Zitat des Tages XIV
Neulich habe ich mich mal wieder mit einem meiner ehemaligen Kollegen über den Umstand unterhalten, das so viele Menschen in Deutschland so komische Hemmungen haben, ab der magischen Altersgrenze von 30 Jahren ihren Arbeitgeber zu wechseln oder einen neuen Beruf zu erlernen. Ein typisch deutsches Phänomen und einigermaßen schwer nachvollziehbar, gerade, wenn man, wie im Falle des Kollegen, als Angestellter regelmäßig mit seinem Job oder den Arbeitsbedigungen unzufrieden ist. Jenseits der dreizig ist Schluß; Ende der Fahnenstange. Viele scheinen zu glauben, sie könnten wohl als sprunghaft gelten, wenn sie ab einem gewissen Alter nochmal ihr Leben umkrempeln. Obwohl ich mich immer frage, ob das sein kann. Mit anfang, mitte Dreizig hat man in der Regel noch mindestens 30 bis 35 Jahre zu arbeiten, da fallen ein paar Jahre für eine Umschulung oder vielleicht sogar für ein Studium doch echt nicht ins Gewicht. Stattdessen aber reichen viele die innere Kündigung ein und warten auf die Rente oder wahlweise das Wochenende. Und trampeln so auf den angestammten Pfaden weiter, nur weil die sich so schön vor einem Abzeichnen. Ich kann mir nicht vorstellen, das das wirklich Spaß macht oder gesund sein kann.
In diesem Zusammenhang fiel mir neulich wieder das gute, alte Indianersprichwort ein, das man jedem mit einem solchen oder ähnlichen Problemen zu rufen möchte:
“Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab.” – Indianisches Sprichwort

