eltern fragen:
“Sind Eltern deshalb eher geneigt zur Wahl zu gehen, weil sie sozialer eingestellt sind? Bzw. gehen sie deshalb zur Wahl, weil sie verantwortungsbewußter sind (die Verantwortung für die Kinder äußert sich in der Tatsache, das sie scheinbar gute Vorbilder sein möchten)?”

Kann man dann weiter behaupten:
“Nicht-Wähler sind weniger Verantwortungsbewußt und weniger sozial eingestellt (was das Wörtchen Asozial impliziert).”

Mischt man jetzt noch das Ergebnis der Wahl mit hinein, dann haben wir die Begründung, weswegen die Gesellschaft scheinbar immer weiter nach Links rückt (bei bei den Wahlen hat die Links.Partei ziemliche zuwächse erstritten). Offenbar sind solche Ergebnisse nur möglich, weil lediglich jene zur Wahl gehen, die ein ausgeprägteres Verantwortungsbewußtsein und Sozialverhalten an den Tag legen. Diese wählen aber tendenziell eher links.

Kaum zu übersehen, das ich gerade viel Zeit habe. Eigentlich wollte ich nur kurz ein Päuschen von der Lernerei einlegen und ich beschäftige mich wohl geradenur deshalb so umständlich mit Politik, um nicht wieder zurück an den Schreibtisch zu müssen. Vielleicht kann ich auch nur deshalb nicht lernen heute, weil das Wetter so schlecht ist…

Auf und ab, hü und hott…

Juli 09, 2007 Von: admin Kategorie: News Noch keine Kommentare →

“Es kommt so anders als man denkt…”, wohl war Herr Plewka. Und so passiert es auch bei mir gerade. Da hatte ich eigentlich geglaubt ein nettes, neues Betätigungsfeld als Gitarrist gefunden zu haben, mit Leuten die ihre Instrumente beherrschen und mit denen man auch auf der persönlichen Ebene gut auskommen kann und dann bricht die Kombo auch schon auseinander, weil zwei der Leute beruflich zu stark eingebunden sind. Schade, hätte wirklich etwas werden können, aber gut, so läuft es manchmal. Ich bleibe also weiter auf der Suche.

Was den Job angeht, werde ich diesen Monat wohl ziemlich viel um die Ohren haben, bedingt durch den Kultursommer. Aber es wird wohl auch wieder viel Interessantes dabei sein. Hab am Wochenende noch auf der FH-Party mitgearbeitet, was auch wieder Spass gemacht hat. Das war ein wirklich sehr junges Team. Aber ein netter Job.

Ansonsten beschäftige ich mich gerade viel mit den Gestaltungsaufträgen, die ich in den letzten Monaten übernommen habe. Einer nähert sich der Abschluss und kann glaube ich bald mal als Referenz herhalten, für weitere potenzielle Auftraggeber.

Tja, so schnell kann das gehen. Mal gerade ein halbes Jahr selbstständig und schon redet man wie ein alter Hase des Freiberufler Daseins. Was soll`s es geht voran.

Wieder viel zu tun

Juni 21, 2007 Von: admin Kategorie: News 1 Kommentar →

Ja, gerade noch herum genölt, in Oldenburg gäbe es keine Musikszene und kaum hat man eine Anzeige geschaltet, wird man mit Anfragen überschwemmt. Das war vor ein, zwei Jahren auch schon mal anders. Mittlerweile haben sich übrigens ein paar Jungs bei mir gemeldet, mit denen ich persönlich und musikalisch ganz gut auskomme, ich denke, hierauf werde ich mich jetzt konzentrieren und keiner weiteren Band beitreten (das wird dann zeitlich vielleicht zu eng). Aber ich hebe die Mails von den Leuten auf, die mir sonst noch so geschrieben haben und leite gegebenenfalls Anfragen weiter, wenn ich das Gefühl habe, zwei Interessenten gefunden zu haben, die zusammen passen müssten. Hier ist übrigens der Link zu der Band, in der ich mich jetzt engagiere:

www.bangleberries.de

Vielleicht schaffen wir es sogar, den Gig für den nächsten Monat in Angriff zu nehmen. Fände ich persönlich alles andere als schlecht, wenn ich mal wieder auf eine Bühne käme. Freu mich fast schon drauf. Die nächste Probe ist allem Anschein nach am Freitag und ich denke, bis Ende nächste Woche kann man seriöser Weise entscheiden, ob der Gig gespielt werden kann oder nicht (Sprich: bis dahin wird sich zeigen, ob wir genug Material aufbereiten können).

