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Free! Music!

Juli 01, 2010 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Die Musikpiraten veranstalten auch dieses Jahr wieder ihren Musikwettbewerb für CC-Lizensierte Musik. Der Musikpiraten eV ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der Verbreitung von lizenzfreier Musik verschrieben hat. Der Musikwettbewerb soll CC-Musiker in der Breite bekannter machen.
Die Teilnahmebedingungen sind denkbar einfach: Jeder, der seine Musik unter CC-Lizenz veröffentlicht, kann teilnehmen. Die teilnehmenden Werke werden von einer Jury begutachtet und haben die Chance auf dem Free! Music!-Sampler zu landen. Dieser wird nach Ende des Wettbewerbs im Oktober als kostenloser Download angeboten bzw. kann als gepresste CD bezogen werden. Der Wettbewerb soll mit einem großen Konzert in Wiesbaden enden auf dem auch die CC-Künstler spielen sollen.

Mehr Infos gibt´s auf den Wettbewerbsseiten selbst oder hier.

Jaaa!

Januar 17, 2010 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

CoverDie Winterpause ist beendet. Das ist allerdings nicht der Grund der Freude, vielmehr ein Grund, genervt zu sein; jetzt drängt wieder das Studium. Grund der Freude, eigentlich ist es eher Erleichterung, ist vielmehr der Umstand, das ich die Winterpause genutzt habe, um endlich ein paar Songs fertig zu machen, die schon seit geraumer Zeit auf ihre Vollendung warten (oder zumindest mal neu eingespielt werden mußten). Die Arbeit war derart Zeitinitensiv, das ich zwischenzeitlich überhaupt nicht mehr mit der Außenwelt kommuniziert habe. Gerade noch per Mail war ich hin und wieder erreichbar. Den Jahreswechsel habe ich auch nur am Rande erlebt, als ich aufmerkte, da draußen der dritte Weltkrieg losbrach. Die Nachbarn schienen aber ihren Spaß gehabt zu haben.

A propos: Nachbarn. In den letzten drei Wochen fiel mir auf, das ich beim Verlassen der Wohnung immer häufiger mit einem teils freundlichem, teils mitleidigem Lächeln bedacht wurde. Ob ich da beim Einträllern zwischendurch das Fenster offen gelassen habe? Zugegeben, einige Gesangsparts müssen ohne die Instrumentalbegleitung einigermaßen skuril gewirkt haben (vgl: “Eier! Oh!”). Sei´s drum, am Gesang wird es nicht gelegen haben, wenn die Aufnahmen nicht immer so klingen, wie ich mir das vorgestellt habe. Vielmehr war ich aus Rücksicht auf die Mitbewohner gezwungen, die Lautstärke insbesondere beim Mischen schön gering zu halten. Hoffentlich kommen die Songs dennoch einigermaßen zur Geltung. Im Zweifel einfach die Lautstärke runter drehen, dann entspricht es wieder der Mixingsituation.

Nachdem ich gestern Vormittag die letzten Feinheiten an zwei, drei Songs gemacht habe, bin ich nun der Meinung, das ich fertig bin. Wobei man eigentlich nicht von fertig reden kann, ich habe nur einfach keine Zeit mehr. Am 25. muß ich noch eine Ausarbeitung für ein Referat im Februar abgeben; das ist dann das Folgeprojekt für die nächsten zwei Wochen.

Hier also erstmal acht fluffige Songs aus der Hexenküche. Downloadmöglichkeiten folgen vermutlich im Laufe dieser Woche und zwar hier. Kleiner Tip für alle, die nach den ersten beiden Nummern schon erschlagen werden: Ab der vierten Nummer wird es insgesamt popiger.

1. Gib laut – Text

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2. Zimmer frei – Text

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3. Sie ist – Text

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4. Was ging – Text

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5. Sei so frei – Text

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6. Terror ist – Text

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7. Eier – Text

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8. Lauf der Zeit – Text

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Ach und, erspart mir fragen, was mit den Texten gemeint ist. Wenn ihr einen Text nicht versteht, seid ihr prinzipiell nicht allein mit dem Problem.

