Sonntags kurz vor fünf in Deutschland

Nachdem mich die Nachbarin heute morgen während der Heimkehr von irgendeiner Party in aller Hergottsfrühe aus dem Bett geschmissen hat (keine Sorge, ich werde den Wecker diese Woche wieder auf “Buzzer” stellen, dann haben die Mitbewohner über mir auch noch was davon…), hatte ich nach Frühstück und Duschen ausgiebig Zeit, ein wenig im Internet zu stöbern.

Natürlich fiel mir wieder was bei Heise in die Hände. Offenbar bin ich mit meiner Einstellung, nur noch Roller zu fahren gar nicht so allein. Was aus purem Mangel an Barem entstand, wird offenbar schon als denkbare Alternative zum Elektroauto diskutiert. Dort übrigens auch aus finanziellen Erwägungen. Batterien für eFahrzeuge wären in der Anfangsphase noch so teuer, das vermutlich keine Markrelevanz zu erreichen wäre. Bei Rollern bräuchte man keine so teuren Akkumulatoren, da ließen sich eher markgerechte Modelle auf selbigen bringen. Das ausgerechnet BMW drot Vorreiter ist, ist eigentlich nich überraschend. Energieeffizienz ist bei denen schon länger ein Thema, so verbraucht die BMW-Flotte im Schnitt am wenigsten unter den deutschen Autoherstellern (Habe den Link jetzt nicht mehr parat. Wo habe ich das noch gleich gelesen?).

Und kurz Politik. Guttenberg, selbstleuchtend. Wie der Lobo kann ich nur hoffen, das das Satire ist. Man fragt sich ja schon manchmal, was die versammelte deutsche Journallie treibt, wenn sie gerade mal nicht bis zum Anschlag im Arsch des amtierenden Verteidigungsministers steckt. Bemerkenswert scheint es jedenfalls nicht zu sein, wenn man mal kurz daran denkt, was der Döpfner vor ein paar Tagen in Sachen Bezahlinhalte von sich gab. Sex und Crime, jawohl, das wollen die Leute! Da kann man schon fast froh sein, das sich die Süddeutsche nur um die Kombinierbarkeit von Splitterweset und Kaschmir Sorgen macht. Hat der Gute eigentlich noch irgendwas von sich gegeben, da am Hindukusch? Da war doch was…ach ja, er möchte in Zukunft darauf drängen, das die afghanische Regierung mehr für die Stabilität des Landes tut. Da hat die Süddeutsche natürlich recht, das ist Sache des Außenministers, deshalb spielt das in dem Artikel wohl keine Rolle.

Und über FeFe komme ich dann auf einen Artikel, der mal wieder vor Augen führt, wie viel in Deutschland getrickst und getäuscht wird, wenn es um die Inszenierung von Öffentlichkeit geht. Da hat Berlin doch tatsächlich seine Polizeianwärter mißbraucht, um die Feierlichkeiten anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls zu “stabilisieren”. Deren Aufgabe war es, Plätze zu belegen und zwar an stellen, wo es sicherheitstechnisch heikel war. In der Nähe hochrangiger Politiker zum Beispiel, also dort, wo auch immer alle Kameras hinzeigen. Den Begriff “Jubelperser” finde ich nach wie vor treffend. Man muß aber einschränkend sagen, das sogar der Polizei dieses Vorgehen nicht mehr ganz geheuer ist. Dennoch steht es in Berlin offenbar an der Tagesordnung.

Nun gut, noch kurz einen Tee und dann ab zur Arbeit.

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