Nov 26 2009

Drum-Programming Teil IV: erstmal Ideen

Unser kleines Tutorial gewinnt an Fahrt. Wir haben uns ein wenig theoretisches Hintergrundwissen angeeignet, wobei wir kurz über das Schlagzeug gesprochen, den Drummer als Musiker kennengelernt und kurz einen Ausflug in die MIDI-Welt unternommen haben. Jetzt versuchen wir das Ganze sinnvoll zusammen zu fügen. Machen wir endlich Musik!

Wir brauchen Bass!

Um den ganzen Prozess möglichst anschaulich zu halten, habe ich mir gedacht, das ich einen kleinen Tutorialsong schreibe, an dem wir das Programmieren der Drums beoabachten können. Als Ausgangspunkt dient mir folgender Basslauf:

Tutorialsong Bassline Takt 1 und 2

Tutorialsong Bassline Takt 1 und 2

Tutorialsong Bassline Takt 3 und 4

Tutorialsong Bassline Takt 3 und 4

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Ein durchaus anspruchsvoller Basslauf und eigentlich eine Spur zu aufdringlich für einen richtigen Popsong; er soll mir dennoch als Strophenpart dienen. Beginnen wir also zunächst damit die Strophe auszuarrangieren (Wirklich wahr, ich beginne nie mit dem Intro…).

Hände hoch!

Bei allem, was wir bisher über die Drums gelernt haben, stellt sich zunächst die Frage, welchen Automatismus wir für die beiden Hände wählen wollen. Wir kennen ja schon ein paar und können sie jetzt einfach ausprobieren und mal schauen, welcher uns am besten gefällt.

Der Einfachste besteht nur aus einer Achtelfigur auf der HiHat und Snareschlägen auf der 2 und 4.

Einfachster Automatismus für die beiden Hände

Einfachster Automatismus für die beiden Hände

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Da ich immer bemüht bin, möglichst viel selbst über das Keyboard einzuspielen, kommt mir das Herangehen über Automatismen sehr zu Pass. Die Figur oben läßt sich prima auch am Keyboard so einspielen. Eine Hand spielt die HiHat-Figur, die Andere bedient die Snare (-taste).

Ich achte beim Einspielen sehr auf die Anschlagsdynamik der einzelnen Töne. Im Soundbeispiel habe ich diese nach dem Einspielen auch noch nachbearbeitet, da mir der Dynamikumfang meines Keyboards nicht ausreichte. Achtet mal darauf: Alle HiHat-Schläge auf den “Und”-Zählzeiten sind deutlich leiser. Ob es an einem normalen Schlagzeug auch so klingen würde oder ob ein echter Schlagzeuger auch so penibel wäre, sei mal dahingestellt. Es macht beim Hören aber einen deutlischen Unterschied. Es ist so, das die meisten virtuellen Instrumente bei ähnlich starken Anschlägen immer den selben Sound abspielen und nur die Ausgangslautstärke dieser Sounds etwas anpassen. Das ist auf dauer sehr ermüdend, eine gewisse Bandbrreite bei den hörbaren Sounds macht wirklich eine Menge aus.

Das Pattern oben ist natürlich einigermaßen albern, wenn man sich vor Augen führt, wie komplex der Basslauf dazu sein soll. Dennoch, die obige Figur findet sich in schier endlosen Schlagzeugbegleitungen land auf, land ab. Viele Schlagzeuger leiten auch immer wieder von dieser Figur ab und varieren sie. Also unbedingt einprägen.

Mach wir es etwas spannender und fügen ein paar Taps hinzu:

Takt 1-2 mit Taps

Takt 1-2 mit Taps

Takt 3-4 mit Taps

Takt 3-4 mit Taps

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Auch hier habe ich wieder sehr auf die Lautstärke der Schläge geachtet. Die Taps sind fast nicht hörbar, aber eben nur fast. Die Snare Taps habe ich einfach dazu aufgenommen und nicht die Figur nochmal neu eingespielt. In diesem Fall einfach Bequemlichkeit, manchmal stößt man aber an die Grenzen, wenn man nur mit einem Keyboard arbeiten kann. Wir nehmen diese Figur als Grundgerüst und fügen die Base hinzu.

Bumms!