Update: Downloads sind jetzt verfügbar.

Drum-Programming Teil IV: erstmal Ideen

November 26, 2009 Von: admin Kategorie: Arrangement, Rhythmik, Tips und Tricks, VST und DX Effekte, Virtuelle Instrumente 3 Kommentare →

Unser kleines Tutorial gewinnt an Fahrt. Wir haben uns ein wenig theoretisches Hintergrundwissen angeeignet, wobei wir kurz über das Schlagzeug gesprochen, den Drummer als Musiker kennengelernt und kurz einen Ausflug in die MIDI-Welt unternommen haben. Jetzt versuchen wir das Ganze sinnvoll zusammen zu fügen. Machen wir endlich Musik!

Wir brauchen Bass!

Um den ganzen Prozess möglichst anschaulich zu halten, habe ich mir gedacht, das ich einen kleinen Tutorialsong schreibe, an dem wir das Programmieren der Drums beoabachten können. Als Ausgangspunkt dient mir folgender Basslauf:

Tutorialsong Bassline Takt 1 und 2

Tutorialsong Bassline Takt 1 und 2

Tutorialsong Bassline Takt 3 und 4

Tutorialsong Bassline Takt 3 und 4

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Ein durchaus anspruchsvoller Basslauf und eigentlich eine Spur zu aufdringlich für einen richtigen Popsong; er soll mir dennoch als Strophenpart dienen. Beginnen wir also zunächst damit die Strophe auszuarrangieren (Wirklich wahr, ich beginne nie mit dem Intro…).

Hände hoch!

Bei allem, was wir bisher über die Drums gelernt haben, stellt sich zunächst die Frage, welchen Automatismus wir für die beiden Hände wählen wollen. Wir kennen ja schon ein paar und können sie jetzt einfach ausprobieren und mal schauen, welcher uns am besten gefällt.

Der Einfachste besteht nur aus einer Achtelfigur auf der HiHat und Snareschlägen auf der 2 und 4.

Einfachster Automatismus für die beiden Hände

Einfachster Automatismus für die beiden Hände

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Da ich immer bemüht bin, möglichst viel selbst über das Keyboard einzuspielen, kommt mir das Herangehen über Automatismen sehr zu Pass. Die Figur oben läßt sich prima auch am Keyboard so einspielen. Eine Hand spielt die HiHat-Figur, die Andere bedient die Snare (-taste).

Ich achte beim Einspielen sehr auf die Anschlagsdynamik der einzelnen Töne. Im Soundbeispiel habe ich diese nach dem Einspielen auch noch nachbearbeitet, da mir der Dynamikumfang meines Keyboards nicht ausreichte. Achtet mal darauf: Alle HiHat-Schläge auf den “Und”-Zählzeiten sind deutlich leiser. Ob es an einem normalen Schlagzeug auch so klingen würde oder ob ein echter Schlagzeuger auch so penibel wäre, sei mal dahingestellt. Es macht beim Hören aber einen deutlischen Unterschied. Es ist so, das die meisten virtuellen Instrumente bei ähnlich starken Anschlägen immer den selben Sound abspielen und nur die Ausgangslautstärke dieser Sounds etwas anpassen. Das ist auf dauer sehr ermüdend, eine gewisse Bandbrreite bei den hörbaren Sounds macht wirklich eine Menge aus.

Das Pattern oben ist natürlich einigermaßen albern, wenn man sich vor Augen führt, wie komplex der Basslauf dazu sein soll. Dennoch, die obige Figur findet sich in schier endlosen Schlagzeugbegleitungen land auf, land ab. Viele Schlagzeuger leiten auch immer wieder von dieser Figur ab und varieren sie. Also unbedingt einprägen.

