Und sonst so…
Zunächst: Meinen Fernseher bin ich los! Eine Freundin aus Bremen wird ihn sich neben die anderen beiden in die WG stellen. Mehr als Stereo-sehen geht nicht… Sie hat hoch und heilig versprochen nur Filme zu schauen. Mir soll es recht sein, wer zuerst kommt… Mein Ex-Hertz-Kollege hatte nur Interesse angemeldet und das D. aus B. hätte ihn sich heraus geholt, wenn es mal wieder in Oldenburg gewesen wäre. Ich wollte das Teil aber los werden und nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag verwahren. Also: Sonntag ist er wech! Zum Glück!
Arbeitsmäßig gibt es auch mal wieder was zu berichten. Heute habe ich mich mal (wieder!) als Hand für die Wise Guys verdingt. Die gute Nachricht vorweg: Sie spielen noch immer die gleichen Lieder, trotz neuem Albums (”Hallooooo, ich bin dein Ohrwurm”.) Von den Künstlern habe ich natürlich nur wenig mitbekommen (die Künstler gehen mir mittlerweile aber generell handbreit am Arsch vorbei, das hat also nichts zu sagen, aber), die Crew war nett. Ja, nur nett. Eine Kollege sagte es heute treffend: “Zu viele Chiefs, zu wenig Indianer”. Die Jungs wirkten auf mich doch etwas eigenbrödlerisch und unwillig Aufgaben zu deligieren, außerdem hat auch die team-interne Kommunikation nicht ganz so gut geklappt (widersprüchliche Anweisungen); menschlich aber angenehm. Kurz: Fachlich: gut, Arbeitsklima: gut, Organisation: verbesserungswürdig. Alles in allem: Quick and Dirty. Reibung gibt es ja immer.
Bemerkenswert war eigentlich das Publikum: Die Wise Guys haben vermutlich das mit Abstand musikalischste, welches ich bisher gehört habe. Heute Abend war tatsächlich das erste mal, das ich (geschätzte) 800 Leute auf die 2 und die 4 habe klatschen hören. In der Regel heißt es ja “Four on the Floor” wenn das Publikum miteinsteigt, und mir klappen sich regelmässig die Fußnägel hoch, wenn ich dies teutonische Gepolter aus der Halle höre. Vielleicht sollten die Jungs doch noch ein wenig bekannter werden, einfach nur, um etwaigen Konzertbesucher die Grundlagen ihrer heißgeliebten Pop-Musik etwas näher zu bringen. Der überwiegende Teil ist Soul, Blues und Jazz: also Backbeat. Wobei ich mich immernoch frage, wieso eine A-Capella-Gruppe so viel Geschleuder auf der Bühne hat…egal, netter Abend und nächstes Jahr kommen sie wieder…
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