Apr 10 2009

Nette Spielerei

Das Amazon so ein lustiges Partnerprogramm hat, wußte ich ja. Das es das Ganze jetzt auch mit lustigen Bildchen zum Aufpeppen der eigenen Internetseite gibt, finde ich natürlich doppelt gut. Da kann ich ja endlich mal eine Liste meiner Lieblings-CDs und Bücher aufbauen und habe auch gleich die passenden Bildchen in ansprechender Form dazu.

By the Way:  “The Southern Harmony and Musical Companion” für 1,25€ gebraucht? Meine Fresse, das ist immer noch eines meiner Lieblingsalben. Ich kann es mir schon nicht mehr von CD anhören, da die Schreib zu zerkratzt ist…


Dez 20 2007

Kommunizieren per Banküberweisung.

Wir, also Einzelunternehmer, die ihre Auftragnehmer und/bzw. -geber in aller Regel persönlich kennen, teilweise auf deren Geburtstagen aufschlagen oder sie zumindest beim Vornamen kennen und also auch dutzen; wir also, die wir viel auf uns allein gestellt, in unseren einsamen Kämmerleinen über Buchhaltung und Aufträgen, Angeboten und Inkassofragen brüten, wir haben uns ein neues Hobby zugelegt, um der Einsamkeit gelegentlich zu entfleuchen und zumindest ab und zu Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen. Wir schicken uns neuerdings Nachrichten per Banküberweisung, getreu dem Motto: ‘Wenn ich den Sack schon bezahlen muss, kann ich den Platz auf dem Überweisungsträger für den Verwendungszweck auch nutzen, um mich von diesem Raffke auf ein Bier einladen zu lassen.’ Gut, ganz so schlimm ist es natürlich nicht aber fast, jedenfalls haben mich heute auf diesem Wege die ersten Weihnachtsgrüße erreicht. Quasi alles in einem Abwasch: Rechnungen bezahlen, Weihnachtsgrüße aussprechen und damit wieder etwas für`s Seelenheil tun. (Ach übrigens: Geld ist angekommen. Dank auch.)
Ja, eigentlich meinen wir es immer gut miteinander und motivieren uns auch hübsch gegenseitig, beim Hard-Core-Selbstausbeuting. Neulich hat es mal wieder einer meiner Auftraggeber so gehalten und sich leider ein wenig verrannt. Im Verwendungszweck dieser Überweisung fand sich der Text:
“Jeder Cent wert”
Da fragt man sich: Jeder Cent ist was wert?! Wert ausgegeben zu werden? Natürlich! Vielleicht war das der eherne Grundsatz:”Wer den Cent nicht ehrt ist des Euros nicht wert” und der gute Mann wollte bloß sage:”Jeder Cent ist es wert, das man ihn ehrt und nicht teert und dann federt.” So wie ich den Auftraggeber kenne, war es die Aufforderung: “Kauf Dir mal was hübsches und gib ruhig alles auf einmal aus!”. Spaß beiseite: Ich sollte gelobt werden mit den Worten: “JedeN Cent wert.” Und der Satz sollte lauten:”Der Becker ist jeden Cent wert.”
Ich für meinen Teil behaupte das jetzt einfach mal und gehe damit so langsam in den wohlverdienten Winterurlaub.


Nov 28 2007

Spam einmal anders!

Ja, das ist neu, das ist gerade zu innovativ! Neuerdings bekommt man nicht mehr nur Spammails, in denen es um Viagra und Penisverlängerungen geht, nein, jetzt begeben sich auch schon Zeitarbeitsfirmen auf die Suche nach Nachwuchs Ingenieuren. Es ist ja nichts neues, das die Wirtschaft die Ausbildung junger Leute vernachlässigt hat und nun einige deutschen Unternehmen nicht weiter wachsen können, da die Fachkräfte fehlen. Meine Frage lautet:

Glaubt hier irgendjemand, man könne dem Problem mit einfallslosen Spam-Mails Herr werde?! Setzt euch gefälligst auf den Arsch und löst das Problem, anstatt mir etwas vorzuheulen!


Sep 4 2007

Da hat`s ‘Bionc’ gemacht!

