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	<title>Tyrbedarf &#187; Krams</title>
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		<title>&#8220;Wir haben vor Feigheit gestunken&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Apr 2009 21:21:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bemerkenswert! Es kommt nicht oft vor, das Bundestagsabgeordnete Klartext reden. In diesem Fall ist es der CSU-Abgeordnete Peter Gauweiler, der sich &#252;ber das Duckmausertum seiner Kollegen beklagt. Er wundert sich sehr dar&#252;ber, wie wenig im Parlament die freie Meinungs&#228;u&#223;erung noch gewollt werde und wie unverholen einzelne unter Druck geraten k&#246;nnen, wenn sie nicht mehr die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bemerkenswert! Es kommt nicht oft vor, das Bundestagsabgeordnete Klartext reden. In diesem Fall ist es der CSU-Abgeordnete Peter Gauweiler, der sich &#252;ber das Duckmausertum seiner Kollegen beklagt. Er wundert sich sehr dar&#252;ber, wie wenig im Parlament die freie Meinungs&#228;u&#223;erung noch gewollt werde und wie unverholen einzelne unter Druck geraten k&#246;nnen, wenn sie nicht mehr die Meinung der Parteioberen vertreten.</p>
<p><a class="previewlink" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,618360,00.html">Duckm&#228;usertum im Bundestag: &#8220;Wir haben vor Feigheit gestunken&#8221; &#8211; SPIEGEL ONLINE &#8211; Nachrichten &#8211; Politik</a>.</p>
<p>In wei weit Gauweiler damit einfach nur sich selbst profilieren m&#246;chte, wei&#223; ich nat&#252;rlich nicht. Vielleicht ist es auch nur ein kleiner Feldzug gegen die eigene Partei, da er sich von ihr nicht mehr angemessen unterst&#252;tzt f&#252;hlt. Dennoch, so ganz abwegig klingen die Vorw&#252;rfe nicht. Das Abgeordnete im Zweifel kr&#228;ftig &#8220;durchgeknetet&#8221; werden, wenn Abstimmungsergebnisse &#8220;in Gefahr&#8221; sind, habe ich schon h&#228;ufiger gelesen. Das es scheinbar der Normalfall ist und das wohl auch &#252;ber alle Parteien hinweg, stimmt dann doch nachdenklich.</p>
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		<title>Frohe Ostern!</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Apr 2009 11:44:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8230;and a happy new Year! Was mich gerade wieder ankotzt ist der Umstand, das ich zwar die Zeit &#252;ber die Feiertage sinnvoll nutzen k&#246;nnte, um das Studium voran zu bringen, ich aber durch das System der Uni daran gehindert werde, Einsendeaufgaben zu bearbeiten. Das hei&#223;t, ich lese zwar die Kurstexte, muss dann aber noch bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;and a happy new Year! Was mich gerade wieder ankotzt ist der Umstand, das ich zwar die Zeit &#252;ber die Feiertage sinnvoll nutzen k&#246;nnte, um das Studium voran zu bringen, ich aber durch das System der Uni daran gehindert werde, Einsendeaufgaben zu bearbeiten. Das hei&#223;t, ich lese zwar die Kurstexte, muss dann aber noch bis n&#228;chste Woche Montag warten, bis ich auch die entsprechenden Aufgaben zu Gesicht bekomme und entsprechend bearbeiten kann. Nervt doch. F&#252;r mich hat das Osterwochenende ja ohnehin nur Arbeit bedeutet, da ich mir die Feiertagszuschl&#228;ge in der Firma auf keinen Fall entgehen lassen wollte. Die Zeit dazwischen kann man nat&#252;rlich gut zum Lernen nutzen, Ausfl&#252;ge kommen bei dem Wetter ja auch gar nicht in Frage. Zu gro&#223; die Gefahr eines anst&#228;ndigen Melanoms&#8230;.</p>
<p>Nun gut, mu&#223; ich mich wieder anderen Projekten widmen, bevor es gleich wieder zur Arbeit geht.</p>
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		<title>Wo war ich stehen geblieben?</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 07:53:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In den letzten anderthalb Monaten nach der EM ist bei mir wieder so derma&#223;en viel passiert, das ich gar nicht genau wei&#223;, was ich schon alles vermerkt und was ich noch unterzubringen habe. Zu allererst: Ich habe vorgestern bei Hertz gek&#252;ndigt. Die K&#252;ndigung wurde nur widerwillig angenommen, was mich nat&#252;rlich einigerma&#223;en gefreut hat. Ja, sowas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten anderthalb Monaten nach der EM ist bei mir wieder so derma&#223;en viel passiert, das ich gar nicht genau wei&#223;, was ich schon alles vermerkt und was ich noch unterzubringen habe. Zu allererst: Ich habe vorgestern bei Hertz gek&#252;ndigt. Die K&#252;ndigung wurde nur widerwillig angenommen, was mich nat&#252;rlich einigerma&#223;en gefreut