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	<title>Tyrbedarf &#187; Arbeit</title>
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		<title>Post von der IHK</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 11:22:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es gibt Tage, da frage ich mich, was in deutschen Chefetagen alles n&#246;tig ist, damit Unternehmer in Deutschland ihre IHK-Beitr&#228;ge bezahlen. Offenbar muss man sie ganz explizit bei ihrer Eitelkeit packen. Lustigerweise ist in niedersachsen die Widerspruchsfrist zu solchen Bescheiden abgeschafft worden, soda&#223; man prinzipiell sofort klagen m&#252;sste. Man soll sich dennoch an die IHK [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Es gibt Tage, da frage ich mich, was in deutschen Chefetagen alles n&#246;tig ist, damit Unternehmer in Deutschland ihre IHK-Beitr&#228;ge bezahlen. Offenbar muss man sie ganz explizit bei ihrer Eitelkeit packen. <a href="http://www.tyrbedarf.de/wp-content/uploads/ihk-umschlag.jpg"><img class="size-medium wp-image-541 aligncenter" title="Der IHK-Umschlag" src="http://www.tyrbedarf.de/wp-content/uploads/ihk-umschlag-300x155.jpg" alt="Der IHK-Umschlag" width="300" height="155" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Lustigerweise ist in niedersachsen die Widerspruchsfrist zu solchen Bescheiden abgeschafft worden, soda&#223; man prinzipiell sofort klagen m&#252;sste. Man soll sich dennoch an die IHK wenden, wenn es Einw&#228;nde gibt. Das will ich dann gleich mal tun.</p>
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		<title>Hagen Rether</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 14:19:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es kommt nicht oft vor, das man auf Veranstaltungen unterwegs ist und direkt Kontakt zu den K&#252;nstlern hat. In der Regel sind alle, von der Putze bis zum K&#252;nstler, mit ihren Aufgaben besch&#228;ftigt und man arbeitet mehr aneinander vorbei als miteinander. Vorgestern war es aber mal anders. Wir haben Hagen Rether in Vechta gemacht und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt nicht oft vor, das man auf Veranstaltungen unterwegs ist und direkt Kontakt zu den K&#252;nstlern hat. In der Regel sind alle, von der Putze bis zum K&#252;nstler, mit ihren Aufgaben besch&#228;ftigt und man arbeitet mehr aneinander vorbei als miteinander. Vorgestern war es aber mal anders.</p>
<p>Wir haben Hagen Rether in Vechta gemacht und auch, wenn ich von der Veranstaltung selbst kaum etwas mitbekommen habe, hinterher hat sich der Gute die Zeit genommen, Kontakte zu pflegen und vielleicht Neue zu kn&#252;pfen. Mir ist schon h&#228;ufiger aufgefallen, das viele K&#252;nstler scheinbar nur mit sehr viel Arbeit an den Menschen um sie herum, ihren Platz im Gesch&#228;ft behaupten k&#246;nnen. Deutschland ging noch nie gut mit seinen besten K&#246;pfen um. Stefan Gwildis macht es &#228;hnlich. Jeden bemerken, Namen merken, wenn er einen h&#246;rt, sich auch mal auf ein Schw&#228;tzchen einlassen. Ich glaube nicht, das es Methode hat, bzw. es nur den Verkaufszahlen dient. Ich sehe Gwildis und wie er arbeitet seit fast drei Jahren regelm&#228;&#223;ig in der <a target="_blank" class="previewlink" href="http://www.kulturetage.de/">Kulti</a>. Vom ersten Konzert vor vielleicht 400 Leuten bis zur Veranstaltung in der Weser-Ems Halle Ende letzten Monat, hat er sich eigentlich nicht ver&#228;ndert. Ich glaube kaum, das man sich &#252;ber einen solchen Zeitraum hinweg verstellen kann. Der hat wirklich Spa&#223; an seiner Arbeit und wirkt immer etwas dankbar, das es Leute um ihn herum gibt, die ihm diese Arbeit erm&#246;glichen. Das man selbst nach Hause geht und Positives &#252;ber die K&#252;nstler zu berichten wei&#223;, ist dann eigentlich mehr ein Kollateralschaden. Rether scheint da &#228;hnlich zu ticken.</p>
<p>Eigentlich wollte er eine kleine Autogrammstunde abhalten, die allerdings nach f&#252;nf Minuten schon wieder vorbei war. Irgendwie konnten die (Wasser saufenden!) Vechteraner nicht so sonderlich viel mit einem plaudernden Blasphemiker anfangen, der fast zwanzig Minuten lang &#252;ber das christliche Abendland herzieht. Zwei sind sogar nach circa 30 Minuten wieder gegangen, mit dem Hinweis, der Mann sei eine einzige Katastrophe. Verbohrte Katholiken. Das war allerdings gut f&#252;r uns, denn Hagen hat kurz entschlossen ein paar seiner CD`s signiert und an das Personal verteilt.<br />