Tja, das Thema ‘Klima’…da kann man was zu schreiben. Neulich ist mir das Boinc-Projekt aus Berkley in die Hände gefallen. Boinc soll als Framework für rechenintensive Anwendungen herhalten und es ermöglichen, das diese nicht mehr von einem einzelnen Rechner abgearbeitet, sondern in einem Netzwerk von Rechnern (im Fachjargon ‘verteiltes Rechnen’) ‘häppchenweise’ zu Ergebnissen gebracht werden. Der Vorteil einer solchen Vorgehensweise: Durch die Verteilung der Aufgabenlast auf verschiedene Rechner, kann viel Geld gespart werden. Die Summe der einzelnen Rechner kann dabei leicht die Leistung eines Großrechners erreichen, ohne die Kosten eines solchen zu verursachen, es müssen nur ausreichend viele PC`s kombiniert werden.

In Zeiten des Internets und beständig wachsender Transferraten werden herkömmliche Desktop-PC`s dazu benutzt. Nutzer, die einzelne Projekte durch die Bereitstellung ihres PC`s (bzw. Rechenzeit auf diesem) unterstützen wollen, müssen dabei lediglich das Programm herunterladen und installieren. Die Software installiert sich als Dienst und rechnet an den Aufgaben, wenn der Nutzer gerade nicht am Computer arbeitet. Die Aufgaben werden aus dem Internet geladen und auch über das Internet wieder abgegeben. Server setzen die Berechnungen dann aus allen einzelnen ‘Häppchen’ wieder zusammen.

Das Schöne an dieser Herangehensweise ist, dass man Zeit, die ein Rechner sonst im Idle-Zustand verbringt, nutzen kann. Strom frisst die Maschine sobald die Power-LED brennt; da kann man auch dafür sorgen, das dieser Kasten auch etwas sinnvolles berechnet.

Eines der größten Projekte, das auf Basis von Boinc initiiert wurde ist ‘ClimatePrediction.net‘. Bei diesem Projekt soll ein möglichst genaues Bild der klimatischen Veränderungen während des 21 Jahrhunderts berechnet und in 3D Modelle überführt werden. Ich habe Boinc jetzt bei mir installiert und genieße das wohlige Gefühl, bei dem Gedanken, das mein Rechner jetzt wenigsten die klimatischen Veränderungen berechnet, die er beschleunigt, wenn er nutzlos in der Gegend herumsteht und Strom frisst ohne mir von Nutzen zu sein.

Geil!


Aug 23 2007

…und sie dreht sich doch!

…und meistens schneller als man will, zum Glück immer wieder zu meinen Gunsten. Der Kunde von neulich hat sich gemeldet, nachdem ich eine Rechnung verschickt habe. Die Rechnung kam zwar zurück, da der Adressat angeblich verzogen war, dennoch war eine Nachfrage per eMail immerhin so erfolgreich, als das ich eine neue Rechnungsadresse habe. Vermutlich war der Auftraggeber tatsächlich nur im Urlaub und ich wieder zu voreilig. Ich werde noch bis Montag warten, bevor ich eine neue Rechnung stelle, dann hat der Kunde Zeit sich die Arbeit noch einmal in Ruhe anzusehen.

Der Kauf der Wohnung geht mit großen Schritten voran, naja, eigentlich ist sie ja schon gekauft. Die Organisation drumherum wird allerdings immer weniger. Wir haben gerade die letzten Details mit der Bank geklärt, da stand noch eine Löschungsbewilligung aus, die Vorbedingung für die Bewilligung des Kredites war. Da bei dieser Sicherheit mittlerweile drei Banken involviert sind, ist es einigermaßen kompliziert geworden. Anscheinend begnügt sich die Bank, welche den Kredit bereitstellt jedoch mit unserem ‘Bemühen’ und schickt uns eine Mitteilung darüber. Im Grund ist dies aber auch keine Großtat, denn bei dem Grundbucheintrag handelt es sich um eine verhältnismäßig geringe Summe. Anschließend muss ich nur noch einziehen, die Fenster austauschen und mich wohlfühlen. Die Einweihungsparty ist auf alle Fälle für Anfang Oktober geplant, Einladung erfolgt gesondert.