hat. Ja, sowas ist Best&#228;tigung, das man seine Arbeit einigerma&#223;en gut gemacht hat. Die K&#252;ndigung hat nat&#252;rlich einen Grund: Ich werde wohl ab dem 15. bei der EWE-Tel anfangen und dort beim technischen Kundendienst arbeiten. Es war f&#252;r mich wichtig sich fr&#252;hzeitig nach etwas neuem umzusehen, da Hertz aufgrund von rechtlichen Erw&#228;gungen darauf verzichtet Aushilfen l&#228;nger als zwei Jahre zu besch&#228;ftigen. Sprich: Im Februar w&#228;re f&#252;r mich Schlu&#223; gewesen und ich h&#228;tte ohne ein regelm&#228;&#223;iges Einkommen dagestanden. Allerdings hat mich mein zuk&#252;nftiger Arbeitgeber mit seinem Tempo &#252;berrascht (und sich selbst wohl auch, ich warte noch auf den neuen Vertrag, der diese Woche bei mir eintrudeln soll), im Grunde war n&#228;mlich der Wechsel so f&#252;r Oktober, November anvisiert. Jetzt werden sich die Dienstzeiten bei Hertz und der EWE-Tel noch etwas &#252;berschneiden und ich habe das Gef&#252;hl, das nochmal zwei ziemlich anstrengende Monate auf mich zu kommen. Denn im September steht auch noch eine Klausur in Hamburg auf dem Programm, f&#252;r die ich sicher auch noch ein wenig Zeit werde einplanen m&#252;ssen.</p>
<p>A propos Klausur: Dieses Wochenende, genauer Samstag, muss ich ebenfalls in die sch&#246;ne Hansestadt um einen Leistungsnachweis zu erbringen. In diesem Fall eine Klausur &#252;ber Datenstrukturen, sowie Such- und Sortieralgorithmen. Ein ziemlich weites Feld und ebenfalls eine Angstklausur, da es tendenziell ein sehr Mathelastiges Metier ist. Die Klausur am letzten Samstag (algorithmische Mathematik) habe ich zun&#228;chst ausfallen lassen, da mir die Vorbereitungszeit ausgegangen ist, ohne die ich niemals auch nur in den Bereich einer ausreichenden Punktzahl gekommen w&#228;re. Ich kann und werde diese Klausur im Februar nachholen, das sollte als Vorbereitungszeit f&#252;r eine zwei st&#252;ndige Klausur wohl reichen.</p>
<p>Letzten Mittwoch und Donnerstag hatte ich mal wieder ein nette kleine Veranstaltung, die ich mit freuden mitgenommen habe. Zwar kannte ich den K&#252;nstler vorher nicht, war nach dem ersten Gig am Mittwoch allerdings schon recht begeistert. Im Rahmen des Kultursommers Inside hat der Thomas <a class="previewlink" href="http://www.keirut.de/" target="_blank">Keirut Wenzel</a>, einen k&#246;lner Stand-Up-Comedian, nach Oldenburg geholt und ich durfte die K&#252;nstlerbetreuund &#252;bernehmen und mich ein wenig an der Technik vergehen. Alles in allem ein netter kleiner Spa&#223; und das das Bier nach der Show zu einer regelrechten Kneipentour wurde, passiert mir nat&#252;rlich auch nicht oft. Alles in allem ein sehr sympathisches, kleines Kerlchen und eine handwerklich gute Show.</p>
<p>So, vielen Dank f&#252;r die Aufmerksamkeit; ich werde mich so langsam mal wieder an die B&#252;cher begeben, damit das mit der Klausur diesen Samstag auch was wird.</p>
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		<title>Teilerfolg</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Feb 2008 13:23:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[So, die erste Klausur habe ich jetzt geschrieben, hier in Berlin. Obwohl es fast nicht dazu kommen sollte, so habe ich mich Samstag morgen gleich verfahren, als vor die T&#252;r trat, um zum Klausurort zu fahren. Obwohl ich mehr als 45 Minuten f&#252;r den Weg eingeplant hatte, kam ich dann noch 15 Minuten zu sp&#228;t [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, die erste Klausur habe ich jetzt geschrieben, hier in Berlin. Obwohl es fast nicht dazu kommen sollte, so habe ich mich Samstag morgen gleich verfahren, als vor die T&#252;r trat, um zum Klausurort zu fahren. Obwohl ich mehr als 45 Minuten f&#252;r den Weg eingeplant hatte, kam ich dann noch 15 Minuten zu sp&#228;t an. Schei&#223;e! Nur einer komischen Eingebung (quasi einem Wink aus dem Unterbewu&#223;ten) war es zu verdanken, das ich mich irgendwie doch noch zum Raum begeben habe, in der die Klausur stattfinden sollte. Eigentlich nur, um sich mit der Umgebung etwas vertraut zu machen, da ich n&#228;chsten Samstag ja noch mal zur TU in muss. Am Raum angekommen stellte sich dann heraus, das gerade erst damit begonnen wurde, die Aufgaben zu verteilen. &#8220;Da la&#223; ich mich nicht lumpen!&#8221;, denkt der gewiefte Student da und habe einfach darauf beharrt auch noch mitschreiben zu d&#252;rfen. Die Leute haben es locker genommen. Zum Gl&#252;ck, kenne auch Gestalten, die sich jetzt erst einmal mega-m&#228;&#223;ig bekleckert h&#228;tten.</p>
<p>Nun gut. Ich denke, das ich zumindest noch eben bestanden habe, so da&#223; ich n&#228;chstes Semester beruhigt mit dem weiteren Stoff fortfahren kann. Ansonsten mache ich mir noch ein paar nette Tage in Berlin und melde mich wieder, wenn es noch was interessantes zu vermelden gibt.</p>
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		<title>Und, waren Sie w&#228;hlen?</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 15:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der ein oder andere wei&#223; vielleicht, das ich bei der letzten Landtagswahl in Niedersachsen (das war &#252;brigens letzten Sonntag, f&#252;r den Fall, das ihr es nicht mitbekommen habt) als Wahlhelfer in meiner alten Gemeinde Bad Zwischenahn t&#228;tig war. Zwischendurch ist es ja interessant zu sehen, wie die Sache so vor Ort abl&#228;uft. Alles in allem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der ein oder andere wei&#223; vielleicht, das ich bei der letzten Landtagswahl in Niedersachsen (das war &#252;brigens letzten Sonntag, f&#252;r den Fall, das ihr es nicht mitbekommen habt) als Wahlhelfer in meiner alten Gemeinde Bad Zwischenahn t&#228;tig war. Zwischendurch ist es ja interessant zu sehen, wie die Sache so vor Ort abl&#228;uft. Alles in allem hatten wir in unserem Wahllokal eine relativ (sagen wir einfach mal) brauchbare Wahlbeteiligung, sie muss so bei um die 65% gelegen haben, allerdings stehen die Gemeinden scheinbar in regem Kontakt zueinander, so dass man auch erf&#228;hrt, was 20 Kilometer weiter in Oldenburg so passiert. Gegen 14 Uhr meldet jemand, die Beteiligung in Oldenburg w&#228;re gerade erst bei 30% angelangt. Hossa! Gut, die Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen ist generell nicht so hoch und dieses mal wurde die Wahl in Niedersachsen auch sehr von der Wahl in Hessen &#252;berlagert. Also aus medialer Sicht, die Medien haben der Wahl in Hessen weit mehr bundespolitische Bedeutung beigemessen, als der in niedersachsen. Was nachvollziehbar ist, allerdings auch dazu f&#252;hrt, das viele nicht wissen, was sie im Wahllokal in Niedersachsen wollen, wenn sich offenkundig niemand f&#252;r die Wahl interessiert. So wirkt es ja, wenn jegliche Berichterstattung &#252;ber Landtagswahlen (und so war es die letzten Wochen) von Wiesbaden aus gef&#252;hrt wird. Jetzt wei&#223; jeder, was der Koch f&#252;r Pl&#228;ne hat und vorallem, wer er ist. Die Frage nach der Funktion von Christian Wulf und seiner Parteienzugeh&#246;rigkeit scheinen viele allerdings noch nicht so recht beantworten k&#246;nnen. Dabei gilt er vielen in der CDU schon als Kandidat f&#252;r das Kanzleramt. Demgm&#228;&#223; wird die geringe Wahlbeteiligung erkl&#228;rbar. Leider habe ich kein Rezept in der Hand, wie man diesem Aufmerksamkeitsgef&#228;lle entgehen kann.<br />
Lustig fand ich hingegen die Erkl&#228;rungen f&#252;r die schlechte Wahlbeteiligung in den Medien selbst. So erkl&#228;rten dies einige Politologen mit den schlechten Wetter am Wahlsonntag. Ich glaube es hackt! Gut mag sein, das die Wahlbeteiligung deshalb so niedrig war aber mir kommt das trotzdem vor, wie eine billige Ausrede. Ich kann mir regelrecht vorstellen, wie empirische Forschung zu solchen Ergebnissen kommt. Da geht ein Meinungsforscher los und entwirft einen Fragebogen f&#252;r Leute, die am Sonntag nicht zur Wahlgegangen sind. Da finden sich dann einige Fragen, unter anderem &#8220;Wenn Sie am Sonntag nicht zur Wahl gegangen sind, warum nicht?&#8221; und um die Menschen nicht zu &#252;berfordern, werden ein paar Antwortenm&#246;glichkeiten gegeben Wie &#8220;Ich gehe grunds&#228;tzlich nicht w&#228;hlen!&#8221;, &#8220;Ich glaube nicht, das ich durch die Wahl irgendetwas ver&#228;ndern kann!&#8221; oder &#8220;Bei Regen gehe ich nie aus dem Haus!&#8221;. Ein riesen Arschvoll Menschen wird sich f&#252;r die letztere Alternative entscheiden, weil sie glauben sich opportun verhalten zu m&#252;ssen, wenn irgendein Institut anruft (das klingt ja schon mal hochoffziell) und sie nach ihren Wahlgewohnheiten befragt. Das sie generell kein Interesse an der Demokratie haben wollen sie also nicht sagen, also sagen sie lieber:&#8221;Gestern war mir einfach nicht nach W&#228;hlen, n&#228;chstes Mal bestimmt wieder.&#8221;. Allerdings frage ich mich ernsthaft, wie irgendein Politologe solche Ergebnisse unreflektiert &#252;ber den &#196;ther schickt, wenn er nach der geringen Wahlbeteilung gefragt wird. Eigentlich sollte er die Ergebnisse wenigstens relativieren k&#246;nnen und sagen: &#8220;Bei schlechtem Wetter gehen wohl die weniger an Politik interessierten W&#228;hler seltener zur Wahl.&#8221; Was nicht hei&#223;t, das die Wahlbeiteilung niedriger war, weil das Wetter schlecht war, genauso k&#246;nnte man n&#228;mlich auch postulieren: &#8220;Wenn was gutes in der Glotze l&#228;uft, dann gehen eher weniger Menschen zur Wahl.&#8221; und einen entsprechenden Fragenkatalog entwerfen, ein Call-Center beauftragen diesen bei den W&#228;hlern abzufragen und kann (bei entsprechender Wahl der Antwortm&#246;glichkeiten, siehe oben), garantiert empirisch beweisen, das die Aussage stimmt. Die Wahlbeteiligung ist garantiert nicht des schlechten Wetters wegen so niedrig gewesen, sondern weil die Nicht-W&#228;hler nicht an Politik interessiert sind.<br />
Allerdings muss man da dann wieder ermitteln woran es liegt, dass die Nicht-W&#228;hler kein Interesse an der Wahl, bzw. Politik hatten. Unter Umst&#228;nden muss man dann die Politiker selbst in die Pflicht nehmen, das diese vielleicht nicht zu abgehoben regieren d&#252;rfen und die B&#252;rger mehr einbinden m&#252;ssten etc. Dann l&#228;uft man als Institut allerdings Gefahr, keine Auftr&#228;ge mehr aus der Politik zu erhalten. Denn, die Kunden der Meinungsforschungsinstitute kommen &#252;berwiegend aus der Politik (und eher seltener aus der Ecke der Medien) in Form von Parteien und Politikern. Damit schlie&#223;t sich der Kreis: Das Wetter war also nur schuld an der schlechten Wahlbeteiligung, weil die Politik in Deutschland nicht kritisiert werden m&#246;chte und lieber den Herr Gott f&#252;r die geringe Wahlbeteilung verantwortlich macht, als selbst Fehler einzugestehen. Gut, ich polemisiere hier nat&#252;rlich. Das ist mein gutes Recht und ein brauchbares Stilmittel. Wer den Zusammenhang zwischen Wetter und der Politik als Elfenbeinturm als absurd abqualifiziert, hat sicher recht, allerdings komme ich beim Lesen von Meldungen, wie:&#8221;Das Wetter ist schlecht, also gehen weniger Menschen zur Wahl.&#8221; nicht umhin genau diese ebenfalls als absurd zu deklarieren. Wenn die Wahlbeteiligung schlecht ist, dann habe die Leute einfach keinen Bock auf Politik. Nicht mehr, und nicht weniger.<br />
Was mir w&#228;hrend meiner Arbeit als Wahlhelfer aufgefallen ist, ist das &#252;berwiegend &#196;ltere und junge Familien im Wahllokal aufschlagen. Warum ist bei diesen Menschen die Neigung zu w&#228;hlen h&#246;her, als bei dem Rest der Welt? Bei den &#196;lteren kann ich es schnell erkl&#228;ren. Vielen sind die Erfahrungen w&#228;hrend oder kurz nach dem II. Weltkrieg sicher noch in Erinnerung. F&#252;r diese war die Demokratie ein Neuanfang nach den Wirren des Krieges, wobei der Neuanfang auch prima hingehauen hat, wenn man an die Wirtschaftswunderzeit der sechziger Jahre denkt. So scheint die Demokratie f&#252;r viele &#196;ltere (sicher nicht alle), auch wenn sie von au&#223;en aufgezwungen wurde, immer noch eng mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland verkn&#252;pft zu sein. Deshalb erf&#228;hrt sie in dieser Altersschicht vermutlich mehr Zuspruch.<br />
Bei den jungen Familien? Bin ich &#252;berfragt. Vielleicht sind junge Eltern generell mehr an Politik interessiert, weil sie sich ein soziales Geflecht um sicher herum w&#252;nschen (warum zeugt man sonst Kinder, von den Pannen einmal abgesehen) oder soziale Geflechte um sich herum eher wahrnehmen und versuchen es mit zu gestalten. Wobei man an meinen Erkl&#228;rungsversuchen merkt, das sie so abstrakt sind, das ich selbst keine Ahnung habe, was junge Eltern so zahlreich zur Wahl getrieben hat. Vielleicht zelebrieren sie auch einfach nur einen kleinen Sonntagsspaziergang mit den Kindern und suchen sich als Ziel das Wahllokal. Getreu dem Motto:&#8221;Mal wieder raus und frische Luft, ist immer gut, was mit den Kindern unternehmen sowieso und wenn man dann noch kurz W&#228;hlen geht haben sogar alle was davon.&#8221; Oder sie wollen einfach nur gute Vorbilder f&#252;r ihre Kinder sein, diesen &#8220;Verdacht&#8221; hatte ich auch zwei bis drei mal. Jetzt kommen die Soziologen unter euch. Aufgrund der Vor&#252;berlegungen im letzten Absatz k&#246;nnte man bez&#252;glich der Wahlbeteiligung junger Eltern fragen:<br />
&#8220;Sind Eltern deshalb eher geneigt zur Wahl zu gehen, weil sie sozialer eingestellt sind? Bzw. gehen sie deshalb zur Wahl, weil sie verantwortungsbewu&#223;ter sind (die Verantwortung f&#252;r die Kinder &#228;u&#223;ert sich in der Tatsache, das sie scheinbar gute Vorbilder sein m&#246;chten)?&#8221;</p>
<p>Kann man dann weiter behaupten:<br />
&#8220;Nicht-W&#228;hler sind weniger Verantwortungsbewu&#223;t und weniger sozial eingestellt (was das W&#246;rtchen Asozial impliziert).&#8221;</p>
<p>Mischt man jetzt noch das Ergebnis der Wahl mit hinein, dann haben wir die Begr&#252;ndung, weswegen die Gesellschaft scheinbar immer weiter nach Links r&#252;ckt (bei bei den Wahlen hat die Links.Partei ziemliche zuw&#228;chse erstritten). Offenbar sind solche Ergebnisse nur m&#246;glich, weil lediglich jene zur Wahl gehen, die ein ausgepr&#228;gteres Verantwortungsbewu&#223;tsein und Sozialverhalten an den Tag legen. Diese w&#228;hlen aber tendenziell eher links.</p>
<p>Kaum zu &#252;bersehen, das ich gerade viel Zeit habe. Eigentlich wollte ich nur kurz ein P&#228;uschen von der Lernerei einlegen und ich besch&#228;ftige mich wohl geradenur deshalb so umst&#228;ndlich mit Politik, um nicht wieder zur&#252;ck an den Schreibtisch zu m&#252;ssen. Vielleicht kann ich auch nur deshalb nicht lernen heute, weil das Wetter so schlecht ist&#8230;</p>
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		<title>Arsch hoch!</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Dec 2007 11:24:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hier ist der Name Programm! Als selbsternannter Retter der Welt und notorisch selbstherrlicher Gesellschaftskritikkritiker, geht mir bei Internetseiten mit einem solchen Titel nat&#252;rlich die Hose auf und lauter kleine Tauben entfleuchen meiner Unterbekleidung. Spa&#223; beiseite, ich bin gerade wieder auf eine Seite zum Thema B&#252;rgerrechte gesto&#223;en und komme nicht umhin, sie euch vorzustellen. Also: Arsch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="previewlink" href="http://www.arsch-hoch.org/">Hier</a> ist der Name Programm!<br />
Als selbsternannter Retter der Welt und notorisch selbstherrlicher Gesellschaftskritikkritiker, geht mir bei Internetseiten mit einem solchen Titel nat&#252;rlich die Hose auf und lauter kleine Tauben entfleuchen meiner Unterbekleidung. Spa&#223; beiseite, ich bin gerade wieder auf eine Seite zum Thema B&#252;rgerrechte gesto&#223;en und komme nicht umhin, sie euch vorzustellen.</p>
<p>Also: Arsch hoch&#8230;und informieren!</p>
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		<title>Wie viel doch liegen bliebt..!</title>
		<link>http://www.tyrbedarf.de/2007-10-07/wie-viel-doch-liegen-bliebt</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Oct 2007 11:34:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8230;wenn man mal so richtig besch&#228;ftigt ist. Und im Zuge der Renovierungsma&#223;nahmen in meiner neuen Wohnung bin ich augenblicklich mehr als nur &#8216;besch&#228;ftigt&#8217;. So war ich fast zu besch&#228;ftigt, um zu merken, das das Semester begonnen hat und ich jetzt wieder Vollzeit-Student bin, zumindest was mein Arbeitspensum angeht. Der ein oder andere wei&#223; ja vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;wenn man mal so richtig besch&#228;ftigt ist. Und im Zuge der Renovierungsma&#223;nahmen in meiner neuen Wohnung bin ich augenblicklich mehr als nur &#8216;besch&#228;ftigt&#8217;. So war ich fast zu besch&#228;ftigt, um zu merken, das das Semester begonnen hat und ich jetzt wieder Vollzeit-Student bin, zumindest was mein Arbeitspensum angeht.<br />
Der ein oder andere wei&#223; ja vielleicht schon, das ich das Politik und Germanistik-Studium letztes Jahr habe sausen lassen. Eigentlich sollte es zugunsten des Studiengangs &#8216;Veranstaltungstechnik und -Management&#8217; an der TFH Berlin gehen, die haben jedoch nicht so viele Studienpl&#228;tze, als das es f&#252;r mich h&#228;tte reichen k&#246;nnen. Eine Ausbildung in diesem Bereich war auch schon angedacht, da ich aber gesehen habe, wie schnell &#8216;Veranstaltungstechniker&#8217; in der Regel das Ende ihrer beruflichen Fahnenstange erreichen (bei manchen Produktionen laufen sogar Hands mit Meistertitel herum, das kann es ja auch nicht sein), schien mir ein Studium unumg&#228;nglich, um nicht allzu schnell in eine berufliche Warteschleife zu geraten, in der man dann festh&#228;ngt und hofft, das mal wieder etwas Neues kommt. So bin ich bei meiner Suche nach etwas Passendem auf ein Fernstudium gesto&#223;en und hier dann auf den Bachelor der Informatik. Der Gedanke, Informatik zu studieren ist eigentlich nicht so neu. Mit Rechnern habe ich schon seit der Grundschule Umgang und auch relativ fr&#252;h angefangen einzelne Programmiersprachen zu lernen; ohne ein tieferes Verst&#228;ndnis von der Funktionsweise eines Rechners k&#246;nnte ich mein kleines Projektstudio sicher auch nicht so gut warten. Was mich allerdings immer von einem Studium abgehalten hat, war der hohe Anspruch an die mathematischen F&#228;higkeiten der Studenten; komischerweise h&#228;tte ich diesen Anspruch im Zuge des Studiums an der TFH einfach in Kauf genommen. Da liegt der Verdacht nahe, das ich mich einfach nur vor der Pflicht habe dr&#252;cken wollen, weil mich die K&#252;r nicht so gereizt h&#228;tte. (Sprich: Informatik erschien mir als Studienfach nicht reizvoll genug, um Mathe zu pauken.)<br />
Im Gro&#223;en und Ganzen h&#228;lt sich die Komplexit&#228;t des Informatik-Studiums (zumindest im Augenblick) noch in Grenzen. Themen wie, &#8216;Einf&#252;hrung in die imperative Programmierung&#8217; oder &#8216;Betriebssysteme und Rechnernetze&#8217; stellen sich nicht so komplex dar, wie es klingt, zumal sie f&#252;r jemanden, der viel mit Computern zu tun hat gerade am Anfang nicht viel Neues beinhalten. Dennoch stocke ich immer wieder an den Stellen, wo es um Mathematik geht. Meine Furcht vor dem Fach war also nicht unbegr&#252;ndet; immerhin wei&#223; ich so, auf welchen Teilbereich ich den Fokus legen muss, damit ich einigerma&#223;en durchs Studium komme.</p>
<p>Tja, und dann w&#228;re da ja noch die Wohnung. Zum Gl&#252;ck ist das Schlafzimmer mittlerweile fertig. Die Einbauk&#252;che steht auch zum Gro&#223;teil, da fehlen noch die Arbeitsplatte und ein Schrank f&#252;r die Sp&#252;le. Flur muss noch Laminat verlegt werden, was wir wohl morgen in Angriff nehmen werden. Am Ende muss dann noch das Wohnzimmer tapeziert und gestrichen werden. Ich hoffe mal, das das allermeiste bis Mitte n&#228;chster Woche erledigt sein wird. Dann habe ich auch endlich wieder Zeit etwas mehr Musik zu machen. Ist doch ein Unding, das ich seit fast zwei Monaten keine Komposition mehr fertig bekommen habe! Wird schon, gestern habe ich mal wieder einen Tag lang an meinem Arbeitsrechner gesessen und ein paar Takte komponiert.</p>
<p>Aber sonst bleibt im Augenblick fast alles liegen, neben Studium und Renovierung muss ich ja auch noch Geld verdienen. Immerhin habe ich es heute geschafft mal wieder einen kleinen Beitrag f&#252;r das Blog zu verfassen. Obwohl ich festgestellt habe, das ich eigentlich viel mehr Zeit daf&#252;r aufbringen sollte, schlie&#223;lich hatte ich mir viel vorgenommen, was so musikalisches R&#252;stzeug angeht, was ich auf der Seite unterbringen wollte.  Bei der Durchsicht meiner Textentw&#252;rfe fiel mir auf, das eine ganze Reihe von Beitr&#228;ge nie ver&#246;ffentlicht wurden. Einfach aus Zeitmangel, vielleicht komme ich in ein paar Monaten ja mal wieder dazu ein wenig Urlaub zu machen. Dann kann ich auch wieder mehr Beispiele und Infos zum Komponieren und Arrangieren am PC bringen. Im Augenblick ist das alles viel zu aufw&#228;ndig.<br />
Ach und a propos Blog: Zeit ein Update auf WordPress 2.3 zu machen habe ich im Augenblick nicht genauso wenig, wie ich es die n&#228;chsten Tage schaffen werde, mein anderes Blog in dieses zu integrieren, es dann still zulegen (also das andere Blog) und dann mit dem neuen Blog auf einen neuen Server umzuziehen.</p>
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		<title>Neues vom Strommarkt</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 08:24:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da lese ich heute in der Zeitung von gestern, das der &#246;rtliche Stromversorger $OERTLICHE_STROMVERSORGER seine Preise um 15,5% erh&#246;hen will und musste umgehend meine Vertragsbedingungen kontrollieren; habe ich doch gerade erst bei einem anderen Unternehmen einen Vertrag abgeschlossen. Eine der wichtigsten Bedingungen in dem Vertrag war, das dieser Anbieter seinen Strom immer einen Cent g&#252;nstiger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da lese ich heute in der Zeitung von gestern, das der &#246;rtliche Stromversorger $OERTLICHE_STROMVERSORGER  seine Preise um 15,5% erh&#246;hen will und musste umgehend meine Vertragsbedingungen kontrollieren; habe ich doch gerade erst bei einem anderen Unternehmen einen Vertrag abgeschlossen. Eine der wichtigsten Bedingungen in dem Vertrag war, das dieser Anbieter seinen Strom immer einen Cent g&#252;nstiger verkauft, als der &#246;rtliche Versorger und dabei den im Vertrag festgelegten Arbeitspreis des lokalen Stromversorgers nicht &#252;berschreitet. Gl&#252;ck gehabt, soll die $OERTLICHE_STROMVERSORGER doch machen, was sie will: Mein Strompreis bleibt die n&#228;chsten 2 Jahre g&#252;nstig und stabil!</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> <em>Ich kann mir nicht helfen&#8230;irgendwie k&#246;nnte dieser auch aus irgendeiner Werbeagentur stammen, die Werbung f&#252;r einen bestimmten Stromanbieter machen m&#246;chte. Aber, nein, f&#252;r diesen Beitrag wurde ich nicht bezahlt! </em></p>
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		<title>Und, wer war schuld?!</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jun 2007 07:03:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer war schuld an den Krawallen in Rostock? Dieser Frage gingen die Journalisten der Tagesthemen gestern Abend nach und sind nat&#252;rlich zu keiner befriedigenden Antwort gekommen. Es ist schon bemerkenswert, das mal wieder alle Beteiligten mit den Finger aufeinander zeigen und wirklich niemand bereit ist, auch nur eine Spur von Verantwortung zu &#252;bernehmen. Diese Spielchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer war schuld an den Krawallen in Rostock? Dieser Frage gingen die Journalisten der Tagesthemen gestern Abend nach und sind nat&#252;rlich zu keiner befriedigenden Antwort gekommen. Es ist schon bemerkenswert, das mal wieder alle Beteiligten mit den Finger aufeinander zeigen und wirklich niemand bereit ist, auch nur eine Spur von Verantwortung zu &#252;bernehmen. Diese Spielchen kennen wir ja zur Gen&#252;ge aus Politik, Arbeitswelt und Kindergarten. Die Organisatoren der Anti-G8 Demonstrationen werfen der Polizei vor, sie h&#228;tten sich nicht ausreichend um Deeskalation bem&#252;ht und die Polizei beklagt, die Organisatoren w&#252;rden sie bei etwaigen Ermittlungen nicht ausreichend unterst&#252;tzen. Da ist der Kommentar des Innenministers fasst schon salomonisch: Schuld seien die Demonstranten, die von einem friedlichen Protest abgesehen haben. Wohl war. Allerdings kommt seine Erkenntnis nicht ohne den Hinweis aus, das er, der Innenminister, diese Ausschreitungen vorhergesehen hat und eigentlich noch viel mehr f&#252;r die Inneresicherheit tun wollte, ihm aber keine freie Hand gew&#228;hrt wurde. Ich freue mich schon auf die Diskussionen w&#228;hrend der kommenden Monate, in denen Sch&#228;uble immer wieder darauf hinweisen wird, das es nur zu diesen Ausschreitungen hat kommen k&#246;nnen, weil sein und das Sicherheitskonzept der L&#228;nder immer wieder ausgeh&#246;hlt wurde, durch Gerichtsurteile zum Beispiel. Jedesmal, wenn es mal wieder um Vorratsdatenspeicherung oder Geruchsproben geht, wird jeder Kritiker mit den Worten abgeb&#252;gelt:&#8221;Sie m&#246;chten also lieber Zust&#228;nde wie in Rostock oder Heiligen Damm?&#8221; Wir sollten uns jetzt schon mal &#252;berlegen, wie man solche <a class="previewlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Totschlagargument" target="_blank">Totschlagargumente</a> aushebelt und mir graust es auch schon vor den Intellektuellen Verrenkungen, die man daf&#252;r anstellen muss. (Sprich: Wechsel auf die Metaebene einer Kommunikation und erl&#228;utern der Sinnlosigkeit solcher Schein-Argumente. Das dauert in der Regel l&#228;nger, als die 1:30 min, die Fernsehstationen f&#252;r Statements reservieren und wird vom Otto-Normal-Zuschauer nur noch schwer nachzuvollziehen sein.)</p>
<p>Schuld waren in der Tat diejenigen, denen Demonstrationen eine willkommene Gelegenheit sind, sich in plumper Hooligan-Manier auszutoben. Wobei ich davon ausgehe, das wir bei jeder Demonstration auf derlei Individuen treffen d&#252;rften. Diese wild gewordene Minderheit von Leuten, die ihre Anliegen (so sie welche haben) nicht in ad&#228;quater Art und Weise artikulieren m&#252;ssen wir erdulden. Das empfinde ich als das Risiko der Freiheit. Das sind Lebensrisiken, die man nie zur G&#228;nze abstellen kann. Dasselbe gilt eigentlich auch f&#252;r Spitzenpolitiker. Diese sollten sich eigentlich dar&#252;ber im Klaren sein, das sich das private Risiko erh&#246;ht, Ziel von Anschl&#228;gen zu werden, sobald sie ein &#246;ffentliches Amt bekleiden. Risiken, die man bereit sein sollte zu tragen. Wir treiben allerdings auf unhaltbare Zust&#228;nde zu, wenn der Eindruck entsteht, die Polizei sei in der Hauptsache f&#252;r den Schutz von Spitzenpers&#246;nlichkeiten und nur nebenher f&#252;r die Aufrechterhaltung der &#246;ffentlichen Ordnung verantwortlich. Bei dem Aufwand, der in heiligen Damm betrieben wird, dr&#228;ngt sich der Eindruck fast auf.  Vielleicht ist ja weniger manchmal mehr.</p>
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		<title>Gestern im Spiegel&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 26 May 2007 08:34:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich mich gestern kurz auf ein paar Pilz in eine meiner Lieblingskneipen zur&#252;ckgezogen und mir den Spiegel vorgekn&#246;pft habe, durfte ich mit erstaunen feststellen, das einer meiner Lieblingsblogger mittlerweile von einem meiner Lieblingsmagazine zitiert wird. Hier ist der Auszug: Alles ganz harmlos. Gleichwohl gibt es Strafverteidiger wie den D&#252;sseldorfer Udo Vetter, die ihren Mandanten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="left">Als ich mich gestern kurz auf ein paar Pilz in eine meiner Lieblingskneipen zur&#252;ckgezogen und mir den Spiegel vorgekn&#246;pft habe, durfte ich mit erstaunen feststellen, das einer meiner Lieblingsblogger mittlerweile von einem meiner Lieblingsmagazine zitiert wird. Hier ist der Auszug:</p>
<blockquote><p><span> Alles ganz harmlos. Gleichwohl gibt es Strafverteidiger wie den D&#252;sseldorfer <a class="previewlink" href="http://www.lawblog.de/" target="_blank">Udo Vetter</a>, die ihren Mandanten raten w&#252;rden, &#8220;die Geruchsabnahme nicht zu dulden&#8221;. Wenn die Obrigkeit im Schwei&#223; ihrer Untertanen schn&#252;ffle, sei das &#8220;ein Eingriff in die Intimsph&#228;re von erheblichem Gewicht&#8221;</span></p>
<p align="right"><em>Aus: Spiegel Nr. 21/2007 Seite 33</em></p>
</blockquote>
<p>Ich finde es bruhigend zu wissen, das die (teils als narzistisch bel&#228;chelte) Blogszene auch in etablierten Medien langsam zur Kenntniss genommen wird. Das hie&#223;t f&#252;r mich: die Blogs werden gelesen. Damit tragen sie zur Meinungsbildung bei und es wird auch Menschen mit weniger weitreichenden M&#246;glichkeiten eine T&#252;r ge&#246;ffnet, abseits des Mainstreams an der Willensbildung mitzuwirken (Sprich: Ihre Meinung zu sagen). Das kann durchaus positive Folgen haben (und, wenn nur die H&#228;lfte dessen, was ich w&#228;hrend meines Politikstudiums &#252;ber Demokratietheorie gelernt habe stimmt, m&#252;sste es richtig hei&#223;en: Dann muss das positive Folgen haben. Aber lassen wir uns lieber &#252;berraschen.).</p>
<p>Da der Spiegel leider vers&#228;umt hat, auf Udo ihm sein Blog hinzuweisen, mache ich das jetzt. Das <a class="previewlink" href="http://www.lawblog.de/" target="_blank">Lawblog</a> von Vedder besch&#228;ftigt sich &#252;berwiegend mit juristischen Fragen und Anekdoten aus dem Leben eines Verteidigers. Erfreulicherweise verzettelt er sich dabei nicht in langatmigen, juristischen Erkl&#228;rungen sondern schafft es, sich allgemein verst&#228;ndlich auszudr&#252;cken und l&#228;sst dabei auch den Spa&#223; nicht zu kurz kommen.</p>
<p>Inhaltlich ging es in dem Spiegel Artikel &#252;brigens um den Einsatz von Sp&#252;rhunden zur Ermittlung von potenziell Gewaltt&#228;tigen Demonstranten innerhalb einer Menschenmenge. Diese Ma&#223;nahme steht in einer ganzen Reihe von Erlassen und Verordnungen seitens des Innenministers Sch&#228;uble, die geeignet sind, die Grundfesten unserer Republik zu ersch&#252;ttern. Pikanterweise geh&#246;rten spezielle Sp&#252;rhunde und Geruchsproben von B&#252;rgern auch zum Reportoire der Stasi, was wohl viele Ost-Deutsche etwas (gelinde gesagt) irritiert hat. Da Udo das &#228;hnlich sieht und fast t&#228;glich neue Beitr&#228;ge zum Thema &#8220;B&#252;rgerrechte&#8221;, &#8220;Freiheit&#8221; und &#8220;Sicherheitspolitik&#8221; schreibt, muss ich abermals auf das Lawblog verweisen und empfehlen, t&#228;glich dort vorbeizuschauen. Viele seiner Beitr&#228;ge sind sehr nah dran am Geschehen, da er, wie erw&#228;hnt, die Erfahrungen aus der t&#228;glichen Anwaltst&#228;tigkeit mit einflie&#223;en l&#228;sst.</p>
<p>Da f&#228;llt mir aber noch der gute Westerwelle ein. Verst&#246;renderweise bezichtigt der Vorsitzende der Liberalen Partei all jene als unf&#228;hig Demokratie zu begreifen, die den (historisch &#252;brigens belegten) Vergleich des heutigen Sp&#252;rhunde Einsatzes mit Stasi-Methoden wagen. Wenn ausgerechnet der Vorsitzende einer Liberalen Partei Geschichtsbewu&#223;tsein und sensiblen Umgang mit selbiger als Unverst&#228;ndniss f&#252;r demokratische Prozesse diffamiert, kann ich sehr gut nachvollziehen, warum <a class="previewlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Hamm-Br%C3%BCcher#Partei" target="_blank">Hildegard Hamm-Br&#252;chner </a>2002 ihr Parteibuch zur&#252;ckgegeben hat. Solche &#196;u&#223;erungen sind haneb&#252;chen und bed&#252;rfen keines weiteren Kommentars.</p>
<p>So, jetzt ist der heutige Beitrag mal wieder so richtig chaotisch geworden, daf&#252;r aber mal wieder ein kleiner Rundumschlag. Das waren mit Sicherheit die Themen, die mich diese Woche am meisten besch&#228;ftigt haben.</p>
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