Beim Ausarbeiten einer Figur für die Base habe ich mich an der Basslinie orientiert und eine eher dezente Figur genommen. Der Basslauf in dem Ganzen wird eine tragende Rolle spielen und dem Schlagzeug kommt die Funktion zu, diese Rolle zu stützen. Man hört es dem Basslauf sofort an, das der erste Schlag in jedem Takt für die Linie einigermaßen wichtig ist. Also setzen wir auch hier einen Kick. Um etwas Abwechslung zu schaffen spielt die Base in jedem ersten Takt den Auftakt auf der “4 und” mit. Das sieht dann in etwa so aus:

wenige Schläge für die Base

wenige Schläge für die Base

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Auch die Basedrumfigur habe ich einfach mal dazu gespielt, ebenfalls aus Bequemlichkeit. Den Aufwand mit dem händisch Einspielen mache ich mir übrigens, damit es etwas näher an einen echten Drummer kommt. So genau, wie es der Sequenzer abspielen würde, wenn man die Noten einfach setzt, spielt numal niemand. Es klingt auch wesentlich natürlicher, wenn Anschläge auf mehreren Instrumenten nicht genau zur selben Zeit erfolgen. Der leichte Versatz läßt es etwas natürlicher klingen.

Im letzten Takt des Hörbeispiels kam schon der Arrangeur in mir durch. Ich habe gleich eine kleine Variation entworfen, die die Strukturen etwas auflockern sollte. Es schaut so aus:

Das erste kleine Break. Nur durch Verändern der Bassfigur

Das erste kleine Break. Nur durch Verändern der Bassfigur

Hier spielen die Drums etwas gegen die Bassfigur, erlaubt ist was gefällt. Ob es mir auch im Laufe der Arbeit am Song noch gefällt wird sich zeigen.

Beim Setzen von Breaks kann man sich gut an der “8-taktigen Periode orientieren”. Hier geht es zwar eigentlich um Harmonielehre, das Prinzip ist aber gut übertragbar. Die Regel der 8-taktigen Periode besagt einfach, das nach vier Takten harmonisch die Dominante zu stehen hat und am Ende des achten die Tonika. Es geht hier natürlich nicht um Harmonien. Mir geht es nur um die Aufteilung der Takte und die Struktur, die damit erzeugt wird. Oft teile ich den Song in Blöcken à 8 Takte ein. Wobei in jedem vierten Takt ein kleines, in jedem Achten Takt ein umfangreicheres Break kommt. Das dient Natürlich nur der Orientierung, hilft aber dem Song etwas Struktur zu verleihen. Wenn es paßt, durchbricht man das Schema einfach.

Zusammen!

Hören wir uns die ersten acht Takte der Komposition mal an. Bass und Schlagzeug zusammen. Ohne Schnörkel, grob zusammen gemischt. Als Groove kann man es fast schon so lassen, als Song natürlich nicht. Dazu fehlen die gerade angesprochenen Breaks, Beckenschläge etc. Als Ausgangspunkt für die Strophe ist es aber schon mal gekauft:

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Hier geht es zum nächsten Teil.


Apr 17 2009

Game Booster

Der “Game Booster” (wie “Advanced System Care” ebenfalls aus dem Hause IOBit) ist ein nettes, kleines, kostenloses Tool, was auch für Computermusiker interessant sein kann. Prinzipiell ist es ein Hilfsmittel, das vor dem Starten eines Spiels alle überflüssigen Dienste und Prozesse stoppen kann, die bei Windows im Hintergrund laufen und Arbeitsspeicher sowie Prozessorleistung belegen. Dadurch soll der Spielfluß verbessert werden. Wenn man das Programm startet, bekommt man eine Auswahl an Prozessen, die das Programm beenden wird. Diese wählt man aus (oder behält die vorgegebene Auswahl bei) und wechselt dann in den “Gaming Mode”. Das Programm stoppt daraufhin die Prozesse und läßt sich anschließend minimieren. Will man normal weiterarbeiten, verläßt man den “Gaming Mode” wieder und das Programm reakiviert die vorher beendeten Prozesse.

Da Spiele ganz ähnliche Anforderung wie Multimedia Anwendungen haben, kann man das Tool auch prima als “Music Booster” mißbrauchen, und betrachtet den “Gaming Mode” einfach als “Composing Mode”, in den man wechselt, bevor man den Sequenzer startet. Das Tool ist kostenfrei und durchaus einen Test wert.