Mach wir es etwas spannender und fügen ein paar Taps hinzu:

Takt 1-2 mit Taps

Takt 1-2 mit Taps

Takt 3-4 mit Taps

Takt 3-4 mit Taps

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Auch hier habe ich wieder sehr auf die Lautstärke der Schläge geachtet. Die Taps sind fast nicht hörbar, aber eben nur fast. Die Snare Taps habe ich einfach dazu aufgenommen und nicht die Figur nochmal neu eingespielt. In diesem Fall einfach Bequemlichkeit, manchmal stößt man aber an die Grenzen, wenn man nur mit einem Keyboard arbeiten kann. Wir nehmen diese Figur als Grundgerüst und fügen die Base hinzu.

Bumms!

Beim Ausarbeiten einer Figur für die Base habe ich mich an der Basslinie orientiert und eine eher dezente Figur genommen. Der Basslauf in dem Ganzen wird eine tragende Rolle spielen und dem Schlagzeug kommt die Funktion zu, diese Rolle zu stützen. Man hört es dem Basslauf sofort an, das der erste Schlag in jedem Takt für die Linie einigermaßen wichtig ist. Also setzen wir auch hier einen Kick. Um etwas Abwechslung zu schaffen spielt die Base in jedem ersten Takt den Auftakt auf der “4 und” mit. Das sieht dann in etwa so aus:

wenige Schläge für die Base

wenige Schläge für die Base

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Auch die Basedrumfigur habe ich einfach mal dazu gespielt, ebenfalls aus Bequemlichkeit. Den Aufwand mit dem händisch Einspielen mache ich mir übrigens, damit es etwas näher an einen echten Drummer kommt. So genau, wie es der Sequenzer abspielen würde, wenn man die Noten einfach setzt, spielt numal niemand. Es klingt auch wesentlich natürlicher, wenn Anschläge auf mehreren Instrumenten nicht genau zur selben Zeit erfolgen. Der leichte Versatz läßt es etwas natürlicher klingen.

Im letzten Takt des Hörbeispiels kam schon der Arrangeur in mir durch. Ich habe gleich eine kleine Variation entworfen, die die Strukturen etwas auflockern sollte. Es schaut so aus:

Das erste kleine Break. Nur durch Verändern der Bassfigur

Das erste kleine Break. Nur durch Verändern der Bassfigur

Hier spielen die Drums etwas gegen die Bassfigur, erlaubt ist was gefällt. Ob es mir auch im Laufe der Arbeit am Song noch gefällt wird sich zeigen.

Beim Setzen von Breaks kann man sich gut an der “8-taktigen Periode orientieren”. Hier geht es zwar eigentlich um Harmonielehre, das Prinzip ist aber gut übertragbar. Die Regel der 8-taktigen Periode besagt einfach, das nach vier Takten harmonisch die Dominante zu stehen hat und am Ende des achten die Tonika. Es geht hier natürlich nicht um Harmonien. Mir geht es nur um die Aufteilung der Takte und die Struktur, die damit erzeugt wird. Oft teile ich den Song in Blöcken à 8 Takte ein. Wobei in jedem vierten Takt ein kleines, in jedem Achten Takt ein umfangreicheres Break kommt. Das dient Natürlich nur der Orientierung, hilft aber dem Song etwas Struktur zu verleihen. Wenn es paßt, durchbricht man das Schema einfach.

Zusammen!

