Ja, gerade noch herum genölt, in Oldenburg gäbe es keine Musikszene und kaum hat man eine Anzeige geschaltet, wird man mit Anfragen überschwemmt. Das war vor ein, zwei Jahren auch schon mal anders. Mittlerweile haben sich übrigens ein paar Jungs bei mir gemeldet, mit denen ich persönlich und musikalisch ganz gut auskomme, ich denke, hierauf werde ich mich jetzt konzentrieren und keiner weiteren Band beitreten (das wird dann zeitlich vielleicht zu eng). Aber ich hebe die Mails von den Leuten auf, die mir sonst noch so geschrieben haben und leite gegebenenfalls Anfragen weiter, wenn ich das Gefühl habe, zwei Interessenten gefunden zu haben, die zusammen passen müssten. Hier ist übrigens der Link zu der Band, in der ich mich jetzt engagiere:
www.bangleberries.de
Vielleicht schaffen wir es sogar, den Gig für den nächsten Monat in Angriff zu nehmen. Fände ich persönlich alles andere als schlecht, wenn ich mal wieder auf eine Bühne käme. Freu mich fast schon drauf. Die nächste Probe ist allem Anschein nach am Freitag und ich denke, bis Ende nächste Woche kann man seriöser Weise entscheiden, ob der Gig gespielt werden kann oder nicht (Sprich: bis dahin wird sich zeigen, ob wir genug Material aufbereiten können).
Und dann stehen gerade wieder Entscheidungen für die berufliche Zukunft an und wie immer häufen sie sich, wenn lange nichts passiert ist. Ich hatte vorletzte Woche gerade die Bewerbung für die Fern-Uni fertig gemacht, Zeugnis beglaubigen lassen und den Kram eingetütet, da rennt mir während der Arbeit Robert L. in die Arme, seines Zeichens Eigentümer eines großen P.A. Verleihs in Oldenburg und fragt (die Vorgeschichte verkürze ich jetzt mal), ob ich nicht bei ihm eine Ausbildung zum Veranstaltungstechniker machen will. Schwupps, schon muss ich mir wieder ein paar Gedanken mehr machen, um Themen, die ich eigentlich schon zu Ende gedacht hatte. Vom Bauch her würde ich sagen, ich sollte bei meiner Entscheidung bleiben. Nach fast einem Jahr merke ich nämlich, das die Jobs in der Veranstaltungsbranche nichts sind, was man bis zum Rentenalter machen kann, da muss man früher oder später den Absprung schaffen, oder die Karriereleiter schnell hinauffallen (eigenes Unternehmen, Festanstellung im Theater). Deshalb ist es wohl nicht schlecht noch etwas in der Hinterhand zu haben, wie zum Beispiel eine kleine Firma, mit der man auch Web- und Printdesign machen kann und vielleicht die ein oder andere Komposition. Außerdem nervt es mich schon länger, von einem Mini-Gehalt den Lebensunterhalt bestreiten zu müssen. Das hat sich zwar in den letzten Monaten spürbar verbessert, dennoch fällt es mir wahnsinnig schwer, jetzt plötzlich darauf zu verzichten, ganz besonders unter dem Gesichtspunkt, das ich dieses Jahr eventuell noch eine Wohnung kaufen möchte (wie realistisch das ist, vermag ich noch nicht abschließend zu sagen, den Termin mit der Bank habe ich erst nächste Woche Mittwoch, also drückt mir die Daumen).
Ich glaube, ich schiebe die Entscheidung irgendwie nur vor mich her, dennoch will ich mir bis Samstag nochmal ein paar Gedanken machen und dem Robert dann mal anrufen.
Heute Abend indes steht ein Treffen mit der Rammstein-Cover-Truppe “Herzleid” aus Bremen an. Die haben im nächsten Monat zwei Gigs geplant und brauchen dafür Pyrotechnik. Dabei sind sie an meinen All-Time-Favorit Geschäftspartner Sascha geraten, der mich umgehend verpflichtet hat, ihm zu helfen. Mach ich gern; ein wenig rumballern zwischendurch macht schon Spaß, und wenn die Truppe einen zuverlässigen und fleißigen Eindruck macht und tatsächlich plant, mehr zu unternehmen als diese zwei Gigs, dann werde ich nochmal einen Pyrotechniker Lehrgang ins Auge fassen. Eine Entscheidung darüber steht allerdings erst nach dem Kultursommer an (der Krams kostet nämlich auch nochmal über 1000 Euronen).
A propos Kultursommer. Ich muss jetzt erstmal bei Hertz in Oldenburg vorbei. Damit ich mit dem Herrn K. die Termine für den nächsten Monat durchsprechen kann. Soll ja niemand zu kurz kommen, der meine Arbeitskraft braucht.