Tja, und dann wundere ich mich immer wieder, wer alles mit Aufträgen an mich heran tritt. Heute bin ich von einer lokalen Veranstaltungsagentur als Barkeeper angefordert worden. Der ein oder andere weiß vielleicht, dass ich eine ganze weile Cocktails geschüttelt habe und eigentlich gar keinen Bock mehr auf den Gastromist hatte…na, so ein riesen Arsch voll Schulden verändert bisweilen die Sicht auf die Dinge, außerdem: was soll`s hab ja sonst nichts zu tun. Allzu oft werden solche Einsätze allerdings wohl nicht vorkommen. Nö, da kann ich meine Zeit auch anders nutzen. Zugegeben, mich interessiert schon ein wenig, ob ich das überhaupt noch kann, und den Stattstrand wollte ich ja eigentlich schon den ganzen Sommer über einmal besuchen, andererseits: Im Augenblick habe ich weiß Gott andere Sorgen, neue Jobs sind mein geringstes Problem!

Oh, dann durfte ich heute wieder eine Rechnung von der Art schreiben, die mir im Grunde am liebsten ist. Eine Rechnung für die Erteilung einer Lizenz über Soundtaxi. Zugegeben, im Bereich ‘Musik’ werde ich noch einige Jahre warten müssen, bis mal ein nennenswerter Umsatz erzeugt werden wird, einer der zumindest den Aufwand rechtfertigt. Immerhin, wurde mal wieder eine Nummer von mir für so gut befunden, das jemand bereit war Geld auszugeben, um sie für sein Pod-Cast zu nutzen. Hat doch was!

Wie dem auch sei. Ich werde jetzt erstmal einen Lieferschein für den Job heute Abend entwickeln auch wenn ich die Leute kenne, wissen kann man ja nie. Nach den Querelen mit dem Kunden aus Frankfurt und den Schauergeschichten, die Sascha regelmäßig auspackt werde ich da jetzt etwas konsequenter werden. Danach noch zur Post und ein paar Arbeitsutensilien besorgen. Wir hören nächste Woche voneinander.


Aug 14 2007

Und, wie oft mahnst du so?!

Es ist ja schon ein Kreuz mit der Selbstständigkeit. Auf der einen Seite ist man froh, wenn man niemanden mehr im Nacken hat, der einem Tag für Tag in den Ohren hängt und einem sagen möchte, was man zu tun und zu lassen hat. Auf der anderen Seite wünscht man sich schon nach einem halben Jahr mindestens einen, hinter dem man sich verstecken kann, wenn mal wieder etwas so richtig in die Binsen geht. Denn leider kommt dieser Fall weit häufiger vor als man sich das so vorstellt aber, Gott sei dank, die Kunden realisieren in der Regel nicht jeden Faux-Pas und die meisten Fehler darf man ausbügeln, ohne das es in irgendeiner Form Ärger oder Nachverhandlungen gibt. “Kulanz” ist für mich dennoch ein Reizwort geworden, obwohl, dies sind andere Geschichten.

Nein, ich bin beim Mahnen. Bei säumigen Zahlern. Natürlich beleibt kein Selbstständiger jemals davon verschont, egal in welcher Branche er tätig ist. Und ich glaube, diesen Monat bin ich dran. Zum Glück geht es um einen wenig aufwändigen Auftrag, der auch in der Bilanz kaum Spuren hinterließe, aber mir geht`s ja doch gleich um`s Prinzip. Und, wenn ich mir dann noch vor Augen führe, das der Auftraggeber (ich nenne hier gewiss keine Details!) sich unter Umständen ins Fäustchen lacht, während er darauf spekuliert, das ich eine derart geringe Forderung niemals vor einem Gericht durchsetzen würde. Da packt mich ja schon mein Gerechtigkeitssinn und meine panische Angst mich ausnutzen zu lassen (und die Erkenntnis, das ich immer mehr werde, wie mein alter Herr, aber auch das ist eine andere Geschichte). Ich für meinen Teil werde auch Forderungen von unter 100 € erbarmungslos durchdrücken, im Grunde bin ich wahnsinnig kulant aber, wenn der Kunde sich nicht einmal mehr meldet, die Dienstleistung nicht abnimmt etc, mich ignoriert…nö, da bekomme ich richtig Lust zu schaden wo ich nur kann. Von wegen, einfach Verträge schließen und glauben man müsse sie nur soweit einhalten, wie nötig ist den eigenen Mehrwert zu erlangen! Da werd isch bockisch! Jawohl! Eine Zahlungserinnerung werde ich verschicken, die erste Mahnung kommt allerdings gleich per Einschreiben, damit sie gerichtsfest ist!