Hören wir uns die ersten acht Takte der Komposition mal an. Bass und Schlagzeug zusammen. Ohne Schnörkel, grob zusammen gemischt. Als Groove kann man es fast schon so lassen, als Song natürlich nicht. Dazu fehlen die gerade angesprochenen Breaks, Beckenschläge etc. Als Ausgangspunkt für die Strophe ist es aber schon mal gekauft:

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Kurz in die Welt gerufen

November 19, 2009 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Nachdem ich mich jetzt anderthalb Stunden mit meinem Sequencer herumgeplagt und mich geärgert habe, weswegen er ein bestimmtes Projekt nicht abmischen wollte, habe ich die Lösung nun gefunden. Und da ich meinen Mitmenschen solch nervige Eskapaden von Anwendungssoftware ersparen möchte, hier kurz mein Tip:

Wenn Cakewalk Sonar irgendwann mal aus heiterem Himmel den Export oder das Abmischen von Projekten mit Verweis auf zu wenig Arbeitsspeicher verweigert, schaut mal kurz, ob vielleicht die ASIO-Treiber gerade mit sehr geringer Latenz arbeiten. Die Lösung kann sein, die Latenzzeit auf 100 ms zu stellen.

Offenbar kompensiert die ASIO-Architektur Rechenleistung mit massivem Speichereinsatz (bzw. die Hersteller der Soundkarten, beim Programmieren der ASIO-Treiber). Und die Informatiker unter euch wissen jetzt zum Einen, weswegen ich die Prüfung “Theoretische Informatik” vor mir herschiebe und zum Anderen, wie dämlich ich mir vorkomme, nachdem ich das Problem gelöst hatte. Die begrenzte Austauschbarkeit von Rechenleistung durch Speicherplatz ist eigentlich eine der wichtigsten Erkenntnisse, die man nach dem Studium der “Theoretischen Informatik” internalisiert haben sollte. Jetzt habe ich es glaube ich begriffen.

Wer so alles meine Musik hört

August 13, 2009 Von: admin Kategorie: Allgemein Noch keine Kommentare →

Da war ich heut seid langem mal wieder auf Jamendo, um einen Song hoch zu laden, da erreicht mich auch schon die Nachricht von einem 15 jährigen Video Künstler. Er hat einen meiner Songs für ein kleines Video verbraten und es auf Youtube gepackt. Ich enthalte mich jedweiger Kritik und verlinke einfach mal das Video, es hat mich nämlich gefreut, das jemand Verwendung für die Nummer hat.

Paul Simon : Graceland / Call me Al

April 21, 2009 Von: admin Kategorie: Sonstige Noch keine Kommentare →

Die scheinen Ausschnitte aus dem Konzert in Südafrika zu sein, in dessen Vorfeld sich Paul Simon Morddrohungen eingehandelt haben soll, da er die Kultur der Schwarzne in Südafrika mißbraucht haben soll, um Geld zu verdienen. Die Leute in dem Video wirken nicht, als fühlten sie sich verkauft und GEkauft waren sie sicher auch nicht, bei der Masse. Hier das Video:

Da war doch was

April 19, 2009 Von: admin Kategorie: Sonstige Noch keine Kommentare →

Es gab da mal so einen Werbespot für die Fahrzeuge eines bekannten, mittlerweile am Rand der Insolvenz befindlichen deutschen Autoherstellers aus Rüsselsheim (Nur zu paraphrasieren ist manchmal echt nervtötend. Ich meine die Werbung von Opel…) Da lief immer so eine lustige Punkversion von Louis Armstrongs “What a wonderful world” im Hintergrund. Heute habe ich den Song wiedergefunden. Eine Coverversion von den Ramones:

Blues Traveler : The Hook

April 17, 2009 Von: admin Kategorie: Blues Traveler, Videos Noch keine Kommentare →

Dieser Song ist zwar instrumental gesehen nichts, was einen vom Hocker hauen würde (von dem Harp-Solo einmal abgesehen), dafür kommt hier Poppers Gesang einmal mehr ganz besonders zur Geltung. Den Song unbedingt bis zur Bridge durchhören!

Blues Traveler : Run Around

April 15, 2009 Von: admin Kategorie: Blues Traveler, Videos Noch keine Kommentare →

Youtube hält doch immer wieder die ein oder andere Überraschung parat. Heute bin ich über das Video zu einem meiner Lieblingssongs einer meiner Lieblingsbands gestolpert. Seht selbst:

Mehr Infos zur Band gibt`s übrigens hier.

