MKV-Files und Windows 7

Heute bin ich auf etwas gestoßen, was nach meinem Dafürhalten ein echter Bug in Windows 7 ist. Bei Bild- und Video-Dateien ist es bei modernen Betriebssystemen ja üblich eine kleine Vorschau im Datei-Explorer anzuzeigen. Bei der Vorschau von .mkv-Dateien im Windows-Explorer scheint es Probleme zu geben. Die Vorschau wird nicht angezeigt. Das wäre nicht das Problem. Windows scheint aber im Hintergrund eine solche Vorschau erstellen zu wollen und greift dazu auf diese Dateien zu. Will man jetzt diese Files verschieben oder löschen, so bekommt man die Meldung, das die Datei bereits geöffnet sei und zwar vom Windows-Explorer. Jetzt steht man natürlich etwas doof da. Um den Dateizugriff zu beenden muß man das Programm beenden, welches den Zugriff verursacht. Dummerweise ist der Explorer bei den meisten Leute die einzige Möglichkeit, die Dateien auf der Festplatte zu verwalten. Zumindest, die Einzige die sie kennen. Wie schafft man es, den Explorer zu beenden und die Dateien dennoch zu löschen?

Ich konnte das Problem lösen, idem ich zunächst den Explorer beendet habe. Ja, das geht. Auch wenn der Explorer Windowsmäßig omnipräsent ist, ist der Explorer nicht gleich Windows. Das System beendet sich nicht, nur weil der Explorer beendet wird. Um den Explorer zu beenden einfach “strg-alt-ent” gleichzeitig drücken und den Task-Manager öffnen (Bei Windows 7 ganz am Ende der Liste). Im Taskmanager unter Prozesse den Eintrag “explorer” ausfindig machen, markieren und auf “Prozess beenden”-klicken. Wie können wir nun die Dateien kopieren und löschen? Mit Hilfe der Konsole. Um das Konsolen-Fenster zu öffnen geht man im Taskmanager auf “Datei” und wählt den ersten Menüpunkt “Neuer Task (Ausführen)” und gibt im darauffolgenden Dialog “cmd” ein. Es öffnet sich ein Fenster mit einem schwarzen Hintergrund. Hier kann man per Tastatur-Kommandos Änderungen am Datei-System vornehmen (und noch eine ganze Menge mehr aber alles zu seiner Zeit). Die wichtigsten Kommandos sind folgende:

1. dir – zeigt den aktuellen Verzeichnisinhalt.
2. ren – damit lässt sich eine Datei oder ein Verzeichniss um benennen.
3. cd – wechselt in ein anderes Verzeichnis (“..” – Wechselt in das übergeordnete Verzeichnis).
4. del – löscht eine Datei.
5. copy – kopiert eine Datei von A nach B.
6. help – zeigt eine Übersicht aller verfügbaren Kommandos an.

Ausgabe von "dir /?"

Ausgabe von "dir /?"

Jedes dieser Kommandos kann mit dem Parameter “/?” aufgerufen werden, dann erscheint eine Hilfe zum jeweiligen Befehl. “dir /?” erzeugt zum Beispiel die nebenstehende Ausgabe. Und jetzt heißt es frickeln. So lange die Verzeichnisse wechseln, bis man in dem Verzeichnis ist, in dem die Datei lagert und dann entweder umbennen, kopieren oder löschen. Mit dem entsprechenden Befehl. Zum Beispiel “ren a.txt b.txt”. Die Datei “a.txt” wird zu “b.txt”.
Oder eben “del a.txt”, bzw. “copy a.txt b”. Kopiert “a.txt” nach b, wenn b ein Verzeichnis ist.

Anschließend kann man wieder den Taskmanager hervorholen und mit “Datei”-> “Neuer Task” den Windows-Explorer wieder starten. Dazu einfach “explorer” als auszuführenden Task angeben. Der Explorer sollte  umgehend starten und die Änderungen am Dateisystem sichbar werden.

Beim Googeln habe ich gesehen, das das Problem wohl schon zu Vista-Zeiten aufgetreten sein soll. Da allerdings im Zusammenhang mit DivX-Installationen.

Hmm…wenn ich so die Installierten Programme bei mir durchgehe…DivX ist hier ja auch installiert. Vielleicht ist diesmal nicht Windows schuld, sondern dieses Codec-Geraffel?

Gleichgültig, ihr wisst euch ja jetzt zu helfen.

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