Lexicon Omega Studio und Midi

Was mein neues Lexicon Soundinterface an Hardware mitbringt, das läßt sie an Software-Architektur vermissen. Zwar ist das Aufnehmen von Audio nicht so das Problem, da das Teil einen Ausgang mitbringt, über den man direkt das aufgenommene Signal hört bevor es zum Rechner geschickt wird, das Timing bei Midi-Aufnahmen ist allerdings unter aller Kanone. Mag sein, das dies ein wenig mit der verwendeten Aufnahmeumgebung zu tun hat, da ich mich aber an mein gutes, altes Sonar gewöhnt habe, suche ich den Fehler natürlich als erstes bei der neuen Hardware. Und es war nicht zu machen. Auch bei extrem geringer Latenz (was bei diesem Teil als Größe der Aufnahmebuffer ausgedrückt wird) schwimmt das Timing, wie Nieselregen auf der Straße nach langer Trockenzeit.

Das Timing meiner alten E-MU-Karte war dagegen um einiges besser. Also lag der Gedanke nahe, für Midi-Aufnahmen weiterhin das Teil zu benutzen. Prinzipiel erlauben moderne Sequencer das Umschalten der verwendeten Treiber, wenn mehr als eine Soundkarte auf dem Rechner installiert ist. Was Softwaremäßig noch ganz einfach geregelt werden kann, wird im Hinblick auf die Abhöre aber ein echtes Problem. Man kann die Treiber nämlich nicht mischen. Also ein Karte für Midi und ein für Audio zu verwenden. Es ist zwar möglich einfach den Midi-Eingang der alten Karte zu nutzen, die Stärke dieser ist aber nur die Timing-Kontrolle, der Audio-Klang der neuen Karte ist um einiges besser. Dafür braucht man jedoch die Audio-Treiber. Schaltet man jetzt alles auf die alte Karte zurück, so wird auch das Audio-Signal über diese Karte wieder gegeben und man muß auch umgehend die Abhöre an die Ausgänge der alten Karte anschließen. Das ist natürlich immer ein ziemlich nervtötender Akt, da muß es andere Lösungen geben.

Versuche einfache die Ausgänge der alten Karte in zwei der Eingänge vom Lexicon zu schicken, gelangen zwar, jedoch ging das mit einem impertinentem Brummen einher, was auf Dauer doch genervt hätte. Lösung war schließlich, den Digital-Ausgang (SPDIF) mit dem Digital-Eingang der neuen zu verbinden. Das klappt zwar, aber mal ehrlich…das muß doch einfacher gehen. Die Karte hat 180 € gekostet und die Sequencer-Software nochmal das dreifache…

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