Heute bin ich dazu gekommen diese mal durch zu h&#246;ren. Wie gesagt, Hagen Rether war mir bist dato kein Begriff. Das hat sich aber nach den ersten zehn Minuten h&#246;ren schlagartig ge&#228;ndert. Der Mann ist herlich B&#246;se und kommt mit einer Beil&#228;ufigkeit daher, die die Aufgeregtheiten in der gegenw&#228;rtigen Medienlandschaft angemessen kontrastiert. Er ist zu Recht der Tr&#228;ger des Deutschen Kleinkunstpreises 2008.</p>
<p>Der Plan, die eigene Bekanntheit durch etwas Smalltalk zu erh&#246;hen, ist &#252;brigens auch aufgegangen. Jetzt wei&#223; ich, was ich zur Hochzeit n&#228;chsten Monat mit nach Berlin nehmen kann. Mu&#223; nur noch kurz den Thomas anhauen, das er mir noch ein Signiertes Exemplar besorgt. Einen Promotionsstudenten der Philosophie wird das n&#228;mlich auch gefallen. Keine Frage.</p>
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		<title>Wieder viel in Bewegung</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 14:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war die letzten drei Monate entspannend ruhig, eigentlich zu ruhig. Jetzt kommt wieder alles auf einmal. Gestern haben wir die Firmenaufl&#246;sung von Event-and-Stage begossen. Sascha wird den Laden an den Nagel h&#228;ngen und wieder einem geregelten Beruf nachgehen. Er konnte eine sehr gute Stelle bei Haliburton ergattern, die in Wardenburg eine Dependance unterhalten. Er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war die letzten drei Monate entspannend ruhig, eigentlich zu ruhig. Jetzt kommt wieder alles auf einmal. Gestern haben wir die Firmenaufl&#246;sung von Event-and-Stage begossen. Sascha wird den Laden an den Nagel h&#228;ngen und wieder einem geregelten Beruf nachgehen. Er konnte eine sehr gute Stelle bei Haliburton ergattern, die in Wardenburg eine Dependance unterhalten. Er w&#228;re dumm, w&#252;rde er sie nicht annehmen. Gute Bezahlung, regelm&#228;&#223;iges Einkommen, geregelte Arbeitszeiten&#8230;allerdings auch viel Reisen. Dennoch, sicher ein viel entspannteres Leben als der <a target="_blank" class="previewlink" href="http://www.kulturetage.de/">Kulti</a>-Schleudersitz. Die Jobofferte kam genau zum richtigen Zeitpunkt, schlie&#223;lich wird die Etage ab dem 1. April f&#252;r ein halbes Jahr geschlossen, das war ohnehin der Stichtag an dem was Neues her mu&#223;te. Die ehemaligen Kollegen nehmen es ihm nat&#252;rlich nicht &#252;bel, ganz im Gegenteil. Prinzipiell h&#228;tte jeder den Laden weiter f&#252;hren k&#246;nnen, einen Teil der Jobs ist auch direkt an einen anderen Kollegen weiter gegangen, der sich damit jetzt ein zweites Standbein aufbauen m&#246;chte. Viel Gl&#252;ck dabei! Obwohl, &#8220;Gute Nerven!&#8221; ist der bessere Wunsch, in diesem Zusammenhang.</p>
<p>Ansonsten plagen mich gerade die Studiensorgen. Zwar ist die n&#228;chste Klausur erst Ende M&#228;rz, daf&#252;r kommen dann aber auch gleich drei im Wochentakt, die vom Anspruch her nicht gerad ohne sind. Die technische Informatik ist direkt nach der theoretischen Informatik der gr&#246;&#223;te Klotz in diesem Studium. Sehr weitschweifig und intuitiv nicht gut nachvollziehbar. Ein echtes Flei&#223;fach, das kommt als erstes und beansprucht gerade das meiste meiner Zeit.</p>
<p>Danach kommt dann direkt ein Kurs aus dem Bereich &#8220;Wirtschaftsinformatik&#8221;. W&#228;hrend des Pr&#228;senzstudiums habe ich mich generell &#252;ber Wirtschaftswissenschaftler lustig gemacht, ich glaube ehedem einfach, weil das alle machten. Das ist die Hackordnung auf dem Campus. Getreu dem Motto: &#8220;Wer nichts wird, wird Wirt und wer gar nichts wird: Betriebs- oder Volkswirt.&#8221; Mittlerweile bin ich soweit zu sagen: Wirtschaftswissenschaften sind keine Wissenschaften und haben an der Uni nichts verloren. Ich habe noch nie so viel weitschweifige Moppelkotze in derart geballter Form wie in diesem Kurs gelesen. Auf jeder zweiten Seite nichtssagende und/oder &#252;berfrachtete Diagramme und Schaubilder, unbeholfen gestelzte Formulierungen, deren einziger Zweck es ist triviale Erkenntnisse durch massiven Einsatz von Fremdw&#246;rtern den Anschein von Bedeutsamkeit zu verleihen. Die meiste Zeit verbringt man damit, das Geschwafel zu ordnen, um dann festzustellen: Vertane Zeit. Gelernt habe ich nichts. Jedenfalls nichts was ich entweder schon wu&#223;te oder aber was ohnehin nicht von Belang ist. Das meiste lie&#223;e sich durch simples Nachdenken ad hoc ergr&#252;nden. Es bedarf keiner