Ich war nicht faul!
Nein! Auch, wenn ich in den letzten drei Wochen absolut keinen Beitrag hier verfasst habe. Was also hat der Becker die ganze Zeit getrieben?
Zunächst einmal habe ich viel gearbeitet. Natürlich! Wir hatten in der Mitte des Januars einiges in der Kulturetage zu tun. Hauptsächlich umbauten aber auch mal wieder ein großes Konzert. Also ein Konzert mit vielen Zuschauern. Ob es aus künstlerischer Sicht großes Tennis war, kann ich nicht gut beurteilen, da ich (wie so oft) von dem Konzert selbst nicht viel mitbekommen habe. Annett Louisan war in Oldenburg und da es von der Kulti organisiert wurde, waren auch wir wieder als Hands zu gegen. Ich muss sagen, das ich mir diesen Job weitaus stressiger vorgestellt habe. Das letzte mal, als wir an einer Veranstaltung dieser Größe beteiligt waren, war es alles andere als ein spaßiger Job. Insbesondere der Ton war ziemlich rauh, die Aufgaben unpräzise verteilt und die Crew glaubte mit jedem Handgriff klar machen zu wollen, das sie das Konzert in Oldenburg nicht so recht ernst nehmen. Sicher das alte Großherzogtum ist nicht Berlin oder Hamburg unter einer professionellen Einstellung verstehe ich aber etwas anderes, als völlig verkater aus dem Tourbus zu steigen, weil man die Nacht vorher gesoffen hat. Mit dem Joint in der Fresse fängt man dann ganz gemütlich an, tonnenschweres Equipment an die Decke zu hängen und blafft anschließend alles und jeden an, wenn der Abbau statt geplanter drei Stunden nur anderthalb dauert. Hinterher stellt sich dann heraus, das die Crew selbst Veranstaltungen dieser größe alles andere als oft macht. Nämlich an dem speziellen Termin zum allerersten Mal. Das frage ich mich, wenn wollt ihr hier beeindrucken? Nun gut, die Kiste ist abgehakt. Dennoch:
Unter diesem Gesichtspunkt war die Show von Annett Louisan fast ein Spaziergang und es hat tatsächlich Spaß gemacht. Alles war hübsch durchorganisiert (Reibereien, gibt es überall und sicher können auch wir noch das ein oder andere organisatorisch verbessern.), der Ton war freundlich, die Crew eingespielt und jeder wußte, was wann, wo zu tun war (und falls sie es nicht wußten, hat man es ihnen jedenfalls nicht angemerkt.). Nein, für diesen Abend gibt es ein nettes “Danke schön”, so können wir das häufiger machen. Da fällt mir ein: Einer der Techniker von Annett Louisan blog selbst und ich bin die Tage über auf sein Blog aufmerksam geworden. Markus war bei Annett für die Backline zuständig und hat sich in rührenderweise darum bemüht unserem Friedi den Umgang mit den Instrumenten auf der Bühne näher zu bringen. Ich fand das Blog recht interessant, da der gute Mann wohl schön länger und auch viel auf der Straße arbeitet (als Veranstaltungstechniker-Meister) und viel davon in seinem Blog preisgibt. Wer also mal wissen will, wie so Veranstaltungstechniker leben und arbeiten, da plaudert jemand aus dem Nähkästchen.
Was war noch? Wenn es mein Terminkalender zuließ habe ich mich auf die Klausuren im Februar vorbereitet. Logik und Mathe für Informatiker. Im Augenblick habe ich tageland Verspannungen im Nacke, da ich stundenlang vor den Büchern sitze und mich nicht traue aufzustehen und etwas anderes zu machen, da mir die Zeit am Ende zum Lernen fehlen könnte. Gut, so schlimm ist es natürlich nicht. Es macht auch Spaß festzustellen, das sich langsam der ein oder andere Knoten im Gehirn löst und man den Stoff immer besser in den Griff bekommt. Die Klausuren schreibe ich übrigens in Berlin und werde dabei gleich alten Kumpels noch einen Besuch abstatten. So macht studieren doch Spaß!
Noch kurz ein Hinweis in blogtechnischer Sache. Die Songs können jetzt wieder angehört werden. Ich hatte beim Umzug auf den neuen Server vergessen, die MP3s mit zu nehmen. Dieser Fehler ist jetzt behoben.
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