Drum-Programming Teil III: MIDI

April 14, 2009 Von: admin Kategorie: Arrangement, Rhythmik, Virtuelle Instrumente 2 Kommentare →

Ich weiß, lange habt ihr warten müssen, nun aber geht es weiter mit dem Drum-Programming.

Wir haben uns bisher mit dem Schlagzeug als solchem und dem Schlagzeuger als Instrumentalisten beschäftigt. Eine wichtige Sache haben wir bereits gelernt: Automatismen. Daran werden wir anknüpfen, und weiter daran arbeiten, eine schöne Schlagzeugkomposition auf die Beine zu stellen. Gleich, nachdem wir uns ein wenig über das Technische in Bezug auf das Arrangieren am Rechner informiert haben.

Der Sequenzer und Plug-Ins

Seit die Entwicklung im Bereich der Computermusik an Fahrt gewonnen hat, verzichten viele auf die Anschaffung von separaten Drumcomputern, und erledigen die Arbeit direkt im Sequenzer ihrer Wahl. Diese Wahl fiel bei mir irgendwann auf Cakewalk Sonar aus dem Hause Twelve Tone. Mittlerweile liegt es in der Version 6 vor und ist eine ziemlich brauchbare Engine für die Musikproduktion. Aus Mangel an Moneten arbeite ich allerdings noch mit der Version 5. Ich denke aber, das Programmieren von Drums erfolgt auf den einschlägigen Systemen ziemlich ähnlich. So sollte es auch kein Problem sein Cubase oder Logic zu benutzen. Je nachdem, womit man am besten zurecht kommt.

Die Klangerzeugung läuft dabei (meist) über sogenannte Virtuelle Instrumente, in Form von Plug-Ins, die über eine standardisierte Schnittstelle in das System eingebunden werden. Ich sage meist, da es auch viele Hardware Synthesiser gibt, die für die Produktion herhalten können. Teilweise befinden sich diese Synthies direkt auf den Soundkarten. Da Hardware allerdings nicht so flexibel ist wie Software (insbesondere, was das Einspeisen neuer Sounds angeht), nehmen auch Hardware Synthesiser immer mehr an Bedeutung ab. Unter Sonar war es lange Zeit üblich (bzw. nur möglich) Plug-Ins im Windows eigenen Direkt X Format zu benutzen. Cubase und Logic benutzen dagegen überwiegend den VST-Standard aus dem Hause Steinberg. Seit der (ich glaube) vierten Version von Sonar ist allerdings ein Einbinden von VST-Effekten und Instrumenten im VST-Format völlig unproblematisch geworden. Ein weiterer bekannter Standard ist RTAS, das aus dem ProTools Dunstkreis stammt. ProTools ist, im Gegensatz zu den anderen drei Systemen, keine reine Softwarelösung, sondern an bestimmte Hardware gekoppelt und war für kleinere Studios lange Zeit das System der Wahl, weil sich damit schon früh sehr gute Soundergebnisse realisieren ließen. Mit steigender Rechnerkapazität hat dieses (Hybrid-) System allerdings ebenfalls an Bedeutung verloren. Zudem ist der Markt mittlerweile derart groß und qualitativ gut; die reine Konzentration auf nur ein Produkt scheint dieser Tage eigentlich nicht mehr angebracht.

Was aber macht man mit einem Sequenzer und was ist MIDI?