Schriftform, es mu&#223; nicht gelehrt werden. Mal ehrlich, wenn das Wissenschaft sein soll, dann ist kacken eine Kunst. Aus meiner Sicht eine Verh&#246;hnung der gesamten Empirie seit der Antike. Normalerweise w&#252;rde ich h&#246;chstens schmuzeln und das B&#252;chlein zur&#252;ck ins Regal stellen. Dahin wo es hingeh&#246;rt, irgendwo zwischen Esoterik und Groschenromane. Dummerweise mu&#223; ich mich in diesem Kurs pr&#252;fen lassen. Ich muss den ganzen Mist also durchackern und vermutlich auch noch in genau dieser eigent&#252;mlichen Form wiedergeben k&#246;nnen, sonst gibt es keinen Schein. Das Problem ist hier also weniger der Anspruch als vielmehr meine latente Weigerung diesen Sonderm&#252;ll zu bearbeiten. Ich kotze jedesmal im Strahl, wenn ich nur das Deckblatt des Kurses sehe.<br />
Au&#223;erdem schweift mir beim Lesen dieser Texte immer der Gedanke durch den Kopf, das es Menschen gibt, die genau dieses Fach viele Semester lang rauf und runter studieren und hinterher auf f&#252;hrende Positionen in Politik und Wirtschaft gelangen. Wenn man sich &#252;berlegt, das diese Wirrk&#246;pfe aus den Wirtschaftswissenschaften die ganz gro&#223;en R&#228;der drehen, ist es &#252;berhaupt nicht verwunderlich, das wir mal wieder in einer Wirtschaftskrise stecken. Ich k&#246;nnte mich jedenfalls stundenlang &#252;ber diese Kackeimer aufregen.</p>
<p>Wie dem auch sei. Der dritte Kurs behandelt die &#8220;Grundlagen des BGB&#8221;. Den Kurs find ich ausgesprochen praktisch. Vieles ist zwar auch hier bekannt, man geht schlie&#223;lich tagt&#228;glich mit der Materie um, aber die Juristen haben wenigstens eine stringente und konsequente Logik entworfen, von der sie nicht abweichen. Zwar wirkt dann auch hier vieles ungelenk aber immerhin ist nachvollziehbar wieso. Dadurch das die innere Logik des Ganzen erkennbar bleibt, ist auch einzusehen, weswegen es manchmal ein wenig holprig wird. Das macht das Thema nicht einfacher aber &#252;bersichtlicher.</p>
<p>Na und dann, auch wenn ich nicht zu viel schreiben will, steckt mein aktueller Arbeitgeber gerade in einer massiven Umstrukurierungsma&#223;nahme die f&#252;r viel Unruhe sorgt, da damit auch Arbeitsplatzabbau einher geht. Es wird sich zeigen, wie sich die Dinge entwickeln. Ich f&#252;r meinen Teil habe eigentlich keine Kapazit&#228;ten mehr frei mir auch noch darum Gedanken zu machen. Ich lasse es einfach auf mich zu kommen. Einflu&#223;nehmen kann ich da ohnehin nicht viel.</p>
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		<title>Ich Ussel&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 20:02:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Da hat man schon die Chance und l&#228;&#223;t sie verstreichen, weil man wieder nur von zw&#246;lf bis Mittag denkt. Ich habe diese Woche recht kurzfristig eine Lesung von Wladimir Kaminer &#252;bernommen und den &#246;rtlichen Veranstalter vertreten. Erst als die Crew um und mit ihm die Sachen schon in der Hand hatte und ins Hotel aufbrach f&#228;llt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da hat man schon die Chance und l&#228;&#223;t sie verstreichen, weil man wieder nur von zw&#246;lf bis Mittag denkt. Ich habe diese Woche recht kurzfristig eine Lesung von <a class="previewlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Kaminer" target="_blank">Wladimir Kaminer</a> &#252;bernommen und den &#246;rtlichen Veranstalter vertreten. Erst als die Crew um und mit ihm die Sachen schon in der Hand hatte und ins Hotel aufbrach f&#228;llt mir wieder ein, das ein guter Kumpel von mir sehr gern Kaminer liest und das genau dieser Kumpel Anfang n&#228;chsten Monat Geburtstag hat. Es w&#228;re nat&#252;rlich die Gelegenheit gewesen mal ein personalisiertes Geschenk zu machen und den Kaminer um ein signiertes Expemplar einer seiner B&#252;cher zu bitten. Immerhin hatte ich freien Zugang zum Backstagebereich. Aber nein, der Becker ruft ihm ein Taxi und l&#228;&#223;t ihn einfach von Dannen ziehen. Verdammt, ich h&#228;tte ihn erpressen k&#246;nnen: &#8220;Schreib&#8217; oder lauf!&#8221; oder sowas in der Art.</p>
<p>Egal. Die Veranstaltung war sehr gut und f&#252;r eine Lesung auch sehr gut besucht. Wenn man einmal davon absieht, das im Veranstaltungsort selbst etwas zur&#252;ckhaltend geheizt wurde. Bekommt mein Kumpel halt ein unsigniertes Exemplar&#8230;</p>