Apr 16 2009

Fragementierte Festplatten – Smart Defrag

Wer anspruchsvolle Anwendungen auf seinem Rechner laufen läßt (und Computermusiker gehören dazu, wie alle, die sich mit Multimedia beschäftigen), braucht ein gut gewartetes System. Heute werfen wir mal einen Blick auf die Festplatten, denn diese müssen bei multimedia Software gehörige Datenmengen in kurzer Zeit, zuverlässig an den Cache-Speicher weiter reichen. Ein hoher Datendurchsatz ist dabei unerläßlich. Der größte Teil dieser Geschwindigkeit ist dabei von der verwendeten Hardware ab, welche Busarchitektur zugrunde liegt, welche Festplatten letztlich verwendet werden etc. Diese Größen lassen sich also nur durch den Austausch von Hardware beeinflussen. Ein Problem haben allerdings alle Systeme gemein und es ist eines, dessen Einfluß auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit auch der Anwender minimieren kann. Die Frage, nach welchen Schema die Daten letztendlich auf der Festplatte gespeichert werden.

Beim Schreiben von Daten auf die Festplatte (ich gehe hier mal von Windows aus, denke aber, das andere Betriebssysteme nicht viel anders ticken) geht der Rechner nämlich auserordentlich primitiv vor. Um eine geeignete Stelle für die Daten zu finden, wird einfach die Festplatte vom Anfang an (physikalisch gesehen: von der Mitte bis zum Rand der Magnetscheibe) durchsucht und an der erstbesten Stelle, die vom Betriebssystem als “frei” markiert wurde, werden die Daten abgelegt. Das funktioniert recht gut, solange die Platte leer ist. Die Daten werden alle hintereinander weg auf dem Datenträger platziert und finden zusammenhängend Platz. Probleme treten auf, wenn später Informationen wieder gelöscht werden und diese nicht jene sind, die auch als letztes gespeichert wurden (was eher die Ausnahme ist). Dann entstehen Lücken zwischen den Blöchen der gespeicherten Daten. Damit nicht haufenweise Plattenspeicher verschwendet wird oder für das Schreiben der Daten ein komplizierter Algorithmus implementieren werden muß, der für jede Information ein passendes Plätzchen berechnet, schreibt das System einfach Teile der Daten in diese Lücken, wenn es bei einem Speichervorgang an eine solche Stelle gerät. Die Lücken werden aufgefüllt und ein Vermerk gemacht, das die Informationen nicht vollständig sind, damit auch die übrigen Teile der Datei ausgelesen werden. Man kann sich vorstellen, das durch dieses Verfahren bald ein gewaltiges Chaos auf dem Datenträger befindet. Die Information liegen nur noch gestückelt vor. Das ist für den Rechner kein Problem, die verwendeten Daten lassen sich sicher rekonstruieren. Dadurch aber, das die Daten (physikalisch) nicht mehr zusammenhängend auf der Festplatte zum Liegen kommen, verlangsamt sich das auslesen. Denn der Schreib/Lesekopf (bzw. die Köpfe) müssen für jedes Fragment einer Information ihre Position über der Magnetplatte verändern. Die Köpfe sind zwar fix, bei ausreichend großen Datenmengen verlangsamt sich die Arbeit der Festplatten aber dennoch spürbar. Große Datenmengen sind aber gerade unser Geschäft. Was kann man dagegen tun?

Ganz einfach: Man schreibt die Daten wieder so auf die Platte, das Daten, die zusammen gehören auch nahe beieinander stehen. Windows bringt von Haus aus schon ein Tool mit, welches die Festplatte defragmentieren kann. Dummerweise muss man dran denken, es hin und wieder auszuführen, sonst bringt das beste Wartungstool nichts. Daneben bleibt der Rechner schnell mal einige Stunden ungenutzt, während er das Programm ausführt. Das Windows-Tool duldet es nämlich nicht, das auf die Festplatte zugegriffen wird, während es seine Arbeit verrichtet. Das schreckt schonmal davon ab, das Programm durchlaufen zu lassen. Besser sind da Tools, die im Hintergrund laufen und immer dann, wenn gerade keiner am Rechner arbeitet oder die Auslastung des Systems es zuläßt, ein paar Dateien wieder an seinen richtigen Platz rückt. Ein (kostenpflichtiges) Tool ist “Magical Defrag” aus dem Hause Ashampoo. Es hat bei mir einige Zeit seine Runden gedreht, mittlerweile bin ich aber auf die Firma IOBit aufmerksam geworden, die ein ähnliches Programm anbietet. Wie alle Produkte aus deren Haus ist auch die Nutzung dieser Software für den Privatanwender kostenlos. Hir ist der Download:

Defragment Disk | Smart Defrag | Free Disk Defragmenter Download.

