Scheiß auf e-wie-einfach!
Den Stromlieferanten zu wechseln soll ja eigentlich ziemlich leicht sein. Einfach einen Vertrag ausfüllen, Zählernummer und Stand ablesen, abschicken, den Rest machen dann die Stromlieferanten. So wollte ich auch verfahren aber: Denkste! Seit fast 8 Monaten versuche ich Kunde bei e-wie-einfach zu werden und kann jedem nur dringend empfehlen, den Wadenbeißer von E-On lieber gleich von der Liste möglicher Kandidaten zu streichen. Ich habe es jetzt aufgeben, doch schön der Reihe nach.
Es begann alles, als ich meine neue Wohnung beziehen wollte. Damals habe ich recht kurzfristig einen Vertrag über das Internet mit dieser Firma geschlossen. Ehedem hatte man mir geschrieben, das ich mich einfach bei meinem örtlichen Stromversorger melden solle, um denen mitzuteilen, das e-wie-einfach in Zukunft meine Stromlieferung übernehmen würde. Soweit so gut und flugs erledigt. Danach kam noch ein Schreiben, das sich der Lieferant meiner Wahl gerade in intensiver Abstimmung mit der EWE (dem örtlichen Stromversorger) befände und die Lieferung durch die Kampfsau von E.On bald beginnen würde. Danach Stille. Fliegende Büsche. Bis Dezember. Da plötzlich meldete sich die EWE bei mir und teilte mir mit, das ich denen jetzt Geld zu überweisen hätte, da ich ja deren Strom verbrauchen würde (sicher keine falsche Feststellung aber dennoch:) Hä?! Ein Anruf bei e-wie-einfach ergab, das die meinen Vertrag schon vor geraumer Zeit gekündigt hätten, da der Liefertermin zu kurzfristig angesetzt war. Zu meinem Glück hielt es niemand für nötig, mich davon in Kenntnis zu setzen. Sonst hätte ich vielleicht interveniert und der EWE etwas arbeit erspart und mich früher um die Versorgung meiner Wohnung mit Strom gekümmert. Dennoch dachte ich so bei mir, naja, dachte ich so, eigentlich ja selbst schuld. Gut, man hätte diese Eingabemaske auf der e-wie-einfach Homepage auch so gestalten können, das nur Termine akzeptiert werden, die mindestens 8 oder sogar 10 Wochen in der Zukunft liegen, sodas niemand in die Verlegenheit kommen kann, den Strom zu kurzfristig zu bestellen. Aber he, dachte ich bei mir, ich so, als mündiger Bürger und findiger Mensch hätte auch selbst herausfinden können, das der Termin zu kurz angesetzt war. Hatte ich nicht, also: selbst Schuld. Schande über mein Haupt und wo habe ich überhaupt die Einfältigkeit hergenommen e-wie-einfach oder gar der EWE den Lieferverzug anzukreiden?
Ich bin dann mit e-wie-einfach so verblieben, das wir einfach einen neuen Vertrag zu den alten Konditionen aufsetzen und quasi einen Neustart versuchen würden. Das klang vernünftig und für alle Seiten fair. Ab da wirkte die Firma auch um einiges motivierter. Monatlich bekam ich Post mit dem Hinweis, das es alsbald losgehen würde mit dem günstigen Strom von der E.On Marktbereinigungsmaschine. Bis zum Februar, da schrieben sie mir ein allerletztes mal, und teilten mir mit, das sich e-wie-einfach in der Abstimmung mit der EWE befänden und ich bestimmt ab März meinen günstigen Strom bekommen würde. Nichts passierte. Merkwürdig. Langsam einigermaßen gereizt, habe ich noch einmal ein nettes Schreiben aufgesetzt, mit der bitte, mir doch endlich mitzuteilen, wann ich denn nun zu guter Letzt doch noch Kunde bei e-wie-einfach-mal-ein-paar-briefe-versenden-kunde-freut-sich-bestimmt werden würde. Bis heute keine Reaktion.
Ich weiß nicht genau, was da vorgefallen war. Ich für meinen Teil habe so den dumpfen Verdacht, das die Angriffsformation von E.On sich gern klamm und heimlich aus der Affäre ziehen möchte, da die Strompreise seit dem ersten Anbahnungsversuch mit e-wie-einfach-mal-dumm-stellen-und-nicht-antworten schon wieder um 20 % gestiegen sind. Bereits 2 Wochen nach meinem Vertragsabschluß kletterten die Preise bundesweit kräftig nach oben. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte ich den Verdacht, das e-wie-einfach-mal-verträge-kündigen-ohne-es-dem-kunden-mitzuteilen eigentlich nichts mehr von mir wissen wollte und fand es erstaunlich, das sich die Firma dennoch so kulant zeigte, mir den selben Vertrag nocheinmal anzubieten. Man muss dazu wissen, der Vertrag hätte zwei Jahre gegolten, ohne, das der Strompreis über den vertraglichvereinbarten Tarif hätte steigen können.
Da merkt man mal wieder, wie sinnvoll eine Rechtschutzversicherung sein kann. Wäre ich Rechtschutzversichert, dann würde ich mir jetzt einfach einen Anwalt nehmen und e-wie-einfach-mal-aus-dem-staub-machen einfach mal den rechtstaatlichen Marsch blasen. (Neudeutsch für: auf Einhaltung des Vertrages bestehen). So bleibt mir nur die Öffentlichkeit und der Hinweis:
e-wie-einfach-mal-bleiben-lassen
Ich such mir jetzt jemand anderen, der mein Geld will…ich habe da neulich so ein Angebot mit Öko-Strom gesehen und sogar die waren noch günstiger als die EWE. Da werde ich mir mal Unterlagen kommen lassen.
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Juni 11th, 2008 at 00:33
[...] Scheiß auf e-wie-einfach! [...]
Dezember 8th, 2008 at 23:11
Lieber Müsli als Atommüll!
So sind sie, die Atomstrom-Anbieter – und die E.On-Blase “E-wie einfach” ist noch eine der schlimmsten.
Stell dir mal vor, dass solche Leute eigentlich auch noch den Atommüll verantworten und bewachen sollten, und das für Millionen Jahre.
Meine Empfehlung: Nimm ein paar Euro mehr und wechsele z.B. zu “Naturstrom” (19,9 Ct /kwh, 9,90€ GrGeb), keine Öko-Mogelpackung, sondern Energiewende pur u angeblich auch mit ausgezeichnetem Service.
Februar 5th, 2009 at 19:54
Callcenter und unbeholfene Mitarbeiter soweit das Auge reicht. Servicewüste Deutschland, Servicewüste E.ON. Das ist das größte Problem was E.ON Energie sowie Tocherunternehmen haben. Die linke weiss nicht was die rechte Hand macht. Ich muss das wissen. Ich arbeite bei dem Verein. Selbst firmenintern wird man dauernd an Callcenter weitergeleitet oder hat mit Schreibtischpersonal zu tun, welches offensichtlich über keine großen Kompetenzen verfügt. Ob es nun die Sparte PersonlaDirekt oder der IT Dienstleiter EON IS ist. Ich habe heute ca. 2 Stunden mit den Callcentern telefoniert und die wenigsten vond denen haben wirklich Ahnung. Wenn man Glück hat bekommt man auch mal jemanden mit Ahnung an die Strippe. Ich persönlich habe heute eins gelernt: ins firmeninterne Telefonbuch gucken und sich gleich den Abteilungsleiter raussuchen. Die haben wenigstens Ahnung von dem was sie tun.