Woran man merkt…
…das man mit Akademikern zusammen arbeitet. Akademiker brauchen Zeit ihres Lebens mindestens zweimal 12 Wochen Urlaub im Jahr (zuzüglich Winterpause und Osterferien). Das hängt mit dem Jahresrhythmus von Studenten zusammen, die bekanntermaßen jedes Semester drei Monate vorlesungsfreie Zeit haben. Eigentlich ist diese Zeit ja nicht als Urlaub gedacht, sondern als Phase des Lernens und selbständigen Arbeitens (zum Beispiel an Hausarbeiten und dergleichen auch für Praktika wird diese Zeit gern genutzt). Vielfach hat es sich aber eingebürgert, diese Zeit einfach feiernd zu verbringen oder anderweitig abzugammeln. Wie dem auch sei:
Anders kann ich es mir jedenfalls nicht erklären, weshalb die Kulturetage jedes Jahr um diese Zeit faktisch dicht ist. Und zwar für mindestens drei Monate. Ebenso wie in der Phase nach dem Kultursommer, wo ebenfalls mindestens ein Monat Ruhe ist. Ostern passiert auch nichts und ich wette Pfingsten wird auch lieber Eis gegessen. (Zumindest hatte ich so den Eindruck, als ich gerade die Jobs für diesen und auch für den nächsten Monat sah). Seit mitte Februar läuft hier alles auf Sparflamme und dem Ausblick zufolge soll dies auch bis zum 02.07. (Beginn des Kultursommers) so weiter gehen. Eigentlich ein betriebswirtschaftliches Fiasko. Wie unterhält man eine derart große Halle mit so wenig Auslastung? Jeder Vorstandsvorsitzende eines DAX-notierten Unternehmens kennt die Antwort und auch in der Kulti sind wohl vorwiegend Sparschweine beschäftigt (wenn ich mal so salopp formulieren darf). Ich lasse mich hier nicht öffentlich darüber aus aber, wo in welcher Art kosten vermieden werden (auch hier ist manches diskutabel anderes nicht, manches kurzsichtig und wiederum anderes absolut nicht nachvollziehbar). Nur soviel: Der Kostendruck im Veranstaltungsbereich ist enorm und wird durch ein nachlässiges Management sicher nicht geringer.
Eigentlich ein Trauerspiel. In dem Laden rennen soviele fleißige und motivierte Leute herum und werden laufend daran gehindert sich unterbeweis zu stellen. Man hat sich arrangiert und ist dazu übergegangen sich anderweitig nach Jobs umzusehen, damit man diese Zeit auch gut übersteht. Perspektiven erwartet man so natürlich nicht mehr, insofern steht es wohl in den Sternen, ob sich die Kulti jemals weiterentwickeln wird. Wie auch, wenn die Leute fehlen, die diese Entwicklung anstoßen, umsetzen und mitragen müssen. Es fehlt wie so oft an Ideen und Konzepten. Und ohne Konzepte ist es wohl auch schwer Leute zu motivieren, irgendwie mal mehr zu machen als unbedingt nötig.
Naja, da ist ja noch die EM und ein Studium und und und…
P.S.: Ja, ich habe mein Konzept…
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