Das Tool unterstützt auch die sofortige Defragmentierung. Allerdings treten dabei die selben Phänomene auf, wie auch bei dem Windows-Tool. Die automatische Defragmentierung erscheint mir da sinnvoller. Man kann festlegen, ab welcher Ressourcen Belegung das Tool seine Arbeit einstellt und nach wievielen Minuten Inaktivität es seinen Dienst beginnt. Idiotensicher. Einfach mal antesten.


Apr 15 2009

Advanced SystemCare Free

Ein gut gewartetes System ist sicher für jeden Anwender wichtig. Für Leute, die mit ihrem Computer auch noch Musik machen wollen, ist es fast doppelt bedeutend, da moderne Musikanwendungen den Rechner in vielerlei Hinsicht stark fordern. Arbeitsspeicher wird für zügige Berechnungen benötigt, eine flotte Festplatte für die Versorgung des Arbeitsspeichers und zum Wiedergeben und Speichern der aufgenommenen Daten. Daneben nervt es auch, wenn der Rechner eine halbe Eweigkeit braucht um herauf oder wieder herunter zu fahren.

Advanced Systemcare kann hier ganz gute Dienste leisten. Es enthält verschiedene Module, mit denen man den Rechner nach Spyware absuchen und diese dann entfernen lassen kann. Es räumt in der Registry auf und kann einem helfen, die Autostartsequenz von Windows von unnötigem Rotz zu befreien, damit man wieder ein einigermaßen schlankes uns schlagfertiges System bekommt. Für die private Nutzung ist der Spaß kostenlos und aus meiner Sicht durchaus empfehlenswert.

PC Repair with Advanced SystemCare Free | System Care, Windows Care, Free Download.


Apr 11 2009

Die Besten der kostenlosen VST Plugins

Auf so eine Liste habe ich ja förmlich gewartet, allerdings wollte ich sie selbst erstellen und zu jedem Plug-In schreiben, ob es nützlich ist oder nicht. Dennoch, ich bin vorhin auf eine recht umfangreiche Liste kostenloser VST-Effekte gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten kann:

Free VST Plugins: Die Besten der kostenlosen free VST Plugins.

Einigermaßen übersichtlich, da nach Funktion sortiert, allerdings ohne nähere Beschreibung. Als erste Anlaufstelle aber sicher sehr empfehlenswert.


Apr 10 2009

Nette Spielerei

Das Amazon so ein lustiges Partnerprogramm hat, wußte ich ja. Das es das Ganze jetzt auch mit lustigen Bildchen zum Aufpeppen der eigenen Internetseite gibt, finde ich natürlich doppelt gut. Da kann ich ja endlich mal eine Liste meiner Lieblings-CDs und Bücher aufbauen und habe auch gleich die passenden Bildchen in ansprechender Form dazu.

By the Way:  “The Southern Harmony and Musical Companion” für 1,25€ gebraucht? Meine Fresse, das ist immer noch eines meiner Lieblingsalben. Ich kann es mir schon nicht mehr von CD anhören, da die Schreib zu zerkratzt ist…


Dez 22 2007

OpenSong

Mir ist heute ein Programm in die Hände gefallen, von der Art ich schon lange eines Suche. Wenn ich mich gelegentlich zurückziehe und die ein oder andere Nummer nur mit Gitarre und Gesang schmettere, dann habe ich gern ein Leadsheet der entsprechenden Nummer vor mir liegen. Also nur den Text mit passend darüber geschriebenen Akkordsymbolen. Diese zu erstellen war bisher immer etwas mühselig, wenn man dafür lediglich Word oder OpenOffice bemühte. Auch beim Schreiben von Songs finde ich es immer wieder angenehm, den Text mit Akkordsymbolen in gedruckter Form vor mir zu sehen, wenn ich Arrangiere oder einfach etwas übe und an einer Nummer herumfeile. Gefunden hatte ich bisher nie ein Programm, welches dabei behilflich sein kann, zum Selbstschreiben fehlte mir bisher Know-How, Zeit und Nerven.
Jedenfalls bin ich heute auf OpenSong aufmerksam geworden. Dieses kleine Freeware Tool gehört wohl auf jeden Musikrechner. Das Programm unterstütz einen sehr zuverlässig, beim Erstellen dieser Leadsheets. Dabei wird einfach beim Eingeben der Daten vor jeder Textzeile ein Leerzeichen gelassen und vor jeder Zeile mit Akkordsymbolen ein Punkt gesetzt. Strukturiert werden kann das Ganze dann mit Hilfe von ‘Sections’, diese werden in eckige Klammern gesetzt und beim Ausdruck dann passend hervorgehoben. Sind die Daten erst einmal eingegeben, dann kann man die entsprechenden Songs relativ einfach transponieren. Eigentlich ist das Programm wohl gedacht, um einen Teleprompter zu ersetzen, denn ausgegeben werden können die Texte dann auch (allerdings ohne Akkordsymbole) in einer Art Slideshow (ein zweiter Monitor wird dabei unterstützt), bei der man sich dann durch drücken einer Taste durch den Text wühlen kann. Vielleicht etwas für die älteren Semester, wenn das Gedächtnis nicht mehr so will, wie man selbst meint

