Okt 23 2009

Spannende Geschichte

Eine spannende Geschichte, wie neue Medien auf die Willensbildung wirken und sogar übermächtig wirkende Pharmakonzerne zum Einlenken bringen können. In diesem Fall hat es eines 104 Zeichen langen Tweets bedurft, um eine gerichtliche Verfügung zu umgehen und der Presse zu ermöglichen über einen Fall zu berichten, der eigentlich unter den Teppich gekehrt werden sollte. Leider spielt das Stück in London; Berlin wäre mir lieber gewesen.


Okt 9 2009

Hossa!

Wir haben da ja noch eine Tochter! Das werden sich die Banker bei der HSH gedacht haben. Ist aber ja auch immer ein Kreuz mit den ganzen Verflechtungen in der Wirtschaft. “Ist das meine, ist das deine Firma?”, werden wohl Unterhaltungen an der Cocktailbar lauten, nicht nur, weil gerade reihenweise Firmen pleite gehen und ihre Besitzer wechseln. Nein, manchmal sind unsere Finanzchaoten einfach nur zu blöd mal eben in die eigenen Bücher zu schauen:

Darüber hinaus nannte die HSH Nordbank am Mittwoch nur wenige Details. In Finanzkreisen hieß es allerdings, die interne Revision der Bank habe im Juni bemerkt, dass die HSH eine Tochtergesellschaft auf den Kanalinseln habe, von deren Existenz das Management nichts wusste.

Da wundert es mich gar nicht, wo diese Krise her kommt. Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ruhig auch mal die eigenen Bücher.

via FeFe.


Sep 24 2009

Und alle so Yeaah!

Nachdem Jonny diese Collage mit Kanzlerstimme und Yeaahs, bis zum Abwinken ins Netz gestellt gestellt hatte, konnte ich mich dem Joke auch nicht mehr entziehen. Dieses Nummer lädt aber auch geradezu dazu ein irgendwelchen Blödsinn damit anzustellen. Das kann man sogar präsentieren, also bitte: Alle so: Yeaah!

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Sep 6 2009

CxU

Das man bei der schwarzen Pest nicht von einer demokratischen Partei zu reden braucht, ist in diesem Wahlkampf ja schon häufiger zu Tage getreten, das der Rüdigers sich aber plötzlich als knallharter Rassist herausstellt war mir neu. Es geht offenbar um die Schließung der Nokia-Werke in Bochum und deren Verlagerung nach Rumänien. Da Rumänien im Augenblick mehr Staatsbeihilfen für Industriearbeitsplätze zahlt als Deutschland, ist für Jürgi Rütt klar:

“Die kriegen die Produktion in Rumänien nicht in den Griff. (…) In Rumänien kommen die Arbeiter nicht wie unsere Arbeitnehmer hier in Nordrhein-Westfalen morgens um sieben Uhr und bleiben solange wie der Betrieb ist. Und wenn’s sein muss, machen sie auch noch Überstunden. Die kommen, wann sie wollen und gehen, wann sie wollen und deshalb kriegen sie auch die Handys nicht mehr zusammengebaut.”

Die sind alle faul und unzuverlässig! Stellt sich nur die Frage, woher er das weiß. Der beschäftigt bestimmt ein paar Rumänen für die Gartenarbeit. Die Süddeutsche schreibt weiter dazu:

Er habe sich mit seinen Äußerungen vor die nordrhein-westfälischen Arbeitnehmer gestellt, deren Leistungen weltweit anerkannt seien. Sie hätten durch falsche Entscheidungen von Konzernzentralen ihren Arbeitsplatz verloren.

Salopp formuliert kann ich nur sage: “Das kann er also auch nicht!” Wenn es tatsächlich seine Absicht gewesen sein sollte, sich vor die Arbeiter in Bochum zu stellen, hätte er das tun können, indem er während der Rede das sagt, was er erst hinterher zu Protokoll gibt.  Oder ist das nicht griffig genug? Nicht Wahlkampf tauglich? Reicht die nüchterne Feststellung, die Leute in Bochum haben sich nichts vorzuwerfen nicht aus, um seine Solidarität zu erklären? Wohl nicht in Wahlkampfzeiten. Nächste Woche schlagen NPD und DVU in den Medien auf und hetzen gegen Rumänen mit dem Verweis, der Landesvater macht es ja auch.


Aug 17 2009

Wahlplakatsatire

Eines der besten Wahlplakatssatiren, die ich je gesehen habe. Das kann ich euch nicht vorenthalten:

cduserious auf Flickr – Fotosharing!.