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		<title>Abfindungsklagen leicht gemacht</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 14:30:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Da erfahre ich neulich und eher nebenbei, das mein ehemaliger Arbeitgeber seine Dependance in Oldenburg schlie&#223;en wird; kaum vier Monate nach meinem Weggang. Erster Gedanke: &#8220;Gl&#252;ck gehabt!&#8221; Zweiter Gedanke: &#8220;Wie kommen die ehemaligen Kollegen aus der Sache raus?&#8221; Durch Nachfragen erfuhr ich, das die Firma bisher darauf verzichtet hat K&#252;ndigungen auszusprechen. Stattdessen hat der Fillialleiter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da erfahre ich neulich und eher nebenbei, das mein ehemaliger Arbeitgeber seine Dependance in Oldenburg schlie&#223;en wird; kaum vier Monate nach meinem Weggang. Erster Gedanke: &#8220;Gl&#252;ck gehabt!&#8221; Zweiter Gedanke: &#8220;Wie kommen die ehemaligen Kollegen aus der Sache raus?&#8221; Durch Nachfragen erfuhr ich, das die Firma bisher darauf verzichtet hat K&#252;ndigungen auszusprechen. Stattdessen hat der Fillialleiter einige Ex-Kollegen angerufen und ihnen Mitgeteilt, das die Filliale geschlossen werden wird. Ende Januar.</p>
<p>F&#252;r einen Fachanwalt sicher ein gefundenes Fressen: Mi&#223;achtung von Schrifterfordernis und der K&#252;ndigungsfristen. K&#252;ndigung durch konkuldentes Verhalten sozusagen. Die Hauptverhandlung wird 30 Minuten dauern, wovon 20 f&#252;r die Formalia draufgehen. Ich hoffe, die Kollegen wissen das.</p>
<p>Mein Ex-Arbeitgeber ist vermutlich der Einzige der Welt, der es schafft einen Betrieb still zu legen und dabei vergi&#223;t den Mitarbeitern zu k&#252;ndigen. Schade, das ich nicht mehr dabei bin, eine solche Einladung h&#228;tte ich nie ausgeschlagen.</p>
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		<title>Ich nehm jetzt diese rote Pillen!</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 13:24:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Ich hab da so rote Pillen von meinem Arzt, da mu&#223; ich nur draufbei&#223;en und alles wird gut.&#8221; Und ich sag noch so flappsig: &#8220;Pass auf, das ist bestimmt Zyankali!&#8221; F&#252;r sich genommen eher ein witziger Dialog, mich beschleicht aber langsam das Gef&#252;hl, das da durchaus ein ernster Hintergrund zu vermuten ist. Aber alles der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich hab da so rote Pillen von meinem Arzt, da mu&#223; ich nur draufbei&#223;en und alles wird gut.&#8221; Und ich sag noch so flappsig: &#8220;Pass auf, das ist bestimmt Zyankali!&#8221; F&#252;r sich genommen eher ein witziger Dialog, mich beschleicht aber langsam das Gef&#252;hl, das da durchaus ein ernster Hintergrund zu vermuten ist. Aber alles der Reihe nach:</p>
<p>Wenn man bei einen seiner vielen Jobs, bei diversen Veranstaltungsagenturen, PA-Verleihern und manchmal in Veranstaltungsh&#228;usern auf Leute trifft, die von ihren Arbeitgebern bzw. Mitarbeitern oder Vorgesetzen offenkundig massiv gemobbt werden, sollte man als halbwegs loyaler Mensch hellh&#246;rig werden und lauthals protestieren, und zwar mit dem Joker in der Hinterhand als Aushilfsfreiberufler, der eigentlich gut in Lohn und Brot steht, nichts weiter zu verlieren zu haben, als ein paar anstrengender Jobs weniger, die einem die Wochenenden versauen und verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig wenig Kohle einbrigen. Wenn man dann auch noch in einem Gespr&#228;chsfetzen mitbekommt, das da jemand scheinbar nur noch mit &#228;rtzlichem Beistand in der Lage ist seiner t&#228;glichen Arbeit nachzugehen, weil Kollegen ihm laufend Kn&#252;ppel zwischen die Beine werfen, dann sollten eigentlich alle Alarmglocken l&#228;uten und man selbst m&#252;&#223;te einer solchen Knochenm&#252;hle umgehend den R&#252;cken kehren und ein fr&#246;hliches &#8220;Sch&#246;nes Leben noch!&#8221; in den Bart murmeln, w&#228;hrend man sich wieder seinen eigentlichen Aufgaben widmet. Die Gefahr, das da jemand mit Hilfe der eigenen Arbeit Dritte gesundheitlich ruiniert und vielleicht sogar noch Geld dabei verdient, ist einfach zu gro&#223;. Dummerweise war lediglich unser Veranstaltungstechnikermaskotchen in der Lage mehr aus dem Gespr&#228;ch zu lesen als ich. Ich f&#252;r meinen Teil habe mich so sehr &#252;ber die Steilvorlage gefreut, das ich nicht anders konnte als Pillen, die man zerbei&#223;en mu&#223;, mit alten Agentenfilmen in Verbindung zu bringen und das auch noch laut in die Runde zu rufen.</p>
