Warten, warten, warten!
Manche Leute berufen sich beim Thema “Instrumente warten”, auf die Etymologie des Wortes “warten”, welches durchaus auch “ausharren” und nicht bloß “seine Aufmerksamkeit auf etwas richten” bzw. “etwas pflegen” bedeuten kann. So geht es ja auch mir. Bevor ich eine Reparatur angehe, warte ich lieber, ob sich dieses Problem nicht vielleicht von selbst erledigt. In aller Regel erledigt sich aber nicht das Problem (zum Beispiel, schnarrende Saiten oder zu hohe Saitenlage), sondern man selbst als Spieler gewöhnt sich lediglich daran, die Mängel der Gitarre zu kompensieren. Das ging neulich bei mir so weit, das ich tatsächlich versucht habe, das Schnarren einer Saite per EQs aus einer Aufnahme zu tilgen. Dafür ist die Tontechnik gewiss nicht gedacht und als mir bewusst wurde, was ich da eigentlich trieb (manchmal hängt man halt in seinem Trott), ging´s erstmal ans Ersatzteile bestellen und recherchieren. Ich meine:”Hey, kochen und backen habe ich doch auch komplett im Internet gelernt, da wer ich mich doch online sicher noch zu einem Gitarrenbauer weiterbilden können, oder?!” In der Tat gibt es da einige Links und einen will ich euch natürlich nicht vorenthalten.
Die Seiten der hannoveraner Firma “Rockinger” sind bekannt für ihr umfangreiches Ersatzteilsortiment und ihre Gitarrenbausätze (meine erste Klampfe war/ist eine Rockinger Explorer), jetzt habe ich bei denen auch ausführliche und gut Illustrierte Anleitungen zu Themen wie Bünde auswechseln gefunden. Sehr empfehlenswert.
Nächste Woche mach ich mich dann mal daran, mein Soundcraft Mischpult zu erneuern.
Ach so, ich habe bei mir lediglich den Hals neu justiert und bin mit etwas Kontaktspray über die Poti und Buchse gegangen. Das hat schon gereicht für ein völlig neues, wohltuendes Spielgefühl. Ich denke, ähnliches werde ich auch mal bei den anderen Klampfen in Angriff nehmen, macht echt Spaß die alten Dinger wieder auf Vordermann zu bringen.
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December 16th, 2007 at 12:54
Hi !
Sicherlich ist es gut für den Geldbeutel wenn man vieles selber reparieren kann. Ich habe die Flöte (eine einfache) meiner Tochter auch selbst “repariert”. Eine kleine Flaschenbürste reichte in meinem Fall aus um ihr wieder bessere Töne zu entlocken. Da ziehe ich trotzdem den Hut wenn einer Großgeräte wie Gitarren selbst restauriert oder repariert. Das ist bestimmt komplizierter als das Mundstück einer Flöte zu demontieren. Wo kann man sich hinwenden wenn man wissen möchte wie Musikinstrumente gewartet werden sollen wenn es den Händler nicht mehr gibt ?
Würde mich freuen sachdienliche Hinweise zu bekommen.
Gruß Axel