Noch eine Musiksuche.

Nachdem ich durch Manuel ihm sein Blog bereits auf die Suchmaschine Skreemr aufmerksamt geworden bin, berichtet Joaquin heute über SeeqPod. Ich für meinen Teil weiß noch immer nicht, was ich von diesen MP3 Suchmaschinen halten soll. Zwar geben sich diese Leute immer alle Mühe, sauber gestaltete und mit allerlei Komfort versehene Suchseiten zu gestalten; darüber wie man sie nutzen kann, ohne laufend Urheberrechtsverletzungen zu begehen, habe ich noch immer nichts erfahren (obwohl ich schon ein paar Vorschläge im SkreemR-Artikel gemacht habe…).
Ich denke mal, die Musikindustrie wird sich freuen, die gängigsten Anlaufstellen für illegale MP3`s jetzt so schnell und zuverlässig austrocken zu können, schließlich braucht man jetzt nur noch die Namen seiner Künstler eingeben und findet sofort entsprechende Treffer, die man dann an die Staatsanwaltschaft weiterleiten kann.

Die Betreiber bieten auch gleich noch einen Player an, damit man seine Playlisten dem geneigten Publikum von der eigenen Internetseite zugänglich machen kann. Alles sehr Flashlastig, aber zweifellos sinnvoll Programmiert.

Ich für meinen Teil würde mir wünschen, das diese Seite in Zukunft auch zu unterscheiden lernt, welchen rechtlichen Status eine Veröffentlichung hat, ob es tatsächlich unter einer der freien Lizenzen veröffentlicht wurde oder ob es sich um Urheberrechtlich geschützte Werke handelt, deren Veröffentlichung der Urheber nicht zugestimmt hat (gut letzteres wird kaum herauszufinden sein). Ich weiß, der geneigte Leser wird jetzt wieder mit dem Argument kommen: diese Seiten seien doch ideale Werbung für die Künstler und dazu noch kostenfrei. Sicher richtig, nur sollte man die Leute natürlich schon vorher um Erlaubnis fragen, ob sie überhaupt wollen, das man Werbung für sie macht.

Ich für meinen Teil betrachte meinen Job als erledigt, schließlich habe ich euch von der Seite erzählt. Macht damit was ihr wollt, ich warte noch auf den Tag, an dem die Musikindustrie auch anfängt mit Hilfe dieser Suchmaschinen automatische Anzeigen zu generieren. Getreu dem GEMA-Verdacht: Jede in Deutschland produzierte und vervielfältigte, aufgeführte oder anderweitig ausgewertete Musik wird von uns vertreten. Damit ist alles, was wir im Netz finden pauschal verdächtig, also ein Fall für die Staatsanwaltschaft.

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