Und dann stehen gerade wieder Entscheidungen für die berufliche Zukunft an und wie immer häufen sie sich, wenn lange nichts passiert ist. Ich hatte vorletzte Woche gerade die Bewerbung für die Fern-Uni fertig gemacht, Zeugnis beglaubigen lassen und den Kram eingetütet, da rennt mir während der Arbeit Robert L. in die Arme, seines Zeichens Eigentümer eines großen P.A. Verleihs in Oldenburg und fragt (die Vorgeschichte verkürze ich jetzt mal), ob ich nicht bei ihm eine Ausbildung zum Veranstaltungstechniker machen will. Schwupps, schon muss ich mir wieder ein paar Gedanken mehr machen, um Themen, die ich eigentlich schon zu Ende gedacht hatte. Vom Bauch her würde ich sagen, ich sollte bei meiner Entscheidung bleiben. Nach fast einem Jahr merke ich nämlich, das die Jobs in der Veranstaltungsbranche nichts sind, was man bis zum Rentenalter machen kann, da muss man früher oder später den Absprung schaffen, oder die Karriereleiter schnell hinauffallen (eigenes Unternehmen, Festanstellung im Theater). Deshalb ist es wohl nicht schlecht noch etwas in der Hinterhand zu haben, wie zum Beispiel eine kleine Firma, mit der man auch Web- und Printdesign machen kann und vielleicht die ein oder andere Komposition. Außerdem nervt es mich schon länger, von einem Mini-Gehalt den Lebensunterhalt bestreiten zu müssen. Das hat sich zwar in den letzten Monaten spürbar verbessert, dennoch fällt es mir wahnsinnig schwer, jetzt plötzlich darauf zu verzichten, ganz besonders unter dem Gesichtspunkt, das ich dieses Jahr eventuell noch eine Wohnung kaufen möchte (wie realistisch das ist, vermag ich noch nicht abschließend zu sagen, den Termin mit der Bank habe ich erst nächste Woche Mittwoch, also drückt mir die Daumen).

Ich glaube, ich schiebe die Entscheidung irgendwie nur vor mich her, dennoch will ich mir bis Samstag nochmal ein paar Gedanken machen und dem Robert dann mal anrufen.

Heute Abend indes steht ein Treffen mit der Rammstein-Cover-Truppe “Herzleid” aus Bremen an. Die haben im nächsten Monat zwei Gigs geplant und brauchen dafür Pyrotechnik. Dabei sind sie an meinen All-Time-Favorit Geschäftspartner Sascha geraten, der mich umgehend verpflichtet hat, ihm zu helfen. Mach ich gern; ein wenig rumballern zwischendurch macht schon Spaß, und wenn die Truppe einen zuverlässigen und fleißigen Eindruck macht und tatsächlich plant, mehr zu unternehmen als diese zwei Gigs, dann werde ich nochmal einen Pyrotechniker Lehrgang ins Auge fassen. Eine Entscheidung darüber steht allerdings erst nach dem Kultursommer an (der Krams kostet nämlich auch nochmal über 1000 Euronen).

A propos Kultursommer. Ich muss jetzt erstmal bei Hertz in Oldenburg vorbei. Damit ich mit dem Herrn K. die Termine für den nächsten Monat durchsprechen kann. Soll ja niemand zu kurz kommen, der meine Arbeitskraft braucht.

Frustrierend!

Mai 27, 2007 Von: admin Kategorie: Sonstiges 3 Kommentare →

In dieser Stadt ist wirklich nichts los! Ganz besonders, wenn man mal wieder Musiker zusammen bekommen möchte, um das bißchen Freizeit, was einem so bleibt, mit sinnvoller Beschäftigung zu füllen. Klar, ich mache fast jede freie Minute Musik aber leider überwiegend am Rechner; mit ein paar Leuten im Proberaum ist halt schon spannender. Mein letztes Projekt liegt ja nun auf Eis, nachdem der Basser einen Hörsturz und der Drummer einen Motivationssturz erlitten haben.

Tja, vielleicht sollte ich mir einfach mal überlegen mir die Akustic-Klampfe zu schnappen, ein paar Folk-Songs drauf zu schaffen und durch die Kneipen zu tingeln. Leider bin ich dafür nicht Sänger genug. Geil wäre auch mal eine Combo, die Jazz-Klassiker in Punk und Hard-Rockversionen spielt, das fände ich noch lustig.

Naja, gut. Mir bleibt nichts als weiter zu suchen. Falls aber dennoch jemand auf der Suche nach einem Gitarristen oder Basser ist und zufällig aus dem Raum Oldenburg kommt, kann sich ruhig mal melden.

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