<p>Wenn die Pillen keine vom <a class="previewlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Placebo#Therapie">Arzt verschriebenen Placebo</a>s waren, handelte es sich vermutlich um ein leichtes Sedativum, denn der Gute hat alle M&#252;he ruhig zu bleiben, wenn er sich mal wieder Anfeindungen seiner Kollegen gegen&#252;ber sieht. Herzrasen, Bluthochdruck vermutlich Schwindelgef&#252;le. Normalerweise w&#252;rde man sagen: &#8220;Reibung gibt es &#252;berall&#8230;&#8221; Sicher und die selben Symptome treten auch bei Menschen auf, die viel Nacht- und Schichtarbeit absolvieren, wie es im Veranstaltungsbereich &#252;blich ist. Also alles ein normaler Zwist zwischen Kollegen? Wenn es nur tageweise vork&#228;me, w&#252;rde man nicht mehr oder weniger unverholen mit K&#252;ndigung drohen, wenn besagter Kollege nicht die geplanten Umstrukturierungen abnickt, die dazu f&#252;hren w&#252;rden, das alle in seine (durchaus verantwortungsvolle) Aufgabenbereiche hineinreden und Entscheidungen revidieren k&#246;nnen, ohne daf&#252;r entsprechend Verantwortung zu &#252;bernehmen. Dies war n&#228;mlich genau der Punkt, wo das Herzrasen einsetzte. Man stelle sich das so vor:</p>
<p>Da ist eine Halle, die f&#252;r 800 Besucher zugelassen ist. Im Zuge der Vorbereitungen f&#252;r eine Veranstaltung wird von Seiten der technischen Leitung festgelegt, das nicht mehr als 800 Besucher eingelassen werden. Dann stellt sich heraus, das falsch kalkuliert wurde und die Veranstaltung sich erst dann tr&#228;gt, wenn 1000 zahlende Besucher vor Ort sind. Also wird die Entscheidung der Technik au&#223;er Kraft gesetzt und 1200 Karten verkauft. Kommen dann im Laufe der Veranstaltung Menschen zu schaden, w&#252;rde die technische Leitung f&#252;r die 400 G&#228;ste, die zuviel in der Halle waren, zur Verantwortung gezogen und das obwohl die Entscheidung nicht einmal von ihr gef&#228;llt wurde; von der sie unter Umst&#228;nden noch nicht einmal etwas gewu&#223;t hat. Da setzt auch bei mir ein wenig Bluthochdruck ein (allerdings aus anderen Gr&#252;nden). Eine v&#246;llig absurde Vorstellung, die sich hier offenbart, untergr&#228;bt sie doch den Begriff von &#8220;Verantwortlichkeit&#8221; schon im Ansatz. Wer Verantwortung &#252;bernimmt braucht auch den entsprechenden Ermessensspielraum, um dieser gerecht werden zu k&#246;nnen und die Gewisseheit, das getroffene Entscheidungen auch umgesetzt werden. Nat&#252;rlich sehen das Juristen genauso und w&#252;rden nie den &#8220;formal gesehen Verantwortlichen&#8221; vor den Kadi ziehen, sondern immer Fragen, wer letztendlich die Entscheidung gef&#228;llt hat. Dummerweise ist es bei ausreichend vielen K&#246;chen stets sehr schwer denjenigen zu finden, der die Suppe letztendlich versalzen hat. Nebenbei: Gibt es einen, auf den alle Finger zeigen, dann kann auch der gescheiteste Richter nicht anders.</p>
<p>Was mich an den roten Pillen vielmehr st&#246;rt, ist der wenig kaschierte Versuch jemanden aus dem Betrieb zu entfernen, der durch Sachzw&#228;nge laufend unliebsame Entscheidungen treffen muss. Mit K&#252;ndigung ist ihm ja schon gedroht worden. Statt ihn aber einfach vor die T&#252;r zu setzen, eine entsprechende Abfindung zu zahlen und den Kram selbst zu machen, von dem man glaubt, man k&#246;nne ihn ohnehin viel besser als andere, mobbt man fr&#246;hlich drauf los und hofft, irgendwann wird er dem Druck schon nachgeben und von sich aus k&#252;ndigen. Dann muss man wenigstens nichts zahlen. Oder der Kollege wird krank, arbeitsunf&#228;hig und muss deshalb den Job aufgeben. Dann wird die Krankenkasse einspringen und man mu&#223; wieder nichts zahlen. Letzteres kam mir gestern in den Sinn, als ich nochmal dar&#252;ber nachdachte, wie mir jemand von diesen roten Pillen erz&#228;hlte, die sein Arzt ihm verschrieben hat. Und ich stehe daneben und mach bl&#246;de Spr&#252;che&#8230;</p>
<p>Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang nur noch, das es sich um eine gemeinn&#252;tzige Einrichtung handelt. Eigentlich w&#252;rde man erwarten, das die Zust&#228;nde dort Andere sind. Weit gefehlt. Es geht ums Gemeinwohl, da kann auf Einzelschicksale keine R&#252;cksicht genommen werden.</p>
<p>Ich will mal schauen, wieviel Lust ich noch auf dieses Haus habe. Den Link aus meiner Blogroll habe ich entfernt.</p>
