Zum Thema “überparteilich”

Zu keiner Zeit merkt man dem oldenburger Käseblatt die Parteilichkeit besser an, als in Wahlkampfzeiten. Wenn das keine Lobeshymne auf die amtierende Kanzlerin ist, dann möchte ich nicht wissen, wie es klingt, wenn der Redakteur tatsächlich einmal Partei ergreift.  Damit nicht genug, glänzt der Artikel mit der gleichen Inhaltsleere, die auch den Wahlkampf der CDU dominiert. Klar, wo nichts ist sollte man auch nichts hineindeuteln. Aber ist das Totschweigen der politischen Gegenposition tatsächlich schon “die hohe Kunst des Wahlkampfes”, die sie da wie ihr Vor-Vorgänger perfekt beherrscht? Da haut jemand ein paar Worthülsen raus, weil er dazu verdonnert wurde einen Artikel zu schreiben.  Wie sie ihre Reden hält, wen sie erwähnt und wen nicht, ob sie Kopfgesteuert ist, wann sie lächelt oder dergleichen, sagt jedenfalls nichts über die politischen Inhalte aus, für die die Frau kämpft. Alles ohne Relevanz. Also nur ein kurzer Bericht über den Wahlkampfauftritt in Oldenburg. Dumm nur, das nicht mal das gelingen wollte. Der Bericht ist nämlich unvollständig.

Die Stadt hat die alte Kohlkönigin (Kohlkönig in Oldenburg zu werden ist nicht sehr schwer, da gilt das Prinzip: jeder muss mal ran und ist eigentlich keine Ehre, sondern die Pflicht zur Vorbereitung des nächsten Treffens im nächsten Jahr) nämlich nicht annähernd so nett begrüßte, wie die lokal Zeitung uns glauben machen will. Je nach Quelle war wohl eher das Gegenteil der Fall, manche sagen sogar, sie wurde mit Eiern beworfen. Darüber schweigt sich dieser Bericht komplett aus, obwohl das tatsächlich mal eine Meldung wert gewesen wäre. Oder haben sich CDU-Anhänger schon daran gewöhnt laufend mit Eiern beworfen zu werden? Dem Vor-Vorgänger ist das ja auch schon ein ums andere Mal passiert…

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