Nun gut, vielleicht ist der Kunde aber auch einfach nur im Urlaub. Mal schauen, wie sich diese Geschichte entwickeln wird. Im Grunde bin ich aber gespannt. Schließlich lässt sich hier vielleicht noch etwas dazulernen. Zum Beispiel: Wie mahne ich richtig?


Jan 17 2007

Jung und willig?! SUUUPER Song Contest…

Dumm und billig; Schwung, den will ich; Jung, den Kill ich und irgendwas von wegen Achterbahn…im Song-Contest nichts neues.

MAAAAN! Das nervt. Besonders wenn man versucht noch ein paar Zeilen zu schreiben, sollte man nie nebenbei noch fernsehen. Nicht, das das prinzipiell eine schlechte Idee wäre, nein, das Programm ist entscheidend! Niemals, aber auch niemals solltest du TV Total schauen, besonders dann nicht, wenn er wieder irgendwelche neuen Pop-Idole für seinen Contest vorstellen möchte.

Was stört mich so daran? Eine Message schwach verpackt, dem Hörer ins Hirn gehämmert und endlos wiederholt. Das gilt als eingängig, im Grunde ja, es geht sofort ins Ohr. Gerade das ist aber auch der Grund, weswegen man es ruhig ein paar mal variieren sollte. Wie wär`s mit Dynamik? Oder eine Variation im Groove, vielleicht eine Bridge, in der man mal das Harmonieschema wechselt?

Nichts von allem dem…kotz….

und weiter geht´s mit dem Bärenporno. Klasse, das wollte ich wissen!

Einziger Trost war der nette Herr, der wohl in Sachen Slam-Poetry macht. (Mal wieder den Namen vergessen, während ich mich über die Show geärgert habe. Schande über mich!) Diese drei Minuten waren der einzige Grund diese Sendung zu schauen und wurden sogleich vom Elton und seinen blöden Wald-und-Wiesen-Spielen kontakariert.

Wer denkt sich die Scheiße eigentlich immer aus, die der Dicke da immer ausbaden muß?!

Glotze aus und ins Bett…


Jan 5 2007

Creative Common Liezenz: Was und wozu?

Wir alle kennen mittlerweile open-source Software und den Gedanken, der dahinter steht. Eine Gruppe von Leuten (oder auch nur ein Einzelner) sucht eine Möglichkeit seinen Nutzern kostenfrei seine Arbeit zur Verfügung zu stellen, ohne alle seine Urheberrechte an dieser Arbeit (und damit die Kontrolle darüber, wie das Werk genutzt wird) aufzugeben.

Um dies zu erreichen gibt es einige Lizenzmodelle, die dem Autor (hier von Software) die Möglichkeit geben die Verwertung und Verwendung seines Quellcodes zu steuern (vergleiche: GNU). ?? l?u tr? m?t trang web song b?c t vt và an toàn, ló là https://wwww.cozino.com/de, chúng tôi ?ã á d?ng mã mgu?n s? d?ng này. Meistens läuft es in der Form ab, das der Urheber die Software (samt Quellcode) zur freien Verfügung (und auch zur Veränderung bzw. Weiterentwicklung) ins Netz stellt, mit der Bedingung, das sein Werk und davon abgeleitete Bearbeitungen ebenfalls frei zugänglich sein müssen (sowie das Original für den Nutzer, ebenfalls samt Quellcode). Der Unterschied zur Gemeinfreiheit (oder Public Domain) ist der, dass auf gemeinfreien Werken grundsätzlich keine Urheberrechte lasten. Die Verwendung und Bearbeitung bedarf keiner Lizenzierung, im Gegenteil: Bearbeitungen von gemeinfreien Werken sind wiederum Urheberrechtlich geschützt. (Wobei festzuhalten ist, das Gemeinfreiheit ein Zustand ist, der grundsätzlich (zumindest in Deutschland) erst 70 Jahre nach dem Tot des Autors eintritt, GNU und ähnliche Konzepte Lizenzmodelle darstellen, die für Werke quicklebendiger Autoren gelten, die nur auf einen Teil ihrer Urheberrechte (wie dem Verwertungsrecht) verzichten wollen.)