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		<title>Und sonst so&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Oct 2008 00:17:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zun&#228;chst: Meinen Fernseher bin ich los! Eine Freundin aus Bremen wird ihn sich neben die anderen beiden in die WG stellen. Mehr als Stereo-sehen geht nicht&#8230; Sie hat hoch und heilig versprochen nur Filme zu schauen. Mir soll es recht sein, wer zuerst kommt&#8230; Mein Ex-Hertz-Kollege hatte nur Interesse angemeldet und das D. aus B. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zun&#228;chst: Meinen Fernseher bin ich los! Eine Freundin aus Bremen wird ihn sich neben die anderen beiden in die WG stellen. Mehr als Stereo-sehen geht nicht&#8230; Sie hat hoch und heilig versprochen nur Filme zu schauen. Mir soll es recht sein, wer zuerst kommt&#8230; Mein Ex-Hertz-Kollege hatte nur Interesse angemeldet und das D. aus B. h&#228;tte ihn sich heraus geholt, wenn es mal wieder in Oldenburg gewesen w&#228;re. Ich wollte das Teil aber los werden und nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag verwahren. Also: Sonntag ist er wech! Zum Gl&#252;ck!</p>
<p>Arbeitsm&#228;&#223;ig gibt es auch mal wieder was zu berichten. Heute habe ich mich mal (wieder!) als Hand f&#252;r die Wise Guys verdingt. Die gute Nachricht vorweg: Sie spielen noch immer die gleichen Lieder, trotz neuem Albums (&#8220;Hallooooo, ich bin dein Ohrwurm&#8221;.) Von den K&#252;nstlern habe ich nat&#252;rlich nur wenig mitbekommen (die K&#252;nstler gehen mir mittlerweile aber generell handbreit am Arsch vorbei, das hat also nichts zu sagen, aber), die Crew war nett. Ja, nur nett. Eine Kollege sagte es heute treffend: &#8220;Zu viele Chiefs, zu wenig Indianer&#8221;. Die Jungs wirkten auf mich doch etwas eigenbr&#246;dlerisch und unwillig Aufgaben zu deligieren, au&#223;erdem hat auch die team-interne Kommunikation nicht ganz so gut geklappt (widerspr&#252;chliche Anweisungen); menschlich aber angenehm. Kurz: Fachlich: gut, Arbeitsklima: gut, Organisation: verbesserungsw&#252;rdig. Alles in allem: Quick and Dirty. Reibung gibt es ja immer.<br />
Bemerkenswert war eigentlich das Publikum: Die Wise Guys haben vermutlich das mit Abstand musikalischste, welches ich bisher geh&#246;rt habe. Heute Abend war tats&#228;chlich das erste mal, das ich (gesch&#228;tzte) 800 Leute auf die 2 und die 4 habe klatschen h&#246;ren. In der Regel hei&#223;t es ja &#8220;Four on the Floor&#8221; wenn das Publikum miteinsteigt, und mir klappen sich regelm&#228;ssig die Fu&#223;n&#228;gel hoch, wenn ich dies teutonische Gepolter aus der Halle h&#246;re. Vielleicht sollten die Jungs doch noch ein wenig bekannter werden, einfach nur, um etwaigen Konzertbesucher die Grundlagen ihrer hei&#223;geliebten Pop-Musik etwas n&#228;her zu bringen. Der &#252;berwiegende Teil ist Soul, Blues und Jazz: also Backbeat. Wobei ich mich immernoch frage, wieso eine A-Capella-Gruppe so viel Geschleuder auf der B&#252;hne hat&#8230;egal, netter Abend und n&#228;chstes Jahr kommen sie wieder&#8230;</p>
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		<title>Zitat des Tages XV</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 11:09:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Als Reaktion auf diesen Artikel unter lawblog.de, kam ich am Ende doch wieder auf eines meiner Lieblingszitate von Tucholsky. Das wirklich Bemerkenswerte ist eigentlich, das bei dieser “Ausschreibung” bereits die Leistungen vom Arbeitsamt mit einkalkuliert sind und dieser Arbeitgeber (ob soziale Einrichtung oder nicht @15) bereits eine Rechnung im Hinterkopf hat, wieviel dem Arbeitnehmer am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Reaktion auf <a class="previewlink" href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2008/08/28/arbeiten-gehen-durfen/" target="_self">diesen Artikel</a> unter lawblog.de, kam ich am Ende doch wieder auf eines meiner Lieblingszitate von Tucholsky.</p>
<p>Das wirklich Bemerkenswerte ist eigentlich, das bei dieser “Ausschreibung” bereits die Leistungen vom Arbeitsamt mit einkalkuliert sind und dieser Arbeitgeber (ob soziale Einrichtung oder nicht @15) bereits eine Rechnung im Hinterkopf hat, wieviel dem Arbeitnehmer am Ende wohl bleiben wird. Im Prinzip versucht hier jemand f&#252;r sein Unternehmen Unterst&#252;tzung vom Staat zu erheischen, indem er mit Leistungen rechnet, die eigentlich mal als Hilfe f&#252;r sozial Schw&#228;chere gedacht waren. So verkommt das Arbeitslosengeld zu einer Subvention f&#252;r Unternehmer; und ich als jemand, der verpflichtet ist, laufend f&#252;r dieses Geld aufzukommen, darf es wohl zu recht als himmelschreiende Zweckentfremdung meiner Mittel betrachten, wenn sich Unternehmer indirekt daran bereichern.</p>