Aug 13 2009

Wer so alles meine Musik hört

Da war ich heut seid langem mal wieder auf Jamendo, um einen Song hoch zu laden, da erreicht mich auch schon die Nachricht von einem 15 jährigen Video Künstler. Er hat einen meiner Songs für ein kleines Video verbraten und es auf Youtube gepackt. Ich enthalte mich jedweiger Kritik und verlinke einfach mal das Video, es hat mich nämlich gefreut, das jemand Verwendung für die Nummer hat.


Aug 9 2009

OSZE schickt Wahlbeobachter

OSZE schickt Wahlbeobachter – Politik – sueddeutsche.de.

OSZE begutachtet Wahl-Stopp für Pauli-Partei – Spiegel

*seufz*


Aug 7 2009

Sicherheit total | ZEIT ONLINE

Was ist denn bei der “Zeit” los? Nicht, das ich nicht hin- und wieder auch zu der hamburger Wochenzeitschrift greifen würde, aber eigentlich neigen die Zeit Autoren eher zu hoch elitären Exessen, als das sie mal in anschaulichen Worten Zustände und Zusammenhänge darlegen würden. Umso erfreulicher ist der Artikel, der mir heute in die Hände fällt. Anschaulich und flott geschrieben, ohne verfälschend knapp zu sein. Ein nettes Stück über das Thema “Sicherheit versus Freiheit”.

Staatliche Überwachung: Sicherheit total | ZEIT ONLINE.

Mehr davon.


Aug 4 2009

Weil sie zu blöd sind…

Da schreibe ich mir wochenlang die Finger wund; lese jeden Fetzen aus zumindest halbwegs seriösen oder unterhaltsamen Quellen und wähne schon den Untergang des Abendlandes herbei und dann das: Das Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten wird aller Voraussicht nach ein paar Formfehler wegen nicht in Kraft treten. Recht so, nur erklär mir bitte jemand, wie ich angesichts eines solchen Desasters die gesetzgebenden Organe in Deutschland auch nur noch ansatzweise ernst nehmen soll.

Trollhaus!!!


Aug 2 2009

Es darf Spekuliert werden!

Da mach ich doch mit! Wenn schon der Friesinger Rechtsanwalt Stadler mit Spekulationen über die neuesten Merkwürdigkeiten im Verfahren um die Internetsperren aufwartet, dann darf mein Senf natürlich auch nicht fehlen. Seiner Meinung nach wird die Warteschleife über Brüssel nur geflogen, damit das BKA mehr Zeit hat, um ein paar Seiten ausfindig zu machen, die man überhaupt sperren könnte. Viel zu kompliziert! Es ging und geht wie bisher auch nur um die Wahl im September. Das würde ich vermuten.

Folgendes Szenario: Im Berliner Familienministerium ist in der letzten Woche aufgefallen, das dem Gesetz noch die Unterschrift vom Bundespräsidenten Köhler fehlt. Um nicht die Katze im Sack zu kaufen, ist einer der Abteilungsleiter auf die Idee gekommen, mal ganz unverfänglich und auf dem kurzen Dienstweg im Bundespräsidialamt nachzufragen, wie die Chancen stehen, das das Gesetz pünktlich zum 1.08. unterzeichnet werden wird. Nachdem am anderen Ende der Leitung jemand 15 Minuten in schallendes Gelächter ausgebrochen war, dämmerte es ein paar Straßen weiter in Berlin einem emsigen politischen Beamten, das die Hürde “Bundespräsident” vielleicht doch etwas höher ist, als bisher Kalkuliert. Damit sich die Bundesfamilienministerin nicht ihren Wahlkampfauftakt versaut, indem sie sich knappe 7 Wochen vor der Wahl eine saftige Schelte aus dem Schloss Bellevue abholt, setze man sich zusammen und beschloss: “Wir sehen mal zu, das wir die Schelte erst nach der Wahl bekommen.” Dann muss Super-Uschie sich im Wahlkampf nicht mit den Niederungen des Grundgesetzes auseinandersetzen und den Menschen reihenweise erklären, warum man soviel gesetzgeberische Inkompetenz in die gesetzgebenden Organe wählen sollte. Nach der Schlappe mit der Wurfprämie für Akademiker, (Die in der Sache richtig ist, aber eben nicht binnen eines Jahres wirken und also auch nicht ihr Erfolg gewesen sein kann. Was sie uns glauben machen wollte…), bleibt zumindest mir nicht mehr viel in Erinnerung, mit dem sie bei den Wählern hätte punkten können.

Zugegeben, meine Version setzt voraus, das der Herr Köhler tatsächlich soviel Wert auf die Meinung der Internetnutzer legt, als das er sich dem Verdacht aussetzen würde, gegen Kinderpornographie untätig zu bleiben. Wie sieht denn das aus..? Was sollen denn die Nachbarn denken..?