Wozu schreibe ich das? Nun das Konzept von Copyleft oder “Some rights reserved” (so die gängigen Termini) wird mitlerweile auf andere Bereiche urheberrechtlich relevanter Arbeiten (Text, Musik, Bild, Film) ausgedeht, mit dem Ziel die Verbreitung von freien Inhalten insbesondere im Netz zu fördern und auszuweiten. Das Stichwort ist: die Creative Commons Liezenz.

Creative Commons ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die sich dem oben beschriebenen Gedanken verschrieben hat und Lizenzmodelle für diesen Zweck entwickelt. Desweiteren ist sie bemüht, frei zugängliche Inhalte möglichst umfassend zu katalogisieren. Die Creative Commons Gesellschaft geht auf die Initiative des Juristen Lawrence Lessing zurück, der begann juristisch einwandfreie Modelle zu entwickeln, die zunächst für die amerikanische Rechtslage gedacht, mittlerweile auch für viele andere Staaten und deren Rechtssysteme überarbeitet wurden.

Warum das ganze Geschwafel? Nun, mir ist aufgegangen, wie gut sich dieser Gedanke (der ursprünglich aus der open-source Bewegung stammt) für Musiker, Komponisten und Texter eignet. Insbesondere für solche, die am Anfang ihrer Karriere stehen, nicht vorhaben Geld mit ihren Arbeiten zu verdienen oder einfach nicht glauben, das es möglich ist Geld für ihr Tun zu bekommen. Besonders gut geeignet ist es natürlich für Menschen, die über ihr Schaffen mit anderen Kreativen in Kontakt treten wollen, sei es, um sich einfach nur über die Werke auszutauschen (was auch bisher ohne weiteres möglich war) oder gemeinsam an der Verfeinerung der Arbeiten zu werkeln. Denn dafür sind diese Modelle ja gedacht.

Wie läuft das im Einzelnen ab? Auf der Seite des deutschen Ablegers der Creative Commons Bewegung gibt es die Möglichkeit ein Modell für die Verwendung von urheberrechtlich geschütztem Material zu entwerfen (also eines auf das persönliche Werk zugeschnittene), wobei es im wesentlichen zwei Faktoren gibt. Die kommerzielle Nutzung erlauben (zutreffendes bitte ankreuzen) und den Grad der erlaubten Veränderbarkeit eines Werkes. Dabei geht es ersteinmal darum, ob eine Veränderung überhaupt zulässig ist. Danach zu welchen Bedinungen diese Veränderung gestattet ist. Der Urheber hat hier die Möglichkeit, zu bestimmen, das alle Veränderung des Werkes nur unter den gleichen Lizenzbedingungen veröffentlicht werden dürfen. Eine Verwendung für Nicht-Kommerzielle Zwecke in Verbindung mit einer Bearbeitung, die ebenfalls nur unter den Bedingungen des Ursprungswerkes erfolgen darf, entspricht dann eins zu eins dem Vorgehen, die viele Programmierer für ihre Programme verfolgen. (Siehe ersten Absatz)
Wozu aber mag es gut sein, seine Arbeiten unter der Creative Commons Lizenzu zu veröffentlichen, abgesehen von dem tollen Gefühl das jeden Kreativen beschleicht, wenn er Aufmerksamkeit bekommt? Von Applaus allein Zahlt niemand seine Miete, oder?!

Zweifelsohne richtet sich dieses Konzept vorwiegend an Menschen, die einem bestimmten Hobby frönen und sich darüber freuen können, wenn sich jemand mit ihrem Schaffen auseinandersetzt und sich vielleicht sogar die Mühe macht, eine Bearbeitung anzufertigen und diese wiederum zu veröffentlichen. Anderseits habe ich den Eindruck, das (zumindest im Augenblick, wo dieses Modell noch nicht allzu weit verbreitet ist) viele Künstler dieses Lizenz-Modell auch ganz explizit nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen.