<p>Auch, wenn es vielleicht richtig ist, das Arbeit mehr als reiner Broterwerb ist; soziale Kontakte und Bindungen am Arbeitsplatz bef&#246;rdert werden und vielleicht auch ins Privatleben &#252;berstrahlen, die Aussicht auf Festanstellungen steigt und sich sicher auch das Gef&#252;hl des “Gebrauchtwerdens” einstellt, wenn man Spa&#223; an seiner Arbeit hat; es bleibt plumpe Ausbeutung. Der Arbeitgeber kann sich doch auch einfach dar&#252;ber freuen, das er viele Angestellte hat, dem Gemeinwesen etwas Gutes tut und das wohlige Gef&#252;hl genie&#223;en, einer armen Seele eine Chance zu geben. Wozu braucht er dann noch das Geld, welches er durch billige Arbeitskr&#228;fte einspart? Sprich: Warum ist es immer das Sal&#228;r des Arbeitnehmers, welches zur Disposition steht? Beide Parteien versuchen Geld zu verdienen, warum wird das Anliegen des Arbeitnehmers generell geringer eingesch&#228;tzt?</p>
<p>Ich bin ja gewiss keine Linke Socke, sondern ein vehementer Bef&#252;hrworter des Leistungsprinzips. Leistung hei&#223;t aber auch: Wer Leistung erbringt hat daf&#252;r ad&#228;quat bezahlt zu werden. Wenn ich diese “Hauptsache Arbeit”-Mentalit&#228;t aus dem b&#252;rgerlich-christlichen Lager so h&#246;re kotze ich gern auch mal im Strahl. Wenn sich dann auch noch diese komischen, selbsternannten Liberalen dazwischen dr&#228;ngeln und von Angebot und Nachfrage Faseln ist meine Sehnsucht nach einem Mindestlohn auch schon komplett. Von wegen der Arbeitsmarkt ist ein Markt wie jeder andere! Was passiert denn eigentlich, wenn mal eines der Waren aus dem Angebot schadhaft oder mangelhaft ist? Ist das ein Garantiefall? Geht das Produkt zur&#252;ck zum Absender? Wird nachgebessert? Die Ware “Arbeit” ist (gelinde gesagt) ausgesprochen eng mit den Menschen verkn&#252;pft, die sie anbieten, wie kommt man da eigentlich auf diesen einf&#228;ltigen Gedanken, den Arbeitsmarkt wie jeden anderen Markt auch zu behandeln? Nein, nein, auf dem Arbeitsmarkt gelten andere Regeln (davon bin ich zumindest &#252;berzeugt) und bisher hat noch keine politische Str&#246;mung in Deutschland passende Werkzeuge gefunden, diesem Umstand gerecht zu werden.</p>
<p>Zum Gl&#252;ck bin ich nicht der Erste, dem es so geht und wir nicht die erste Generation, die derlei Ph&#228;nomene beobachtet. Das kannte schon Tucholsky, guckst Du:</p>
<blockquote><p>“Eine der schauerlichsten Folgen der Arbeitslosigkeit ist wohl die, dass Arbeit als Gnade vergeben wird. Es ist wie im Kriege: wer die Butter hat, wird frech.” &#8211; “… zu d&#252;rfen”, in: “Die Weltb&#252;hne”, 14. Oktober 1930, S. 597</p></blockquote>
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		<title>Zitat des Tages XIV</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 18:08:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Neulich habe ich mich mal wieder mit einem meiner ehemaligen Kollegen &#252;ber den Umstand unterhalten, das so viele Menschen in Deutschland so komische Hemmungen haben, ab der magischen Altersgrenze von 30 Jahren ihren Arbeitgeber zu wechseln oder einen neuen Beruf zu erlernen. Ein typisch deutsches Ph&#228;nomen und einigerma&#223;en schwer nachvollziehbar, gerade, wenn man, wie im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich habe ich mich mal wieder mit einem meiner ehemaligen Kollegen &#252;ber den Umstand unterhalten, das so viele Menschen in Deutschland so komische Hemmungen haben, ab der magischen Altersgrenze von 30 Jahren ihren Arbeitgeber zu wechseln oder einen neuen Beruf zu erlernen. Ein typisch deutsches Ph&#228;nomen und einigerma&#223;en schwer nachvollziehbar, gerade, wenn man, wie im Falle des Kollegen, als Angestellter regelm&#228;&#223;ig mit seinem Job oder den Arbeitsbedigungen unzufrieden ist. Jenseits der dreizig ist Schlu&#223;; Ende der Fahnenstange. Viele scheinen zu glauben, sie k&#246;nnten wohl als sprunghaft gelten, wenn sie ab einem gewissen Alter nochmal ihr Leben umkrempeln. Obwohl ich mich immer frage, ob das sein kann. Mit anfang, mitte Dreizig hat man in der Regel noch mindestens 30 bis 35 Jahre zu arbeiten, da fallen ein paar Jahre f&#252;r eine Umschulung oder vielleicht sogar f&#252;r ein Studium doch echt nicht ins Gewicht. Stattdessen aber reichen viele die innere K&#252;ndigung ein und warten auf die Rente oder wahlweise das Wochenende. Und trampeln so auf den angestammten Pfaden weiter, nur weil die sich so sch&#246;n vor einem Abzeichnen. Ich kann mir nicht vorstellen, das das wirklich Spa&#223; macht oder gesund sein kann.</p>
<p>In diesem Zusammenhang fiel mir neulich wieder das gute, alte Indianersprichwort ein, das man jedem mit einem solchen oder &#228;hnlichen Problemen zu rufen m&#246;chte:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab.&#8221; &#8211; <em>Indianisches Sprichwort</em></p></blockquote>
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		<title>Wo war ich stehen geblieben?</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 07:53:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In den letzten anderthalb Monaten nach der EM ist bei mir wieder so derma&#223;en viel passiert, das ich gar nicht genau wei&#223;, was ich schon alles vermerkt und was ich noch unterzubringen habe. Zu allererst: Ich habe vorgestern bei Hertz gek&#252;ndigt. Die K&#252;ndigung wurde nur widerwillig angenommen, was mich nat&#252;rlich einigerma&#223;en gefreut hat. Ja, sowas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten anderthalb Monaten nach der EM ist bei mir wieder so derma&#223;en viel passiert, das ich gar nicht genau wei&#223;, was ich schon alles vermerkt und was ich noch unterzubringen habe. Zu allererst: Ich habe vorgestern bei Hertz gek&#252;ndigt. Die K&#252;ndigung wurde nur widerwillig angenommen, was mich nat&#252;rlich einigerma&#223;en gefreut hat. Ja, sowas ist Best&#228;tigung, das man seine Arbeit einigerma&#223;en gut gemacht hat. Die K&#252;ndigung hat nat&#252;rlich einen Grund: Ich werde wohl ab dem 15. bei der EWE-Tel anfangen und dort beim technischen Kundendienst arbeiten. Es war f&#252;r mich wichtig sich fr&#252;hzeitig nach etwas neuem umzusehen, da Hertz aufgrund von rechtlichen Erw&#228;gungen darauf verzichtet Aushilfen l&#228;nger als zwei Jahre zu besch&#228;ftigen. Sprich: Im Februar w&#228;re f&#252;r mich Schlu&#223; gewesen und ich h&#228;tte ohne ein regelm&#228;&#223;iges Einkommen dagestanden. Allerdings hat mich mein zuk&#252;nftiger Arbeitgeber mit seinem Tempo &#252;berrascht (und sich selbst wohl auch, ich warte noch auf den neuen Vertrag, der diese Woche bei mir eintrudeln soll), im Grunde war n&#228;mlich der Wechsel so f&#252;r Oktober, November anvisiert. Jetzt werden sich die Dienstzeiten bei Hertz und der EWE-Tel noch etwas &#252;berschneiden und ich habe das Gef&#252;hl, das nochmal zwei ziemlich anstrengende Monate auf mich zu kommen. Denn im September steht auch noch eine Klausur in Hamburg auf dem Programm, f&#252;r die ich sicher auch noch ein wenig Zeit werde einplanen m&#252;ssen.</p>
<p>A propos Klausur: Dieses Wochenende, genauer Samstag, muss ich ebenfalls in die sch&#246;ne Hansestadt um einen Leistungsnachweis zu erbringen. In diesem Fall eine Klausur &#252;ber Datenstrukturen, sowie Such- und Sortieralgorithmen. Ein ziemlich weites Feld und ebenfalls eine Angstklausur, da es tendenziell ein sehr Mathelastiges Metier ist. Die Klausur am letzten Samstag (algorithmische Mathematik) habe ich zun&#228;chst ausfallen lassen, da mir die Vorbereitungszeit ausgegangen ist, ohne die ich niemals auch nur in den Bereich einer ausreichenden Punktzahl gekommen w&#228;re. Ich kann und werde diese Klausur im Februar nachholen, das sollte als Vorbereitungszeit f&#252;r eine zwei st&#252;ndige Klausur wohl reichen.</p>
<p>Letzten Mittwoch und Donnerstag hatte ich mal wieder ein nette kleine Veranstaltung, die ich mit freuden mitgenommen habe. Zwar kannte ich den K&#252;nstler vorher nicht, war nach dem ersten Gig am Mittwoch allerdings schon recht begeistert. Im Rahmen des Kultursommers Inside hat der Thomas <a class="previewlink" href="http://www.keirut.de/" target="_blank">Keirut Wenzel</a>, einen k&#246;lner Stand-Up-Comedian, nach Oldenburg geholt und ich durfte die K&#252;nstlerbetreuund &#252;bernehmen und mich ein wenig an der Technik vergehen. Alles in allem ein netter kleiner Spa&#223; und das das Bier nach der Show zu einer regelrechten Kneipentour wurde, passiert mir nat&#252;rlich auch nicht oft. Alles in allem ein sehr sympathisches, kleines Kerlchen und eine handwerklich gute Show.</p>
<p>So, vielen Dank f&#252;r die Aufmerksamkeit; ich werde mich so langsam mal wieder an die B&#252;cher begeben, damit das mit der Klausur diesen Samstag auch was wird.</p>
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