Da hat`s ‘Bionc’ gemacht!

Tja, das Thema ‘Klima’…da kann man was zu schreiben. Neulich ist mir das Boinc-Projekt aus Berkley in die Hände gefallen. Boinc soll als Framework für rechenintensive Anwendungen herhalten und es ermöglichen, das diese nicht mehr von einem einzelnen Rechner abgearbeitet, sondern in einem Netzwerk von Rechnern (im Fachjargon ‘verteiltes Rechnen’) ‘häppchenweise’ zu Ergebnissen gebracht werden. Der Vorteil einer solchen Vorgehensweise: Durch die Verteilung der Aufgabenlast auf verschiedene Rechner, kann viel Geld gespart werden. Die Summe der einzelnen Rechner kann dabei leicht die Leistung eines Großrechners erreichen, ohne die Kosten eines solchen zu verursachen, es müssen nur ausreichend viele PC`s kombiniert werden.

In Zeiten des Internets und beständig wachsender Transferraten werden herkömmliche Desktop-PC`s dazu benutzt. Nutzer, die einzelne Projekte durch die Bereitstellung ihres PC`s (bzw. Rechenzeit auf diesem) unterstützen wollen, müssen dabei lediglich das Programm herunterladen und installieren. Die Software installiert sich als Dienst und rechnet an den Aufgaben, wenn der Nutzer gerade nicht am Computer arbeitet. Die Aufgaben werden aus dem Internet geladen und auch über das Internet wieder abgegeben. Server setzen die Berechnungen dann aus allen einzelnen ‘Häppchen’ wieder zusammen.

Das Schöne an dieser Herangehensweise ist, dass man Zeit, die ein Rechner sonst im Idle-Zustand verbringt, nutzen kann. Strom frisst die Maschine sobald die Power-LED brennt; da kann man auch dafür sorgen, das dieser Kasten auch etwas sinnvolles berechnet.

Eines der größten Projekte, das auf Basis von Boinc initiiert wurde ist ‘ClimatePrediction.net‘. Bei diesem Projekt soll ein möglichst genaues Bild der klimatischen Veränderungen während des 21 Jahrhunderts berechnet und in 3D Modelle überführt werden. Ich habe Boinc jetzt bei mir installiert und genieße das wohlige Gefühl, bei dem Gedanken, das mein Rechner jetzt wenigsten die klimatischen Veränderungen berechnet, die er beschleunigt, wenn er nutzlos in der Gegend herumsteht und Strom frisst ohne mir von Nutzen zu sein.

Geil!

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