Pimp my 7113

Es ja hinlänglich bekannt, das auf den AVM-Router kleine Linux-Systeme arbeiten. Die Firmware der Boxen bedient sich also eines sehr mächtigen und flexiblen Betriebssystems, welches prinzipiell frei Programmierbar ist. Der Gedanke liegt nahe, das man diese Boxen dann auch über den von AVM gewährten Funktionsumfang hinaus erweitern können müßte, wenn man sich ein wenig mit dem Programmieren von Linux-Software auskennt.

Da ich heute beschlossen habe, mal einen Tag frei zu machen, wollte ich es wissen. Mit ist schon vor einiger Zeit das “Freetz“-Projekt untergekommen. Die Entwickler dort haben es sich zur Aufgabe gemacht, eine einfach zu bedienende Umgebung für die Modifikation der FritzBoxen bereit zu stellen. Im Wesentlichen besteht sie aus einem Ubuntu-Linux, welches AVM-Firmewares generieren kann. Dieses Firmware kann man in seiner Box als Firmwareupdate hochladen. Ich habe das heute mal getestet. Also wie es klappt, was zu tun ist und wie das Ergebnis aussieht. Ich hatte mich schon auf das Schlimmste vorbereitet. Anleitungen und Recovery-Software von AVM besorgt, eine Sicherung der Einstellungen gemacht (meine 7113 ist immerhin die einzige Verbindung zur Außenwelt) und einfach mal darauflos getestet. Ergebnis: Wenn man den Tutorials auf der Freetz-Seite penibel folgt, dann klappt das mit den modifizierten Firmwares offenbar sehr gut. Nach dem Hochladen der Freetz-Firmware mußte ich bei mir nicht einmal die Zugangsdaten neu eintragen. Alle Einstellungen sind erhalten geblieben, bis hin zu den Anrufsperren, die ich für diverse Call-Center verhängt hatte.

Nun gut, die neue Firmware macht noch nichts außer eines weiteren Menüs anzubieten, dennoch fängt man sofort an zu überlegen, wie man die verbliebenen kBit des RAMs mit mehr oder weniger sinnvoller Software fülllen kann. Spätestens jetzt wird es Zeit für mich, sich auch mal mehr mit Linux-Systemen auseinander zu setzen. Und dann mal schauen, was man der Box noch so alles beibringen kann…

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