Dez 31 2008

Neue Klampfe

Es mußte einfach sein. Nachdem ich die letzten beiden Monate versucht habe verstärkt Aufnahmen zu machen, und Songs fertig zu stellen, die schon seit mehreren Monaten halbfertig in der Schublade lagen, war für mich klar, das ich meine alte Klampfe nicht mehr werde retten können. Jedenfalls nicht ohne ein halbes Vermögen für Material und einen qualifizierten Spezialisten aufzuwenden. Die Bünde sind runtergespielt, die Elektrik spinnt und sie hält die Stimmung nicht mehr (richtig bundrein war sie noch nie…). Es ist einigermaßen nervtötend mit einem solchen Instrument arbeiten zu müssen; es geht faktisch nicht. Also habe ich mir von meinen Eltern ein Ersatzgerät zu Weihnachten schenken lassen.

Natürlich sind meine Eltern nicht so vermögend, als das sie mir mal eben eine Gibson Les Paul schenken könnten und da ich im Augenblick auch nicht unbedingt der Krösus vom Dienst bin (also auch nicht viel beisteuern konnte), habe ich mal recherchiert, welche Hersteller im Anfängerbereich einen guten Ruf besitzen. Ich bin auf die schweizerische Firma Cort gestoßen. Die wohl hauptsächlich im Auftrag der Großen der Branche Gitarren baut. Das klang für mich reizvoll, denn das erfordert viel Erfahrung und Flexiblität. Heute Fender morgen Gibson und das bitte alles in Meisterqualität. Ich habe dann nach Kundenmeinungen gesucht und nach einem passenden Insturment, welches ich mir schenken lassen könnte. Thomann hatte die Cort Z42 Weinrot im Sortiment über die schon ein paar Erfahrungsberichte vorlagen. Ich habe es letztendlich drauf ankommen lassen, nicht zuletzt der 30-Tage-Money-Back-Option beim Händler meines Vertrauens wegen.

Verarbeitung und Spielgefühl

Mittlerweile habe ich die ersten Songs auf der neuen Klampfe gespielt und bin einigermaßen überrascht. Das Instrument kostet 210 € und ist dennoch ziemlich gut verarbeitet. Alles passgenau gefräßt. Die Saitenlage ist top und das Instrument an sich optimal eingestellt. Allein bei der Bundreinheit habe ich nochmal Hand angelegt, es wäre aber auch ohne diese Maßnahme gegangen. Das Spielgefühl war schon bei den ersten Tönen ziemlich wohlig und hat Lust auf mehr gemacht.

Elektronik

Die W42 kommt mit zwei Humbuckern, für die jeweils ein Lautstärkeregler verbaut wurde. Im Gegensatz zur klassischen Les Paul verfügt sie allerdings nur über einen Toneregler für beide Pick-Ups. Dieser ist allerdings wiederum ein Schalter und ermöglicht das Abschalten einer der Tonabnehmerspulen, so daß man auch über Singel-Coils verfügt. Nettes Gimmick, allerdings nichts für mich. Der Pick-Up-Wahlschalter erfüllt die selbe Funktion wie bei allen Les Paul Klampfen. Alles in allem eine Menge Soundmöglichkeiten für so wenig Geld. Einschränkend muss man aber sagen, das die Pick-Ups an sich etwas wenig “Dampf” haben. Die Ausgangsleistung kommt mir etwas zu gering vor.

Sound

Die Cort ist erheblich dünner als meine alte Klampfe. Ich vermute, das das den klanglichen Unterschied macht. Die W42 klingt wesentlich drahtiger und weniger “bauchig” als eine normale Les Paul. Was mich nicht weiter stört, denn das sorgt auch für mehr transparenz. Ausgeglichen ist der Sound aber allemal, so daß der Klang an sich geschmackssache bleibt. Sie klingt für mich nach einem Mittelding zwischen Tele und Les Paul.

Fazit

Ziemlich gutes Instrument. Die Verarbeitung und das Spielgefühl haben mich überzeugt. Ich habe schon weit mehr Geld für Instrumente bezahlt, die weitaus weniger gut zu bedienen waren. Der Sound ist ausgewogen und transparent, wenn auch nicht so wuchtig und für viele andere vielleicht zu drahtig. Dennoch, wenn Cort tatsächlich immer auf diesem Niveau produziert, dann kann man diesen Hersteller tatsächlich für Einsteiger empfehlen. Als Zweitinstrument oder als Übergangsklampfe (wie bei mir) kann man bei dem Preis nichts falsch machen.


Dez 18 2008

Metallgitarren

Phil von “Liquid Metal Guitars” hat das mit den Metalguitars ein wenig zu wörtlich genommen. Seine Firma stellt Gitarren her, die angeblich komplett aus Metall bestehen. Soundmässig müsste das ja eigentlich eine Wucht sein, je mehr Masse, desto satter der Sound. Augenscheinlich kommt es bei diesen Instrumenten aber wohl mehr auf das Finish an, als besonderer Effekt auf der Bühne. So bietet die Firma eine Vielzahl an verschiedenen Finishings an unter anderem Chrome und vorallem Gold.

Harley Davidson Candy Apple Paint

Liquid Metal Shining Custom

Hier ist das Begrüßungsvideo des Firmeninhabers von der Webseite:

via Joaquin


Nov 29 2008

Zeit für Metallica

Was passiert, wenn man einen Zeit Redakteur ein Review für ein Metallica-Album schreiben läßt? Zunächst einmal geht gar nichts, ohne auf Nietzsche und seine Liebe zur Musik Richard Wagners hinzuweise, der Metallszene einen ideologischen Überbau zu verleihen und der Subkultur metaphysische Züge anzudichten, um sie zu einer Glaubensgemeinschaft zu machen.

Zugegeben, sie haben sich alle Mühe gegeben, ich sag´s mal so: It´s only Rock´n´Roll…


Nov 14 2008

Autsch!

Ich wußte schon, weswegen ich so lange gezögert habe, mein SCT-8000 in die Reparatur zu geben. Das Mikro kostet neu circa 200 €, der Kostenvoranschlag, den ich gerade von Thomann bekommen habe, beläuft sich auf knapp 110 €. Naja, will ich mal wieder ein paar Aufnahmen machen, dann brauche ich ein entsprechendes Equimpment, insofern werde ich wohl kaum umhin kommen, dieses Geld aufzuwenden, wobei ich gerade heute morgen wieder gemerkt habe, wie dringend ich einen Kühlschrank brauche.

Es ist schon ein Kreuz mit der Ausrüstung, alles kostet Geld….naja, morgen noch einen kleinen Job und Montag weiß ich dann auch, wieviel ich im letzten Monat verdient habe.


Nov 6 2008

Star Wars A-Cappella

Der New Yorker John Williams war bis in die 1970 Jahre einer der bekanntesten und erfolgreichsten Komponisten, gerade was die Musiken für bekannte Filmtitel angeht. So stammt zum Beispiel das unverschämt einprägsame Indiana Jones Thema aus seiner Feder aber auch die Star Wars Musik ist von ihm.

Heute endeckt Joaquin die ultimative Huldigung seines Werkes. Corey Vidal hat seine ganz eigene Art gefunden diese Stücke zu interpretieren. Er macht daraus ein vierstimmiges A-Cappella Stück und singt die einezelnen Stimmen selbst. Nette Idee gut umgesetzt. Sehenswert.


Nov 4 2008

Selig!

Da bin ich seit des Kultursommers eigentlich schon aufgeregt, weil Jan Plewka mal wieder nach Oldenburg kommt und das auch noch direkt in die Kulturetage und jetzt stelle ich beim Surfen fest, das die alte Hamburger Kapelle für 2009 ein neues Album plant und die Jungs insofern gerade im Studio sind.

Plewka wird also am 20.11.2008 ein Konzert in der Kulturetage geben. Mit der Gruppe “Schwarz-Rote Heilsarmee” werden ein paar alte Rio Reiser Songs auf die Bühne gebracht. Ich muss es irgendwie schaffen an dem Tag zu arbeiten ohne arbeiten zu müsssen. Ah, oder ich bestell einfach mal eine Karte…

Vielleicht schaffen es ja auch die Black Crowes nochmal über den Teich mit ihrem neuen Album, dann bin ich wirklich Selig!


Sep 12 2008

Rockpalast!

Eine meiner absoluten Lieblingssendungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehen öffnet sein Archiv für Internet-Nutzer! Das ist mit Abstand eine der besten Nachrichten, die mich die letzten zwölf Monate erreicht hat. Eigentlich (so unkt der GEZ-Zahler) wird dies höchste Zeit, schließlich zahlen wir auch für Internet-Zugänge GEMA-Gebühren. Auch, wenn das Angebot zunächst nicht komplett ist, es soll stetig wachsen.

Ich kann mich jedenfalls nicht beklagen, dieser Nachmattig wird sicher wahnsinnig spannend und für den Rest der Woche ist auch noch genug Material zum Herumstöbern da. Hier ist der Link

via Joaquin


Sep 6 2008

Sauerei!

Normalerweise bin ich ja nicht der Typ, der anfängt zu heulen, wenn ich mir mal in den Finger schneide. Dummerweise ist es der Zeigefinger der Griffhand und das an einem Tag, wo ich endlich mal wieder Zeit gehabt hätte, ein paar Gitarren- und Bassspuren in den Rechner zu hacken. Ätzdend, mit Pflaster geht es nicht, ohne reißt die Wunde immer wieder auf und ich versaue mit die Instrumente. Naja, kann ja noch texten, Streicher und Bläser arrangieren oder, oder, oder….

Trotzdem blöd…


Jun 11 2008

Ich geb`s auf!

Ich für meinen Teil kann wohl noch so viel üben…ne, da komme ich in diesem Leben gewiss nicht mehr hin.

Wer war noch gleich Paul Gilbert? Einerlei, wenn er im Bandgefüge auch solche Sachen bringt ist das Ganze vermutlich ohnehin nicht sonderlich “entspannte” Musik.


Dez 22 2007

OpenSong

Mir ist heute ein Programm in die Hände gefallen, von der Art ich schon lange eines Suche. Wenn ich mich gelegentlich zurückziehe und die ein oder andere Nummer nur mit Gitarre und Gesang schmettere, dann habe ich gern ein Leadsheet der entsprechenden Nummer vor mir liegen. Also nur den Text mit passend darüber geschriebenen Akkordsymbolen. Diese zu erstellen war bisher immer etwas mühselig, wenn man dafür lediglich Word oder OpenOffice bemühte. Auch beim Schreiben von Songs finde ich es immer wieder angenehm, den Text mit Akkordsymbolen in gedruckter Form vor mir zu sehen, wenn ich Arrangiere oder einfach etwas übe und an einer Nummer herumfeile. Gefunden hatte ich bisher nie ein Programm, welches dabei behilflich sein kann, zum Selbstschreiben fehlte mir bisher Know-How, Zeit und Nerven.
Jedenfalls bin ich heute auf OpenSong aufmerksam geworden. Dieses kleine Freeware Tool gehört wohl auf jeden Musikrechner. Das Programm unterstütz einen sehr zuverlässig, beim Erstellen dieser Leadsheets. Dabei wird einfach beim Eingeben der Daten vor jeder Textzeile ein Leerzeichen gelassen und vor jeder Zeile mit Akkordsymbolen ein Punkt gesetzt. Strukturiert werden kann das Ganze dann mit Hilfe von ‘Sections’, diese werden in eckige Klammern gesetzt und beim Ausdruck dann passend hervorgehoben. Sind die Daten erst einmal eingegeben, dann kann man die entsprechenden Songs relativ einfach transponieren. Eigentlich ist das Programm wohl gedacht, um einen Teleprompter zu ersetzen, denn ausgegeben werden können die Texte dann auch (allerdings ohne Akkordsymbole) in einer Art Slideshow (ein zweiter Monitor wird dabei unterstützt), bei der man sich dann durch drücken einer Taste durch den Text wühlen kann. Vielleicht etwas für die älteren Semester, wenn das Gedächtnis nicht mehr so will, wie man selbst meint

Ich habe mal das Erstellen eines Leadsheets an einem meiner Songs durchexerziert. Ich habe lieber ein eigenes Stück genommen, um hier keinen Stress mit Urheberrechtsverletzungen zu bekommen. Hier ist das Ergebnis und für meine Begriffe schon recht ordentlich.