Der Sequenzer unterstützt uns bei der Entwicklung des Arrangements für eine Komposition. Ursprünglich dienten sie wohl nur dazu, MIDI-Daten darzustellen und zu bearbeiten. Mittlerweile sind die meisten Sequenzer über dieses Stadium längst hinaus und können auch Audio-Daten in allen möglichen Formaten bearbeiten. Daneben wird auch die Einbindung von Video immer wichtiger, um zum Beispiel Werbeclips zu vertonen.
MIDI und Audio Daten können dabei auf einzelne Spuren verteilt aufgenommen, bearbeitet, mit Effekten versehen und hinterher abgemischt werden. Sie sind also virutelle Studios oder Mehrspurbandmaschinen, die mit allerlei Werkzeugen ausgestattet sind, um das aufgenommene Material zu manipulieren. Schneiden, verschieben, Tonhöhen und Timingkorrektur etc sind mittlerweile eigentlich Standard. Für die Programmierung von Schlagzeugen sind für uns allerdings zunächst mal die MIDI Eigenschaften unseres Softwarestudios von Belang.

Die Verarbeitung von Audio Signalen kann man grob in zwei Kategorien einteilen. Zum einen wäre da das sogenannte Sampling. Von Sampling spricht man, wenn ein Audiosignal abgetastet und in digitale Daten übertragen wird. Die Daten liegen dann meist in einem .wav oder ähnlichen Format vor. Eine andere Variante ist es, MIDI-Daten aufzuzeichnen. MIDI-Daten enthalten nur Informationen, die es einem Synthesizer zu Steuern, dieser erzeugt dann auch den Informationen wieder die Klänge. Im Gegensatz zum Audio-Material können MIDI-Daten nicht ohne einen Synthesiser abgespielt werden. Sie enthalten im wesentlichen Daten darüber, wann welche Note, wie stark angeschlagen wurde und wie lange sie gehalten werden soll. Aus diesen Informationen generiert der Synth dann einen Klang, der abhängig von dem verwendeten Instrument ist. So lassen sich verschiedene Klänge laden (meist verschiedene Instrumente) und über den MIDI-Standard steuern. Der MIDI Standard ist bereits verflucht alt und schon zig mal totgesagt worden. Ich für meinen Teil komme nicht mehr ohne aus.
Die hauptsächlich verwendeten Informationen zerfallen dabei in Tonhöhe, Anschlagstärke (Velocity) und Zeitpunkt. Aufgezeichnet werden dabei sogenannte Note-On und Note-Off Befehle aus denen sich  die Länge der gespielten Note errechnen läßt. (Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Daten, die das MIDI-Protokoll verarbeitet. Diese sind für die Programmierung allerdings nicht so wichtig oder werden ohne Zutun des Anwenders erzeugt und berechnet).

Was machen wir mit diesem Wissen?

Nun stellt sich die Frage, was Tonhöhen bei einem Schlagzeug sollen. Das Anfang und Ende eines Events gespeichert werden, leuchtet ja noch ein aber Tonhöhen bei perkussiven Instrumenten? Bei den gespielten Tönen im MIDI-Standard handelt es sich aber um kaum mehr als eine Reihe von Schaltern, die den Synthesizer veranlassen bestimmte Töne wieder zu geben. Es spielt also für unsere Zwecke keine entscheidende Rolle, welche Information ursprünglich gespeichert werden sollten. Die Töne werden einfach den Instrumenten des Schagzeugs zugeordnet und diese entsprechend wiedergeben.  Welche Töne, welchem Instrument zugeordnet sind, lässt sich auf der Seite midi-kompendium nachschauen. Für uns hat die Tatsache, wie per MIDI der Synthesizer gesteuert wird eine wichtige Erkenntnis. Wir können unsere Automatismen nämlich leicht variieren, indem wir das “Transponieren Tool” des Sequenzers unserer Wahl benutzen. Ein Pattern klingt plötzlich ganz anders, wenn die Osszinato-Figur statt auf der HiHat auf dem Ride-Becken oder den Toms gespielt wird. Wir brauchen die Figur dafür lediglich entsprechend zu transponieren, ganz ohne die gesamte Figur neu zu erstellen. Darum wird sich dann der vierte Teil der Serie drehen. Ideen sammeln und das ganze musikalisch ausgestalten.

Hier geht es weiter zum vierten Teil.

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