Ich habe mal das Erstellen eines Leadsheets an einem meiner Songs durchexerziert. Ich habe lieber ein eigenes Stück genommen, um hier keinen Stress mit Urheberrechtsverletzungen zu bekommen. Hier ist das Ergebnis und für meine Begriffe schon recht ordentlich.


Dez 15 2007

Warten, warten, warten!

Manche Leute berufen sich beim Thema “Instrumente warten”, auf die Etymologie des Wortes “warten”, welches durchaus auch “ausharren” und nicht bloß “seine Aufmerksamkeit auf etwas richten” bzw. “etwas pflegen” bedeuten kann. So geht es ja auch mir. Bevor ich eine Reparatur angehe, warte ich lieber, ob sich dieses Problem nicht vielleicht von selbst erledigt. In aller Regel erledigt sich aber nicht das Problem (zum Beispiel, schnarrende Saiten oder zu hohe Saitenlage), sondern man selbst als Spieler gewöhnt sich lediglich daran, die Mängel der Gitarre zu kompensieren. Das ging neulich bei mir so weit, das ich tatsächlich versucht habe, das Schnarren einer Saite per EQs aus einer Aufnahme zu tilgen. Dafür ist die Tontechnik gewiss nicht gedacht und als mir bewusst wurde, was ich da eigentlich trieb (manchmal hängt man halt in seinem Trott), ging´s erstmal ans Ersatzteile bestellen und recherchieren. Ich meine:”Hey, kochen und backen habe ich doch auch komplett im Internet gelernt, da wer ich mich doch online sicher noch zu einem Gitarrenbauer weiterbilden können, oder?!” In der Tat gibt es da einige Links und einen will ich euch natürlich nicht vorenthalten.
Die Seiten der hannoveraner Firma “Rockinger” sind bekannt für ihr umfangreiches Ersatzteilsortiment und ihre Gitarrenbausätze (meine erste Klampfe war/ist eine Rockinger Explorer), jetzt habe ich bei denen auch ausführliche und gut Illustrierte Anleitungen zu Themen wie Bünde auswechseln gefunden. Sehr empfehlenswert.

Nächste Woche mach ich mich dann mal daran, mein Soundcraft Mischpult zu erneuern.

Ach so, ich habe bei mir lediglich den Hals neu justiert und bin mit etwas Kontaktspray über die Poti und Buchse gegangen. Das hat schon gereicht für ein völlig neues, wohltuendes Spielgefühl. Ich denke, ähnliches werde ich auch mal bei den anderen Klampfen in Angriff nehmen, macht echt Spaß die alten Dinger wieder auf Vordermann zu bringen.


Mrz 27 2007

Ernüchterung?

Hmm, vielleicht sollte man keine fertig produzierten Stücke bei www.digitalmusician.net hochladen, dennoch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, das auf der Seite noch nicht sonderlich viel los ist, und im Großen und Ganzen zunächst nur als Werbeträger für verschiedene Firmen aus der Musiksoftware Branche her hält.

Auf meinen Versuchsballon gab es keine Reaktion. Aber auch im Forum herrscht überwiegend flaute, dabei scheint die Idee durchaus ausgereift zu sein. Allerdings gehen auch wohl auch hier die Hobby-Produzenten zunächst mal auf die Suche nach Sängern, weshalb für den Rest der Musikergilde nicht viel übrig bleibt.

Wie dem auch sei, ich schau mir das Ganze nochmal in einem halben Jahr an. Vielleicht hat sich bis dahin noch einiges getan.


Mrz 27 2007

Wieder ein Fundstück

Die Wikipedia kennt jeder, jetzt gibt es das Ganze auch für die Indie-Szene. Auf

www.indiepedia.de

ist jeder eingeladen, die Independent-Szene zu kartografieren und Werbung für Untergrundmusik zu machen. Auf geht`s! Schreibt euch die Finger wund!