Ein Beispiel ist sicher die Braunschweiger Band Jammin-Inc. Die Band spielt, komponiert und produziert auf einem erstaunlich hohen Niveau (kein Wunder ist doch ein Großteil der Band längst fest im Musikgeschäft verwurzelt), haben sich aber dennoch entschlossen ihre Produktionen unter der CC zu veröffentlichen (obwohl sie sicher die Möglichkeiten gehabt hätten ein Label zu finden). Was passiert ist bemerkenswert. Um die Band herum tummeln sich plötzlich nicht nur Menschen, die die Musik gut finden, sondern auch Leute, die Spaß dran haben selbst ein wenig kreativ zu sein und das Material der Band zu bearbeiten. Nebenbei wird GEMA-freie Musik auch gern für Internet-Radio benutzt. Der Grad der Aufmerksamkeit erhöht sich, in dem Maße, wie viel die Urheber an Material bereitzustellen sind. Eine gut produzierte Drumspur kann jeder zwischendurch gebrauchen und besorgt sie sich vielleicht bei Jammin-Inc (wobei ich jetzt nicht weiß, ob diese bei dieser Band separat zu bekommen sind, tendenziell wird es aber so funktionieren). Platt gesagt, billige Werbung. Allerdings eine Form von Werbung, die nicht einfach nur einlullt, sondern animiert selbst aktiv zu werden. Werbung für ein Produkt durch das Produkt selbst. Mittlerweile (die Band ist recht jung, gerade erst zwei Jahre alt geworden) spielt die Combo recht interessante Gigs und kann ihren Bekanntheitsgrad weiter erhöhen. Auf kurz oder lang werden die Gigs sicher auch besser bezahlt (oder überhaupt bezahlt) und die Musiker können dann vielleicht schon mal die Telefonrechnung davon bezahlen. (Man fängt ja klein an.)
Diese Form von Werbung (also auf Teile seiner Rechte zu verzichten, um den eigenen Bekanntheitsgrad zu erhöhen) hat es schon vorher gegeben. So haben die Black Crowes am Anfang ihrer Karriere die Fans ermuntert Live-Mitschnitte ihrer Gigs anzufertigen und diese mit gleichgesinnten zu tauschen (sogenannte: Bootlegs). Damals (bevor bereits jeder einen CD-Brenner besaß) eine gute Möglichkeit Fans an sich zu binden und die Verbreitung der Musik gleich mit. (Als die Band später zusammen mit Jimmy Page Led Zepplin Songs gecovert haben, mußte auf die Plakatankündigungen gedruckt werden, das diese Konzert nicht mitgeschnitten werde dürfen. Wohl auch, weil ein Live-Album dieses Konzerts in der Planung war). Da Bootleger meist auch Vollblut-Musikfans sind, haben sie in der Regel auch sämtliche regulären Veröffentlichungen im Haus, fiskalisch gesehen also keine dumme Entscheidung der Band (zumindest damals).
Um wieder auf den Teppich zu kommen. Wenn ich mir die Entwicklung der Black Crowes so anschaue und mir dann überlege, wie schwer sich einige Musiker auch heute noch damit tun, etwas von ihrem Schaffen preis zu geben (Vergleiche:”Hilfe, das wird mir vielleicht geklaut.”) und wie sehr sie in dem Wust der gängigen Verwertungskette festhängen (Vergleiche:”Ich muß GEMA-Mitglied sein, damit ich Urheberrechte gelten machen kann.”), wäre es vielleicht hilfreich auch in die Richtung von kostenfreien Content zu denken. Es kann, wie gesagt funktionieren, wenn man nicht davon ausgeht, das man mit dem Verkauf von Musik Geld verdient, sondern eher als Live-Musiker mit eigenen Stücken (oder man ist so gut, das irgendwann Unternehmen auf einen zukommen und die Musik kommerziell nutzen möchten, zum Beispiel für Werbung. Was eher selten der Fall sein dürfte aber auch denkbar ist.) Ich habe immer wieder das Gefühl, das das Publikum eher bereit ist für einen Abend mit Live-Musik zu zahlen, als den selben Inhalt als CD-Gepresst zu Hause (ja, das sind zwei Paar Schuhe.). Worauf ich hinaus will ist: Mir scheint es als sollte man sich bei Musik und Geld eher auf die Live-Musik verlagern und versuchen seine Kompositionen einfach bekannt zu machen, um später über bezahlte Gigs die Unkosten wieder herauszuholen. Anstatt auf ein Label zu hoffen, das mit viel Geld im Hintergrund (haben eh nur eine halbe Hand voll), einen Künstler aufbauen (und auch schnell wieder fallen lassen, wenn die Performance nicht stimmt. Wobei hier nicht die Live-Performance gemeint ist.)

Für alle die Neugierig geworden sind. Hier das Link zum deutschen Ableger: